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Das war der Rathenower Demoabend

Asyl-Gegner wollen erneut demonstrieren Das war der Rathenower Demoabend

Nach diesem Demoabend steht fest: Die Asyl-kritischen und Asyl-freundlichen Demonstrationen in Rathenow (Havelland) gehen in eine dritte Runde. Die Asyl-kritischen Demonstranten waren am Dienstag mit 600 Teilnehmern in der Mehrheit. Die Ereignisse des Abends können Sie im Liveticker nachlesen.

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Klare Botschaft der Rathenower.
 

Quelle: Christin Schmidt

Rathenow.  Am Dienstag haben sich in Rathenow erneut verfeindete Demonstranten direkt gegenüber gestanden: Auf dem Märkischen Platz das rechtsgerichtete „Bürgerbündnis Havelland“, auf dem August-Bebel-Platz unter dem Motto „Herz statt Hetze“ diejenigen, die für ein tolerante und weltoffene Stadt eintreten. Wir haben den Abend im Liveticker begleitet. Alle wichtigen Ereignisse lesen Sie hier nach.

+++ 20.15 Uhr: Ende von beiden Demonstrationen +++

Nun ist auch die Kundgebung der Asyl-Gegner auf dem Märkischen Platz beendet. Die Polizei zeigte starke Präsenz, musste aber nicht eingreifen. Außer einem Wortgefecht ist alles gewaltfrei geblieben.

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Hunderte Rathenower zeigen „Herz statt Hetze“: Auch an diesem Dienstag rief das Aktionsbündnis wieder zu einer Gegendemonstration auf dem August-Bebel-Platz auf. Sie sprachen sich für ein friedliches Miteinander aus. Direkt nebenan auf dem Märkischen Platz verbreitete das rechtsgerichtete „Bürgerbündnis Havelland“ Asyl-kritische Töne.

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+++ 20.03 Uhr: Anti-Asyl-Demonstranten sind „Heuchler“ +++

Auf Twitter schreibt ein Nutzer zur der Aktion des „Bürgerbündnisses Havelland“: „Anti-Asyl-Demonstranten, die eine Schweigeminute für Mohamed abhalten. Widerliche Heuchler.“

+++ 19.59 Uhr: 5000 Flyer bei den Asyl-Gegnern +++

Nico Tews vom Bürgerbündnis bestätigt: „Nächste Woche gibt es einen Spaziergang. Die Route behalten wir noch für uns.“ Mit 5000 Flyern wird zu dieser Demonstration am Dienstag, 10. November eingeladen. Die Besucher nehmen sie mit.

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Auf dem Märkischen Platz waren die Asyl-Gegner mit 600 Teilnehmern klar in der Überzahl.

Quelle: Bernd Geske

+++ 19.43 Uhr: Kleinere Ausschreitung +++

Kaum sind die Veranstaltungen zu Ende, gehen doch einige Demonstranten gegeneinander vor: Auf Höhe vom Märkischen Platz brüllen sich mehrere verfeindete Teilnehmer an. Die Polizei geht dazwischen.

+++ 19.42 Uhr: Polizei sperrt den Weg zum Märkischen Platz +++

Die verfeindeten Demonstranten sollen sich nicht begegnen, so die Ansage der Polizei. Mit Polizeiwagen sperrt sie den Weg zwischen Bebel-Platz und Märkischen Platz ab. Jean Luc Meier ruft die Teilnehmer auf, sich nicht hinreißen zu lassen, nach der Veranstaltung gegen die Demonstranten der Gegenseite zu pöbeln.

Die Absperrung der Polizei zwischen Bebel- und Märkischen Platz

Die Absperrung der Polizei zwischen Bebel- und Märkischen Platz.

Quelle: Christin Schmidt

+++ 19.40 Uhr: Bürgermeister Seeger verabschiedet sich +++

Bürgermeisters Ronald Seeger (CDU) bedankt sich für die Teilnahme und verabschiedet sich. Er bietet an, einen runden Tisch zu installieren und signaliert nochmal Gesprächsbeteitschaft. Gerüchten, dass er den Stadtangestellten vorgeschrieben hätte, an der Toleranz-Demo teilzunehmen, widerspricht er klar. „Ich habe ich mich über jeden gefreut, den ich hier gesehen habe“, sagte er. Flüchtlingskoordinatorin Petra Herbig etwa hat den Tee ausgeschenkt.

