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Lil’A bringt die Rathenower zum Hip Hoppen

Rathenow Lil’A bringt die Rathenower zum Hip Hoppen

„Taste of Hip Hop“ die Vierte: Das Jugendfestival zog mit Tanz, Graffiti, Rap und Streetball am 6. August wieder viele junge Menschen an. Nur einigen Anwohnern war es offenbar zu laut. Schon am Nachmittag besuchten Beamte unerwartet die Veranstaltung an der Havellandhalle.

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Früh übt sich, das gilt auch fürs Graffiti sprayen. Quelle: Ch. Schmidt

Rathenow. Tanzen, Körbe werfen, rappen und Graffiti sprayen – am Samstag gab es den Geschmack von Hip Hop an der Havellandhalle, live, authentisch und farbenfroh. Zum vierten Mal hatten junge Menschen das Festival „Taste of Hip Hop“ organisiert und auch dieses Mal war der Name Programm – denn Taste of Hip Hop bedeutet nichts anderes als der Geschmack von Hip Hop.

Beatrice Graf, Jugendkoordinatorin im Milower Land und Andre Neidt von der Kreissportjugend Havelland kennen die Szene gut und haben gemeinsam mit weiteren Helfern und Mitstreitern wieder ein Programm zusammengestellt, dass verschiedene Kostproben von dem, was Hip Hop ausmacht, bot. Graffiti- und Tanz-Workshops, ein Streetball Turnier und Livemusik.

Kunst auf Holzwänden und Klarsichtfolie

Platz für all diese Aktivitäten bot einmal mehr die Fläche hinter der Havellandhalle. Dort wurden schon ab 14 Uhr unermüdlich Körbe geworfen. An der Hallenwand hatten die Organisatoren große Holzplatten aufgestellt, die Graffiti-Künstler im Laufe des Tages mit Spraydosen in beeindruckende Kunstwerke verwandelten. Auf gespannter Klarsichtfolie durften sich zudem die Anfänger unter Anleitung der Profis ausprobieren.

Profis und Anfänger gestalteten gemeinsam die bereitgestellten Wände

Profis und Anfänger gestalteten gemeinsam die bereitgestellten Wände.

Quelle: Ch. Schmidt

Sieben, 17, 27, 37 oder 47 Jahre – das Publikum war so bunt gemischt wie die Szene selbst. Sogar Eltern und Großeltern, die ihre Kinder und Enkel begleiteten, schauten sich interessiert um. Es waren vor allem die ganz jungen Gäste, die aktiv wurden und sich ausprobierten. Gelegenheit dazu bot sich nicht nur an der Graffiti-Wand. Beatrice Graf hatte den Tänzer Armando Shalla alias Lil’A aus Berlin eingeladen, der mit tanzgegeisterten Rathenower in einem etwa einstündigen Workshop eine Choreographie einübte.

Berliner Tänzer begeisterte die Rathenower

Etwa 20 Mädchen und junge Frauen wollten mitmachen und sogar einige Jungen waren sich nicht zu cool mit zu tanzen. Immerhin stand da vor ihnen ein echter Profi, der schon in diversen Musikvideos getanzt hat und Dritter wurde bei den Weltmeisterschaften im Krumping – ein schneller, expressiver Freestyle-Tanz. Lil’A wusste mit seiner sympathischen und lockeren Art die Rathenower zu begeistern. Neben der improvisierten Tanzfläche auf dem Rasen saßen mindestens noch einmal so viele Zuschauer wie Tänzer am Rand und verfolgten gespannt, was der 20-jährige Proftänzer erklärte. Nach gut einer Stunde hatten die Rathenower es drauf.

Zum Abschluss des Tanzworkshops durften die Teilnehmer in kleinen Gruppen noch einmal zeigen, was sie gelernt hatten

Zum Abschluss des Tanzworkshops durften die Teilnehmer in kleinen Gruppen noch einmal zeigen, was sie gelernt hatten. Von Lil’A (re.) gab es dafür ein dickes Lob.

Quelle: Ch. Schmidt

Während die einen sich zur Musik bewegten, lieferten sich die anderen einen kleinen Wettkampf auf dem Basketballfeld. Drei gegen drei beim Streetball, einer Sportart, die ebenso zur Hip Hop Szene gehört wie Tanzen, Rap und Graffiti. Dass es in Rathenow in allen Bereichen junge Talente gibt, wurde am Samstag einmal mehr deutlich. Am Abend standen verschieden lokale Bands – oder wie es im Hip Hop heißt: Crews – auf der Bühne und sorgten für einen wortgewaltigen, musikalischen Abschluss des Festivals.

Einziger Wermutstropfen: Schon am Nachmittag fuhr die Polizei aufs Festivalgelände und forderte die Veranstalter auf, die Lautstärke zu reduzieren. Offenbar hatte es einige Beschwerden gegeben. Hip Hop gefällt eben nicht jedem, genau wie Schlagermusik.

Rappen, tanzen, sprayen und natürlich Körbe werfen – all das gehört zur Hip-Hop-Szene dazu

Rappen, tanzen, sprayen und natürlich Körbe werfen – all das gehört zur Hip-Hop-Szene dazu.

Quelle: Ch. Schmidt

Von Christin Schmidt

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