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Havelland Lilienthal-Briefmarken aus aller Welt
Lokales Havelland Lilienthal-Briefmarken aus aller Welt
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15:15 07.08.2016
Wilhelm K.H. Schmidta aus Premnitz eröffnet die Lilienthal-Briefmarkenausstellung. Quelle: Norbert Stein
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Stölln

Segelflieger, Fallschirmspringer, Rundflüge, Lenkdrachen, Reitturnier, Laufwettbewerb und Unterhaltungsprogramm sorgten am Samstag für ein abwechslungsreiches Otto-Lilienthal-Fest in Stölln. Eröffnet wurde das Fest mit einer Kranzniederlegung am Lilienthal - Gedenkstein auf dem Gollenberg. 1953 haben Segelflieger den Gedenkstein an jener Stelle gesetzt, an der Otto Lilienthal vor 120 Jahren verunglückte. Am 9. August 1896, nach etlichen erfolgreichen Flugversuchen, packte eine Sonnenböe den Enthusiasten und ließ ihn 15 Meter kopfüber in die Tiefe stürzen.Der Verletzte, damals 48-Jährig, wurde in den Gasthof Herms gebracht und von dort nach Berlin, wo er am 10. August 1896 an den Folgen des Unfalls verstarb.

Vorm Gedenkstein stehend, zeigte Horst Schwenzer, Vorsitzender des Otto Lilienthal Vereins, mit der Hand in Richtung Berggipfel, wo eine Windharfe steht. „Dort ist Lilienthal gestartet“, erklärte Schwenzer Brandenburgs Kultur- und Wissenschaftsstaatssekretär Martin Gorholt (SPD) und weiteren Gästen. Joachim Grenzdörfer würdigte insbesondere Otto Lilienthals wissenschaftliche Leistungen. „Er wollte Flugprobleme lösen“ betonte Grenzdörfer, der sich beim Berlin-Brandenburgischen Luftfahrtclub als Beauftragter für die Pflege des Lilienthal- Erbes engagiert und oft in Stölln ist. Helmut Wernicke aus Rathenow hat selbst angefertigte Flugmodelle mitgebracht zum Gedenkstein. Aus Derwitz, wo Lilienthal seine ersten Flugversuche machte, war Heinz Grützmacher gekommen und übergab Horst Schwenzer einen Schirm, als Symbol gemeinschaftlichen Engagements zur Bewahrung der Verdienste des Flugpioniers.

Gefeiert wurde das Fest am Samstag traditionell unter und um die Lady Agnes auf dem Gollenberg. Die Eröffnung einer Briefmarkenausstellung mit 75 Lilienthal-Motiven aus der ganzen Welt machte den Auftakt. Wilhelm K. H. Schmidt aus Premnitz hat die von Kinderzeichnungen begleitete Ausstellung organisiert und damit ein 2015 zur Bundesgartenschau gegebenes Versprechen eingelöst. „Einfach war die Aufgabe nicht. Aber mit Unterstützung von Sammlern habe ich alle Lilienthal – Briefmarken weltweit zusammen bekommen“, sagte Schmidt zur Ausstellungseröffnung.

Rund 800 Besucher kamen nach Angeben des Veranstalters am Nachmittag auf den Gollenberg und ließen sich vom Malenki Fun Orchester aus Berlin musikalisch unterhalten. Ines Sawert aus Rhinow präsentierte eine Modenschau, bevor Actionshow und Märchenstunde für weitere Unterhaltung sorgten.

Die Besucher flanierten über den Gollenberg, wo junge Mitglieder des Stöllnern Flugsportvereins ein Segelflugzeug zeigten und Fragen zum Segelflug beantworteten. Pascal Pfeil, Tim Jessen, Daniel Schröder und Tim Lucasezwizc erläuterten ihnen das Segelflugzeug und wie Segelfliegen funktioniert. „Die Kräfte der Natur erleben und genießen“ erklärten sie, warum Segelfliegen ihr Hobby ist und sie dafür jedes Wochenende auf den Gollenberg kommen. Für optische Vielfalt und Anmut über dem Gollenberg sorgten viele Gelenkdrachen.

Auch Wilfried Aulich und sein Sohn Michael aus Niemegk ließen ihre bunten Gelenkdrachen aufsteigen. „Die Bedingungen und Voraussetzungen dafür sind gut auf dem Gollenberg“, erklärte Vater Wilfried , der schon seit seiner Kindheit Drachen baut und im Herbst zum Landefest wieder nach Stölln kommen wird.

Von Norbert Stein

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