+++ 19.30 Uhr: Trauriges Lächeln bis nächsten Dienstag +++

Langsam geht es auf dem Bebel-Platz zu Ende. Die Kälte ist einfach zu stark. „Ich habe mir extra eine Trainingshose untergezogen, sonst hätte ich es nicht ausgehalten“, sagt ein älterer Herr, der eine Kerze in der Hand hält. Und Sprecher Robert Güse verabschiedet sich: „Mit einem traurigen Lächeln sage ich: Bis zum nächsten Mal.“ Nächsten Dienstag soll es weitergehen.

+++ 19.24 Uhr: Christian Kaiser will Abschiebung +++

Sprecher Christian Kaiser beim Bürgerbündnis: „Wir fordern vom Land die unverzügliche Abschiebung abgelehnter Asylbewerber.“ Eric Fuchs sammelt unterdessen Geld für die Versammlungen vom Bürgerbündnis. Schon nächsten Dienstag, 10. November, soll es zum nächsten Aufmarsch kommen. Dann wollen die Asyl-Gegner einen Marsch durch Rathenow bilden.

+++ 19.19 Uhr: Viel Prominenz auf dem Bebel-Platz +++

Auf dem Bebel-Platz sind viele bekannte Gesichter zu sehen: Martin Gorholt, Kulturstaatssekretär, ist da. Hartmut Rubach (SPD) hat Worte von Außenminister Steinmeier vorgelesen. Und Diana Golze (Linke) lobt das Engagement der jungen Rathenower, die das Programm gestaltet haben. Am Mikro sagt sie: „Wir stehen hier seit einer Stunde, uns ist kalt, gäbe es keine Waffeln hätten wir langsam Hunger. Können Sie sich vorstellen, bei diesen Temperaturen hunderte von Kilometern zu Fuß zurückzulegen, auf der Flucht, nachts, nur mit Handy das den Weg weist?“

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Bei „Herz statt Hetze“ auf dem August-Bebel-Platz kamen 350 Leute, die sich für Toleranz und Demokratie aussprachen.

Quelle: Christin Schmidt

+++ 19.13 Uhr: „Bürgerbündnis“ hetzt gegen Asylbewerber +++

Von einem Redner des Asyl-kritischen „Bürgerbündnisses Havelland“ heißt es: „Im Kreistag haut man in Sekunden Millionen für Asylbewerber raus. Und die Stadt Rathenow hat kein Geld für Schulen und Kitas.“

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Auf dem Märkischen Platz waren die Asyl-Gegner mit 600 Teilnehmern klar in der Überzahl.

Quelle: Bernd Geske

+++ 19.08 Uhr: Ein Plädoyer für die Flüchtlinge +++

„Die Leute auf dem Märkischen Platz sagen, sie haben Angst vor Flüchtlingen. Was aber sollen die Flüchtlinge sagen?“, ruft Jeremy, ein junger Rathenower, auf den Bebel-Platz. „Es gibt nicht zu viele Flüchtlinge, es gibt zu viele Rassisten.“ Jeremy hat schon letzte Woche die Menschen mit seinen Worten begeistert.

+++ 19.01 Uhr: Bäcker Möhring verschenkt Waffeln +++

Auf dem Bebel-Platz gibt es Livemusik von KiJuPa-Mitgliedern und Schülern der Bürgelschule – die scheuen sich nicht, bei der feuchten Luft ans EPiano oder Schlagzeug zu setzen. Zum Aufwärmen gibt es warme Waffeln. Den Teig dafür hat Bäcker Möhring gespendet, wem es schmeckt, der spendet. Das Geld kommt der Weihnachtsaktion des KiJuPa zugute. Gekauft werden Geschenke für Kinder, die wenig oder nichts haben.

+++ 19 Uhr: Asyl-Gegner planen Demonstrations-Zug +++

Am Dienstag, 10. November, wird es einen Demonstrations-Zug vom Asyl-kritischen „Bürgerbündnis Havelland“ durch Rathenow geben. Das hat auch Bürgermeister Seeger (CDU) der MAZ bestätigt.

+++ 18.50 Uhr: Box für Sorgen und Wünsche +++

Jean Luc Meier, Stadtverordneter der Grünen, spricht auf dem Bebel-Platz: „Ich war letzte Woche auch dabei und habe auch auf der Gegenseite gelauscht“, sagt er. Er fordert, sich mit den Fakten zu beschäftigen. Dazu gibt es Gelegenheit. Eine Box mit der Beschriftung „Sorgen und Wünsche“ steht bereit.

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Bei „Herz statt Hetze“ auf dem August-Bebel-Platz kamen 350 Leute, die sich für Toleranz und Demokratie aussprachen.

