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Havelland Linienverkehr am Hafen Wustermark hat begonnen
Lokales Havelland Linienverkehr am Hafen Wustermark hat begonnen
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11:05 22.10.2013
Am Hafen in Wustermark gibt es Bewegung: Die „Pankgraf“ aus Hamburg legt nächste Woche erneut dort an. Quelle: Konrad Radon
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Wustermark

Jede Woche soll dort nun ein Frachtschiff aus Hamburg anlegen. Mit dieser festen Linie will die Havelport Berlin Schwung in den Hafenbetrieb bringen. Erst im Mai dieses Jahres hatte die Firma die Anlegestelle übernommen. Bisher galt der 2008 fertiggestellte Hafen als Investruine. 15 Millionen Euro waren in den Bau geflossen, jährlich musste die Gemeinde einen sechsstelligen Betrag in die Anlage stecken - doch kaum ein Schiff legte an.

Henning Stöber soll dabei helfen, den "nagelneuen Hafen" aus dem "Dornröschenschlaf" zu wecken, wie er es nennt. 350 Kilometer und acht Schleusen hat der Schiffskapitän mit seiner 85 Meter langen "Pankgraf" hinter sich gelassen. Drei Tage war er unterwegs mit tonnenweise Altfett und leeren Containern an Board, die erste Nacht hat er bei Wolfsburg am Elbe-Seitenkanal angelegt, die zweite in Sachsen-Anhalt am Elbe-Havel-Kanal. "Ich mache zwei Probetouren und dann schauen wir, wie es weitergeht." Sein Auftraggeber ist die Reederei Walter Lauk in Hamburg, sie organisiert auch die Ladungen.

 

Bereits jetzt sind zwei Männer regelmäßig vor Ort. Einer von ihnen ist Steffen Geyer aus Nauen. Am Montag, als die "Pankgraf" anlegte, hatte er seinen ersten Arbeitstag. Gestern half der junge Mann, der einen schwarzen Zopf und eine Wollmütze trägt, ab 7Uhr morgens beim Entladen. "Erst war alles ruhig, aber langsam wird es stressig." Ein Lkw nach dem anderen rollt durch die Toreinfahrt, die Fahrer wollen leere Container abholen. Ein Fahrer sagt: "Für uns läuft es jetzt gut, wenn ich die Container hier sehe. Es muss sich nur rumsprechen, dass der Hafen wieder offen ist."

Doch erst einmal muss Geyer richtig angelernt werden. Noch fährt sein Kollege den Greifstapler, den die Männer nur "Reach-Stacker" nennen. Das Fahrzeug ist 92 Tonnen schwer und erinnert mit seinem riesigen Greifarm an Figuren des Action-Films "Transformers". Die dicken Reifen rollen in Richtung "Pankgraf", die Ölfässer sollen bis zum Abend den Schiffsrumpf verlassen haben. Kapitän Henning Stöber muss zurück - der Hamburger Hafen wartet.

Von Juliane Primus

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