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Havelland Letzter Schliff für Geschichtsausstellung
Lokales Havelland Letzter Schliff für Geschichtsausstellung
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06:30 28.03.2018
Endspurt: Die Mitglieder des „Fördervereins Heimatmuseum der Stadt Rathenow“ legen letzte Hand an die Ausstellung zur Rathenower Stadtgeschichte, die am 4. April eröffnet wird. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Vor dem eisernen Kanzler gibt es kein Entkommen. Wohin man den Kopf auch wendet, blickt man in das Konterfei Otto von Bismarcks. Urkunden, Bierkrüge, Tassen, Wandreliefs – der liebevoll gestaltete Raum in der Berliner Straße ist dem Ehrenbürger der Stadt Rathenow gewidmet.

Noch kennen nur die Mitglieder des Fördervereins Heimatmuseum der Stadt Rathenow die Exponate, die das Leben Bismarcks betreffen und dessen Beziehungen zur Stadt Rathenow erhellen. Aber ab dem kommenden Mittwoch können alle Bürger diese ebenso lehrreiche wie unterhaltsame Erfahrung machen. Dann nämlich wird die Ausstellung des Fördervereins in dem ehemaligen Ladenlokal in der Berliner Straße 80 eröffnet.

Die kleine Bismarck-Schau in einem der hinteren Räume ist nur ein Teil der Gesamtausstellung. Herzstück des temporären Museums, das Besuchern in den kommenden drei Jahren offen steht, ist der knapp 60 Quadratmeter große Raum mit der großen Fensterfront zur Berliner Straße.

Olaf Schwaß hat sich um die Bismarckausstellung gekümmert. Quelle: Markus Kniebeler

Die Vereinsmitglieder sind mit der Einrichtung so gut wie fertig. Wer den Hauptraum betritt, der kann das Modell der Rathenower Altstadt, das von Rathenower Jahngymnasiasten hergestellt wurde, nicht übersehen. Es zeigt den Kern, aus dem sich die heutige Stadt entwickelt hat. Womit auch das Ziel der Ausstellung umrissen ist: „Wir wollen den Besuchern die Geschichte Rathenows nahe bringen. Und ihnen anschaulich vermitteln, wie sich die Stadt im Lauf der Jahrhunderte entwickelt hat “, sagt Peter Dietze, der Vorsitzende des Fördervereins.

Außerdem erfährt man etwas über die siedlungsgeschichtliche sowie die industrielle Entwicklung der Stadt. Dem Vereinswesen ist ein eigener Ausstellungsbereich gewidmet. Und schließlich legt der Förderverein die Geschichte des Rathenower Heimatmuseums dar, das einst einen festen Platz in der Stadt hatte. „Da wollen wir wieder hin“, sagt Dietze. Die bis Ende des Jahres 2020 terminierte Ausstellung soll eine Etappe auf dem Weg zu einem Heimatmuseum sein. „Wenn die Leute sehen, wie spannend die Beschäftigung mit der Stadtgeschichte ist, dann kann uns das bei der Suche nach einem festen Domizil nur helfen“, sagt der Vorsitzende des 2009 gegründeten Vereins.

Der Geschichte der Rathenower Feuerwehr ist ein ganzer Raum gewidmet. Quelle: Markus Kniebeler

Neben der Darstellung der stadtgeschichtlichen Entwicklung Rathenows sollen auch immer wieder Teilaspekte dieser Entwicklung beleuchtet werden. Wie eben die Verbindungen Otto von Bismarcks zur Stadt Rathenow. Oder die Geschichte der Rathenower Feuerwehr, der sich in einem anderen Raum gewidmet wird. Die Ausstellungen in diesen beiden je 16 Quadratmeter großen Räumen sollen alle sechs Monate wechseln, um der Vielfalt der historisch relevanten Themen gerecht zu werden. Die Auswahl ist riesig. So soll die Geschichte der Zietenhusaren eine eigene Schau bekommen. Auch die Epoche der Ziegelindustrie in und um Rathenow ist bereits als Wechselausstellung fest eingeplant. Und die Geschichte der Arado-Werke, die bislang in einer Vitrine behandelt wird, soll ebenso in einem eigenen Raum dargestellt werden.

Auf die Optik, den bedeutendsten Rathenower Industriezweig, weisen nur ein paar ausgewählte Exponate hin. Eine bewusste Entscheidung. „Wir wollen dem Optik-Industriemuseum keine Konkurrenz machen“, sagt Dietze. Deshalb hängt neben den Ausstellungsstücken auch ein großes Schild, das auf das Museum im Obergeschoss des Kulturzentrums verweist. „Wer hier Appetit bekommen hat, der kann seinen Hunger dann im Museum stillen“, sagt Dietze.

Die Ausstellung des Fördervereins wird am Mittwoch, 4. April, um 11 Uhr eröffnet. Sie wird dann dienstags, mittwochs und freitags von 11 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet sein.

Von Markus Kniebeler

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