Quelle: Christin Schmidt

+++ 18.47 Uhr: Bebel-Platz ist offen für Fragen von jeden+++

Vom Märkischen Platz hallen Wortfetzen herüber. Robert Güse sagt, dass jeder die Chance haben soll zu reden. „Ich war letzte Woche geschockt als ich gesehen habe, was sich auf dem Märkischen Platz gesehen habe. Hohle Frasen und Gegröhle“, sagt Maria vom Orga-Team Laut und Bunt Festival. Die Menge applaudiert und pfeift.

+++ 18.45 Uhr: Schweigeminute von den rechtsgerichteten Demonstranten +++

Das Bürgerbündnis Havelland hat soeben eine Schweigeminute für den ermordeten kleinen Mohamed eingelegt.

Die Teilnehmer des „Bürgerbündnisses“

Die Teilnehmer des „Bürgerbündnisses“.

Quelle: Bernd Geske

+++ 18.41 Uhr: Asyl-Gegner angeblich nicht gegen die Menschen +++

Christian Kaiser sagt auf dem Märkischen Platz bei dem Bürgerbündnis: „Wir protestieren gegen die Asylpolitik und nicht gegen die Menschen.“

Nico Tews auf dem Märkischen Platz

Nico Tews auf dem Märkischen Platz.

Quelle: Bernd Geske

+++ 18.35 Uhr: 600 Demonstranten auf dem Märkischen Platz +++

Auf dem Märkischen Platz stehen jetzt rund 600 Asyl-Gegner, schätzt die Polizei.

+++ 18.28 Uhr: Das rechtsgerichtete Bürgerbündnis sammelt sich +++

Auch die Asyl-Gegner vom Bürgerbündnis sammeln sich. Diemal haben sie ein neues Transparent dabei: „Gewaltfrei, unabhängig, parteilos“ steht dort drauf.

+++ 18.20 Uhr: 350 Menschen für Toleranz +++

Ungefähr 350 Menschen setzen auf dem Bebel-Platz ein Zeichen für Toleranz und ein friedliches Miteinander. Und aus der Stadt strömen immer noch mehr Leute zu der Kundgebung. Dort hieß es gerade: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Es heißt nicht, die Würde des Deutschen ist unanstastbar. Wer hat denn von uns bisher Abstriche machen müssen? Niemand!“ Die Menge applaudiert.

350 Menschen auf dem Bebel-Platz

350 Menschen auf dem Bebel-Platz.

Quelle: Christin Schmidt
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Hunderte Rathenower zeigen „Herz statt Hetze“: Auch an diesem Dienstag rief das Aktionsbündnis wieder zu einer Gegendemonstration auf dem August-Bebel-Platz auf. Sie sprachen sich für ein friedliches Miteinander aus. Direkt nebenan auf dem Märkischen Platz verbreitete das rechtsgerichtete „Bürgerbündnis Havelland“ Asyl-kritische Töne.

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+++ 18.15 Uhr: Robert Güse: Mehr Teilnehmer als letztes Mal +++

„Wir demonstrieren nicht gegen die Menschen auf dem Märkischen Platz“, sagt Krankenpfleger Robert Güse, der die Versammlung eröffnet. „Meine Freude ist groß, so viele Menschen hier zu sehen. Nach meinem Empfinden sind es mehr als letztes Mal“, sagt er. Jeder ist eingeladen, seine Sorgen und Wünsche auf Zetteln zu notieren. Auch viele Stadtverordnete sind wieder dabei.

+++ 18.09 Uhr: Die „Toten Hosen“ zur Einstimmung +++

Die Kundgebung des Aktionsbündnisses „Herz statt Hetze“ beginnt. Als Einstimmung läuft ein Lied der Toten Hosen. „Es ist auch dein Land und du bist schuldig wenn du deine Augen davor schließt“, singen sie laut über den Bebel-Platz. Dazu gibt es Tee und Kaffee zum Aufwärmen.

+++ 18.02 Uhr: Nazis einen Vogel zeigen +++

Klare Botschaft: „Nazis einen Vogel zeigen“ steht auf Schildern, die Rhinows Amtsdirektor Jens Aasmann und Hartmut Rubach (SPD) aufhängen. Inzwischen sind mehr als 100 Menschen auf dem Bebel-Platz versammelt. Das schöne daran: Alle Altersgruppen sind vertreten, vom Jugendlichen bis zum Rentner.

