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Havelland Liebeserklärung an das Urlauberdorf
Lokales Havelland Liebeserklärung an das Urlauberdorf
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20:05 30.08.2017
Der Auftritt von Neptun ist ein wichtiger Traditions-Programmteil beim Semliner Sommerfest. Quelle: Stein, Norbert
Semlin

Es ist keine Überraschung: Martin Keune ist begeisterter Freizeit-Semliner. Der Schriftsteller aus Berlin hat hier im Dorf sein Glück gefunden. Und dieses Geschenk gibt er gerne zurück. Er hat die Geschichte um den Semliner Schriftsteller Axel Rudolph in dem Buch „Groschenroman“ festgehalten. Er hat die Geheimnisse um die so genannte „Butterhexe“ Anna Ruppin gelüftet. Er hat auch die dunklen Kapitel des Dorfes ans Licht geholt und über die Kriegszeit, den Nationalsozialismus und die schwierigen Jahre danach geschrieben.

Hier kann man das nachlesen

Zu lesen gibt es das regelmäßig in den „Semliner Heften“. gerade ist das neue Exemplar erschienen. Der Semliner Kindergarten ist diesmal das Thema. Neben dem Heft beeindruckt dieses Mal aber auch der Begleitbrief, den Keune verschickt hat. Darin spricht er seine Leser an.

In vollen Zügen

„Waren Sie auch beim Semliner Sommerfest?“ Keune teilt seiner Leserschar mit, er habe an dem Sonnabend „den schönsten Samstag des Jahres rund um die Uhr genossen.“ Am Morgen sei er zunächst mit Freunden um den See gerannt und geradelt – beim Drei-Seen-Lauf. Der Drei-Seen-Lauf ist eine Erfindung von Gerd Last, begann in kleinem familiären Rahmen und entwickelte sich zu einem großen Tourismus-Ereignis. Auch Martin Keune gehörte eine Zeit lang zum Team der Organisatoren, die sich in diesem Jahr wieder über einen neuen Teilnehmerrekord freuten. Er sei also um den See gerannt und geradelt, schreibt Keune und sagt: „Wer wissen will, wie gut Wassermelonen schmecken, muss vorher mal die 21 Kilometer machen.“

Heike Brett in ihrem Garten Quelle: Stein, Norbert

Am, Nachmittag hat Keune seine Frau beim Büchertisch im Garten von Heike Brett abgelöst und Semliner Hefte verkauft. „Wobei das Verkaufen nicht die Hauptsache war“, so Keune. „Es kamen einfach so viele Leute auf einen Plausch vorbei oder mit interessanten Details aus der Dorfgeschichte, sass der Nachmittag im Flug verging.“

Probleme mit dem Bullen

Am Bullenschätzen – ein beliebtes Spiel zum Sommerfest – nahm Keune auch teil und er lag ein paar Kilo daneben. „Dass am Abend die Tanzfläche voll werden würde war aber richtig geschätzt“, heißt es in dem Brief zum neuen Semliner Heft. „Der Holzboden am Hafen war rappelvoll und die Stimmung einfach sensationell. Auf dem See brannte das Fackelfloß, die Sonne ging unter und der DJ heizte richtig ein.“

Alles blieb friedlich

Trotzdem ging es zivil zu. „Ein paar rechte T-Shirts waren zu sehen und ein paar Feiernde trug es mit dem Bierbecher aus der Kurve – aber Krawall, Zerstörung oder grobe Ruhestörung gab es nicht.“

Alfred Mantau, Ortsvorsteher von Semlin, wird besonders gelobt. „Einer der bleierne Beine haben musste und doch am nächsten Tag wieder als einer der ersten am Tatort war, das war unser Dorfbürgermeister Alfred Mantau, der gute Geist hinter all dem, was da in Semlin wieder auf die Beine gestellt wurde. Für jeden ein Wort, alles im Blick, immer dabei: Bewunderns- und dankenswert.“

Alfred Mantau Quelle: Markus Kniebeler

Alfred Mantau wird das gerne hören und als Motivation mitnehmen. Schon bald steht für Semlin, das mit dem Begleitbrief zum 27. Semliner Heft um eine Liebeserklärung reicher ist, ein neuer wichtiger Termin an. Die Jury für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ kommt. Und da wollen die Semliner wieder alles geben.

Von Joachim Wilisch

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