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Havelland Liebe zu den Vierbeinern
Lokales Havelland Liebe zu den Vierbeinern
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19:20 26.12.2017
Rico Lange Quelle: Ulrike Gawande
Falkensee

Fast 120 Kilometer pro Strecke fährt Rico Lange, um von seinem Wohnort Jessen (Elster) nahe der Lutherstadt Wittenberg ins Havelland zu kommen, wo er seit einigen Jahren engagierter Vorsitzender des Tierschutzvereins Tierheim Falkensees ist.

Schuld ist eine ehemalige Freundin. Über sie sei er in den Verein „reingerutscht“. Doch während die Liebe der Zweibeiner verging, blieb die zu den Vierbeinern bestehen. „Mir sind Tiere wichtig, da konnte ich schlecht nein sagen“, schmunzelt der 29-Jährige, der hauptberuflich als Bankkaufmann tätig ist. Deshalb sei sein Einsatz für den Tierschutz ein willkommener Ausgleich, betont Rico Lange. Wenn alles nach Plan laufe, habe er selbst wenig mit den Tieren zu tun. „Ich habe ein tolles Team, in jedem Bereich Spezialisten“, sagt Lange. Er ist vor allem für den organisatorischen Part zuständig: Finanzen, Personal, Einsatzpläne, Rechtliches und Fördergelder. „Eigentlich steht jeden Tag Büroarbeit für den Verein auf dem Plan, es ist wie ein zweiter Job. Aber so ein ehrenamtliches Engagement leisten hier viele im Verein.“

Trotzdem bleibt wirklich kaum Zeit für die Vierbeiner des Tierheims, das vor wenigen Tagen zehnjähriges Bestehen mit einem öffentlichen Weihnachtsfest feierte. Hunderte Besucher strömten auf das Gelände im Dallgower Weg, um die Arbeit der 263 ehrenamtlich Aktiven in Augenschein zu nehmen. Für jeden Besucher fand Rico Lange ein nettes Wort, beantwortete ruhig auch die tausendste Frage.

Er ist der Fels in der Brandung. In Fahrt kommt Rico Lange, wenn es um Fundtiere geht oder die aus seiner Sicht dringend notwendige Kastration von Freigängerkatzen. Oder die Kennzeichnungspflicht, die vieles erleichtern würde, wie er sagt.

Viel Zeit müssen die Vereinsmitglieder investieren, um das passende Zuhause für die Tierheimbewohner zu finden, sie befragen künftige Halter und überprüfen die Aussagen vor Ort.

Haus, Arbeit, Verein – da ist kaum Platz für anderes. „Ich kann nicht ohne das Tierheim“, gibt er zu. Selbst im Urlaub gönnt er sich selten Auszeiten, in denen er nicht erreichbar ist. Obwohl er weiß, dass es nicht verkehrt wäre, mal völlig raus zu kommen. „In meiner Vereinsarbeit steckt viel Herzblut“, sagt der 29-Jährige und verrät, dass er zum Entspannen eher in den warmen, südlichen Gefilden der Adria unterwegs ist. Auch, um mal mit dem Quad eine Runde am Strand zu drehen.

Von Ulrike Gawande

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