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Havelland Lionsclub zeichnet beste Nauener Abiturienten aus
Lokales Havelland Lionsclub zeichnet beste Nauener Abiturienten aus
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00:30 29.06.2015
Die drei Geehrten (v.l.): Angelique Hirmke, Madita Gerike und Pauline Löser zusammen mit Mitgliedern des Nauener Lionsclubs. Quelle: Andreas Kaatz
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Nauen

Noch ist sich Pauline Löser nicht ganz sicher, welchen beruflichen Weg sie einschlagen soll. „Ich schwanke da noch ein wenig“, sagte die 19-Jährige. Vielleicht studiert sie Politikwissenschaften. Aber vermutlich wird sie sich doch eher an der Charité bewerben und Medizin studieren, um sich dann später um Frühchen kümmern zu können.

An ihrem Zeugnis sollte es jedenfalls nicht liegen, wenn es mit dem Berufswunsch nicht klappt. Mit 1,0 hat sie das Abitur am Goethegymnasium abgeschlossen und ist damit an dieser Einrichtung die beste Absolventin. Zum Lohn dafür gab es vom Nauener Lionsclub einen Tablet-Computer, geschenkt. Zum mittlerweile siebten Mal wurden auf diese Weise die besten Abiturienten der Nauener Schulen geehrt.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Angelique Hirmke vom Oberstufenzentrum Havelland. Die 20-Jährige (Durchschnitt:1,3) wird demnächst eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau beginnen und später Immobilien- oder Baumanagement studieren. Die Stelle für die Ausbildung hat sie bereits in der Tasche, wird bei einem Berliner Unternehmen anfangen. Und als Dritte im Bunde ist auch Madita Gerike jetzt stolze Besitzerin eines I-Pads. Die 18-Jährige hat das Abitur am Leonardo-da-Vinci-Campus mit 1,0 gemacht und Interesse an internationaler Politik und Entwicklungshilfe. „Ich möchte Politologie und Religionswissenschaften studieren, weiß aber noch nicht genau, wo mich das hinführen wird.“

Die Idee dazu, junge Leute für außergewöhnliche Leistungen auszuzeichnen, stammt ursprünglich vom damaligen Lionsclub-Präsidenten Udo Barthel. Am Donnerstag beglückwünschte sein heutiger Nachfolger Detlef Günter Schlotthauer die Abiturientinnen: „Sie haben den Schlüssel für Ihre Zukunft in der Hand, Ihnen stehen alle Universitäten offen.“ Gleichzeitig machte Schlotthauer aber deutlich, dass diese Ehrung für den Lionsclub die Ausnahme darstellt. „Wir unterstützen in der Regel Leute, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, sagte er.

Seit dem Jahre 2001 sammelte und schüttete der Club in Nauen rund 140 000 Euro aus. Sein Motto: Spaß haben und dabei Gutes tun. So wurde beispielsweise mit dem Erlös aus der alljährlichen Radtour der Sympathie zwischen Nauen und Spandau eine Fahrt in den Kletterwald für sozial benachteiligte Kinder finanziert. In einem anderen Fall hat der Club das Kinderzimmer einer alleinerziehenden Frau mit zwei Kindern ausgestattet – und sogar die Möbel selber aufgebaut. Fürs Krankenhaus wurde ein Hörscreening-Gerät für Neugeborene angeschafft. Für solche und andere Aktionen stehen die Mitglieder beispielsweise auf der Hofweihnacht und verkaufen Lose oder aber sie veranstalten einen Ball.

Von Andreas Kaatz

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