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Lilienthal-Briefmarke erscheint in einer Woche

Premnitz Lilienthal-Briefmarke erscheint in einer Woche

In einer Woche kommt in Deutschland eine neue Gedenkbriefmarke für Otto Lilienthal heraus, die dem Jubiläum „125 Jahre erster Gleitflug“ gewidmet ist. Der 78-jährige Premnitzer Wilhelm Schmidt besitzt schon jetzt eine Vergrößerung des Originals, weil er eine Ausstellung erarbeitet hat, die alle weltweit jemals erschienenen Lilienthal-Gedenkbriefmarken zeigt.

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Wilhelm Schmidt aus Premnitz mit einer vom Grafiker signierten Vergrößerung der neuen Lilienthal-Gedenkmarke.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Erst in einer Woche wird es sie zu kaufen geben, die neue Gedenkbriefmarke der Bundesrepublik für den Flugpionier Otto Lilienthal. Der Premnitzer Wilhelm Schmidt (78 Jahre) besitzt aber trotzdem jetzt schon eine, und die meisten Philatelisten dürften ihn darum beneiden. Die Marke ist dem Jubiläum „125 Jahre erster Gleitflug“ gewidmet, das 2016 gefeiert werden kann.

Diese bahnbrechende Großtat in den ganz frühen Tagen der Fliegerei hat Otto Lilienthal 1891 in den Rhinower Bergen vollbracht. Fünf Jahre später stürzte er dort bei einem seiner vielen Flugversuche ab und zog sich tödliche Verletzungen zu – für die Geschichte der Luftfahrt ist er aber bis heute eine sehr lebendige und wichtige Figur.

Das richtige Postwertzeichen kommt erst am 7. Juli

Um ganz ehrlich zu sein, muss jetzt zugegeben werden, dass Wilhelm Schmidt keines der echten 2016-er Lilienthal-Postwertzeichen besitzt. Die kommen erst am 7. Juli heraus. Er verfügt aber über einen Scan des Originals, den ihm der Grafiker Henning Wagenbreth eigenhändig signiert hat. Wie kommt der Premnitzer dazu? Durch qualifizierte Arbeit. Wilhelm Schmidt, der sein Leben lang Briefmarken sammelt, hat in diesen Tagen eine Ausstellung vollendet, die „Otto-Lilienthal-Ehrung auf Briefmarken“ heißt.

Diese Präsentation hat er im Auftrag des Stöllner Otto-Lilienthal-Vereins hergestellt. Sie zeigt nach Aussagen ihres Schöpfers auf acht großformatigen Schautafeln vergrößerte Abbildungen von allen Briefmarken, die auf der ganzen Welt jemals zu Ehren von Otto Lilienthal herausgebracht wurden. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonnabend, dem 6. August, um 12 Uhr, wenn in Stölln des diesjährige Lilienthalfest eröffnet wird.

In Erwartung dessen, dass das Bundesfinanzministerium in diesem Jahr sicher noch eine neue Lilienthal-Gedenkmarke herausbringen wird, hatte Wilhelm Schmidt frühzeitig dort anfragt und um eine Digitaldatei davon gebeten. Dieser Wunsch ist ihm erfüllt worden, was seinem Werk erst die richtige, brandaktuelle Darstellung der Briefmarken-Marktlage ermöglicht. Genau am gestrigen Mittwoch hat das Bundesfinanzministerium als Herausgeber übrigens seine neue Lilienthal-Gedenkmarke in Anklam der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie soll als 1,45-Euro-Wertzeichen und als Kleinbogen mit zehn Marken zum Kauf angeboten werden.

Wettbewerb „Traum vom Fliegen“

Die Briefmarkenausstellung über Otto Lilienthal lockert Wilhelm Schmidt mit Kinderzeichnungen auf, die Mädchen und Jungen beim Verein Ton-Art zum Thema „Traum vom Fliegen“ angefertigt haben.

Der Landkreis Havelland hat vor wenigen Tagen einen Schülerkunstwettbewerb mit dem gleichen Titel ausgerufen – was ein reiner Zufall ist.

Die Ton-Art-Werke werden nun auch beim Kreiswettbewerb eingereicht. Einsendeschluss ist der 19. September.

Im vergangenen Jahr war Wilhelm Schmidt viel Aufmerksamkeit zuteil geworden, nachdem er seine Ausstellung „Geschichte in Briefmarken“ über die deutsch-deutsche Teilung der Öffentlichkeit präsentiert hatte. Anlass war die 25-jährige Wiederkehr der Vertragsunterzeichnung der Städtepartnerschaft von Premnitz und Niederkassel. 22 Tafeln wurden zuerst in Potsdam gezeigt, dann in Premnitz, Niederkassel und vielen anderen Orten. Gegenwärtig sind sie auf Schloss Ribbeck zu sehen.

Eine dieser Tafeln, die Otto Lilienthal gewidmet war, hat Wilhelm Schmidt zwischenzeitlich dem Otto-Lilienthal-Verein in Stölln geschenkt. Bei der Übergabe hatte er sich aus bis heute nicht erklärbaren Gründen zum Versprechen hinreißen lassen, er werde für 2016 eine Ausstellung erarbeiten, die alle Lilienthal-Gedenkmarken der Welt zeigen wird. Dass er diesem Ansinnen jetzt auch wirklich sehr nahe gekommen ist, hat er der folgenden Tatsache zu verdanken: Er hatte international tätige Vereine um Unterstützung gebeten, die Sammler von Briefmarken über die Fliegerei zusammenführen.

Die haben ihm gern geholfen. So kann er nun 75 Vergrößerungen von den weltweit erschienenen Lilienthal-Marken zeigen. Als letzte ist vor wenigen Tagen gerade erst eine aus Sierra Leone bei ihm eingetroffen.

Von Bernd Geske

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