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Linken-Politiker übt Kritik am Landrat

Harald Petzold sitzt seit zwei Jahren im Bundestag Linken-Politiker übt Kritik am Landrat

Inzwischen sitzt Harald Petzold (Die Linke) seit fast zwei Jahren für das Osthavelland und Oberhavel im Bundestag. Es ist Zeit für eine Bilanz: Der Kampf gegen den Rechtsextremismus und Neonazis sei ein wichtiger Punkt, so Petzold. Er kritisiert in der Hinsicht die Informationspolitik von Landrat Burkhard Schröder (SPD).

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Harald Petzold sitzt für die Linke im Bundestag.

Quelle: Peter-Paul Weiler

Havelland. Harald Petzold sagt, er gehöre nicht zu den Politikern, die sich immer nur vor der nächsten Wahl auf die Schultern klopfen, um mitzuteilen, was er alles geleistet habe. Deshalb lässt er sich auch zwischendurch an der Basis blicken und zieht jetzt schon mal Bilanz. Seit zwei Jahren sitzt der Politiker der Linken für das Osthavelland und Oberhavel im Bundestag.

In der Linken-Geschäftsstelle in Oranienburg wagte er am Montagabend vor Parteifreunden ein erstes Fazit, am Donnerstag findet ab 18 Uhr in der Nauener Marktstraße 18 eine ähnliche Veranstaltung statt. „Das war eine ganz spannende Zeit“, sagte er. Er hätte sich die Arbeit im Parlament ganz anders vorgestellt, sie sei manchmal atemberaubend gewesen. Im positiven und negativen Sinn. Er ist queerpolitischer Sprecher seiner Fraktion, kümmert sich also um die Belange homo-, bi- und transsexueller Menschen. In der Region sieht er sich als verlässlichen Ansprechpartner „für Menschen, die Hilfe brauchen.“

Der Kampf gegen den Rechtsextremismus und Neonazis sei ein wichtiger Punkt, so Petzold. Er unterstütze die Initiativen der Willkommenskultur, die sich um die hier ankommenden Flüchtlinge kümmern. Im Havelland hätten bislang recht wenige Flüchtlinge gelebt. Bisher habe es nur in Rathenow eine Einrichtung gegeben. Es sei zu wenig unternommen worden, so Petzold. Es habe erst Druck aufgebaut werden müssen, um die Aufnahmefähigkeit zu erweitern. Er lobte die Stadt Falkensee für das Engagement in der Hinsicht.

Das habe allerdings immer noch nicht gereicht. Aus Petzolds Sicht habe die Kreisverwaltung nicht oder zu wenig die Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern und den Bewohnern gesucht. „Die wollten das schnell durchziehen, und das ist den Bürgern nicht vermittelbar.“ In dem Zusammenhang übt Petzold auch Kritik an Landrat Burkhard Schröder (SPD) und seine Informationspolitik.

Kaum noch ein Thema sind aus Petzolds Sicht die Probleme rund um die Lkw-Maut in der Region. Seitdem die B 5 im vierspurigen Bereich ebenfalls mautpflichtig sei, lohne es sich für den Schwerlastverkehr kaum noch, auf die Straßen auszuweichen, die durch die Dörfer führen.

Harald Petzold kümmert sich auch um die Tafel in Falkensee, dessen Schirmherr er ist. „Es ist wichtig, dass sich dort Menschen engagieren“, sagte er.

Die Regionen Oberhavel und das Osthavelland seien sich sehr ähnlich. „Beide Landkreise legen großen Wert auf ausgewogene Haushalte“, so Harald Petzold. Es werde jeweils solide gewirtschaftet. Er wünscht sich, dass bei einer eventuellen Kreisgebietsreform diese beiden Landkreise zusammengehen. Aus seiner Sicht passe das gut.

Von Robert Tiesler

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