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Havelland Lieder mit Anspruch
Lokales Havelland Lieder mit Anspruch
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00:26 11.01.2016
Speed of Grace (v.l.): Franco Glasing, Jan-Christoph Gerlich, Frithjof Hahn und Alex von Drenkmann. Quelle: Andreas Kaatz
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Friesack

Den Albumtitel einer amerikanischen Country-Pop-Sängerin fand Alex von Drenkmann genau passend. Fortan hieß die junge Band aus lebenserfahrenen Musikern „The Speed of Grace“. „Es gibt dafür keine richtige Übersetzung, aber gerade das finde ich reizvoll“, sagt der Warsower. Frei übersetzt bedeute es so viel wie: eine bestimmte Geschwindigkeit, bei der man mit sich im Reinen ist.

Genau das sind die vier Musiker – mit sich im Reinen. Vor allem dann, wenn Sänger Alex von Drenkmann gemeinsam mit Frithjof Hahn, Jan-Christoph Gerlich und Franco Glasing mit Gitarre, Bassgitarre und Schlagzeug auf der Bühne steht oder neue Lieder einübt. Der Weg zur Probe jedenfalls ist relativ kurz. Die vier Freizeitmusiker kommen nämlich allesamt aus dem Amtsbereich Friesack – aus Haage, Warsow und Senzke. Einmal in der Woche treffen sie sich.

Das Quartett versteht sich als Indie-Rockband – mit romantisch getriebener Musik, wie kürzlich geschrieben wurde. Als deren Keimzelle könnte man den Chor Salto Tonale bezeichnen, in dem Drenkmann, Hahn und Gerlich mitsingen. „Da haben wir uns kennengelernt“, so Drenkmann. Bei einer Geburtstagsfeier Ende 2010 kam die Idee auf, ein Gitarren-Duo ins Leben zu rufen, das Anfang 2011 zu proben anfing und Ende des Jahres seinen ersten Auftritt in der Paulinenauer Kirche hatte. Fehlte noch ein Schlagzeuger. Der damalige Chorleiter stellte die Verbindung zu Franco Glasing her, der bis in die 90er-Jahre in verschiedenen Bands gespielt hatte und nun seinen „Ruhestand“ aufgab. Zum gleichen Zeitpunkt schloss sich auch Gerlich mit seiner Bassgitarre der Gruppe an. Die erste gemeinsame Probe folgte Anfang 2012.

Danach hatte The Speed of Grace mehrere kleinere Auftritte etwa in der Scheune in Wagenitz oder in Görne, aber auch im Café Ribbäcker in Ribbeck. Vor allem Coversongs kamen dabei zur Aufführung. Mittlerweile verfügt die Band aber auch schon über ein kleines Repertoire aus 20 eigenen englischsprachigen Liedern, die Alex von Drenkmann geschrieben hat. Gerlich lobt deren Qualität: „Es sind Lieder mit Anspruch und eine Herausforderung für die, die es spielen.“

Bei der Entstehung bringen alle Musiker ihre Kreativität mit ein. Drenkmann, der schon in seiner Jugend in Bands gespielt hat sowie in einem Musicaltheater, legt keinen Wert auf eine klar erkennbare Geschichte. Er bietet dem Zuhörer vielmehr Bilder an, die dieser für sich selbst zusammensetzen kann. „Melancholisch und auch bisschen surreal“, wie Drenkmann es bezeichnet. „Ob die Geschichte, die im Kopf der Zuhörer entsteht, mit meiner identisch ist, ist überhaupt nicht wichtig.“

Vorläufiger Höhepunkt in der Bandkarriere war die Teilnahme der vier am Landesrockwettbewerb „Local Heroes 2015“. Dazu seien sie allerdings ein wenig wie die Jungfrau zum Kinde gekommen, wie die Musiker meinen. Gestoßen waren sie darauf bei Facebook, nahmen Kontakt mit den Veranstaltern auf, die das gleich als Bewerbung ansahen. „Wir nahmen ja eigentlich an, dass wir für einen Talentwettbewerb zu alt sind“, meinte Frithjof Hahn. Doch sie nahmen teil und gewannen beim Vorausscheid prompt die Jurywertung. Zuvor hatte sich der Schlagzeuger erfolgreich als Orakel betätigt. Denn er sah bei seinem Facebook-Post nicht nur das Weiterkommen voraus, sondern tippte richtigerweise auch auf den dritten Platz beim Finale.

„Das war schon das wichtigste Ereignis für uns“, sagt Drenkmann. Denn endlich konnte The Speed auf Grace sich mal mit anderen messen, „und es gab uns Sicherheit, dass man sich unsere Musik auch wirklich anhören kann“, sagt er schmunzelnd.

Von Andreas Kaatz

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