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Bei „Herz statt Hetze“ auf dem August-Bebel-Platz kamen 350 Leute, die sich für Toleranz und Demokratie aussprachen.

Quelle: Christin Schmidt

+++ 17.59 Uhr: Polizisten holen sich noch eine Currywurst +++

Ein Polizist holt sich zur Stärkung schnell noch eine Currywurst beim Dönerladen an der Ecke. Er sagt, es seien so viele Einsatzkräfte wie letztes Mal. Wie viele es sind vermag er nicht zu sagen.

+++ 17.53 Uhr: Die ersten Teilnehmer bei der „Herz statt Hetze“-Demo +++

Die ersten 80 Teilnehmer bei der Gegendemo auf dem August-Bebel-Platz sind da.

+++ 17.40 Uhr: Bürgermeister Seeger spricht mit der Polizei +++

Teilnehmer sind an den Versammlungsorten noch rar. Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) spricht schon einmal mit der Polizei und Mitarbeitern der Versammlungsbehörde.

+++ 17.37 Uhr: Stehtische und Fragen auf der Tischdecke +++

Bei der Asyl-freundlichen Gegendemo auf dem Bebel-Platz ist schon einiges aufgebaut: An Stehtischen sollen die Teilnehmer ins Gespräch kommen. Ein Zettel fordert dazu auf, Fragen und Diskussionsbeiträge auf die Tischdecke zu schreiben. „Wir werden diese im Anschluss fotografieren und den Verlauf der Diskussionen veröffentlichen, damit sich auch andere eine Meinung bilden können“, heißt es auf einem Zettel der „Partnerschaft für Demokratie“.

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Bei „Herz statt Hetze“ auf dem August-Bebel-Platz kamen 350 Leute, die sich für Toleranz und Demokratie aussprachen.

Quelle: Christin Schmidt

+++ 17.20 Uhr: Post ist geschlossen +++

Die Post-Filiale geht auf Nummer sicher. Seit 17 Uhr ist „auf Grund höherer Gewalt“ seit 17 Uhr geschlossen. Die Postbank bittet um Verständnis.

+++ 17.05 Uhr: Vom Bürgerbündnis geht angeblich keine Gewalt aus +++

Auf Facebook schreibt der Betreiber der rechtsgerichteten Seite „Bürgerbündnis Havelland“ unter einem Bild des Polizeiaufgebots: „Von uns geht keine Gewalt aus!!!“ Na das wird sich im Laufe des Abends zeigen... Auf dem Facebook-Profil ist eine Deutschland-Fahne zu sehen, darauf die Schrift „Konsequente Abschiebung abgelehnter Asylbewerber!“

+++ 16.20 Uhr: Polizei bezieht Stellung +++

Auf dem Märkischen Platz, auf dem ab 18.30 Uhr die Asyl-Gegner sprechen wollen, bringt sich die Polizei in Stellung. Mehrere Polizeiwagen sind bereits eingetroffen. Noch liegt der Platz aber im ruhigen Nebel.

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Auf dem Märkischen Platz beziehen am Dienstag gegen 16 Uhr die ersten Polizeiwagen ihre Position.

Quelle: Christin Schmidt

+++ 16.14 Uhr: Occupy Hamburg ruft zur Teilnahme auf +++

Unterstützung aus der Hansestadt: Auf Twitter ruft Occupy Hamburg zur Teilnahme an der Demonstration „Rathenow mit Herz statt Hetze“ auf.

+++ 16.03 Uhr: Staatssekretär Martin Gorholt gegen Rassismus++

Martin Gorholt, Kulturstaatssekretär des Landes Brandenburg (SPD), hat auf Facebook zu der Teilnahme an der Demo „Mit Herz statt Hetze – bunt & tolerant“ aufgerufen: „Bürgerbündnis gegen Asylmissbrauch, hört sich so harmlos an, im Kern rechtsextremistisch, deshalb wieder so wichtig: kommt zur Veranstaltung für ein buntes Rathenow!“.

+++ 15.45 Uhr: Polizei schließt Eskalation nicht aus +++

Die Polizei wird bei den beiden Versammlungen in der Rathenower Innenstadt wachsam sein. Es sei nicht auszuschließen, dass die Situation diesmal eskaliert, hieß es.

+++ 15.30 Uhr: Tolerantes Aktionsbündnis gegen Asyl-kritisches Bürgerbündnis +++

Das Aktionsbündnis „Tolerantes Rathenow“ wird am heutigen Dienstag wieder eine öffentliche Versammlung in der Rathenower City abhalten. Man trifft sich von 18 bis 20 Uhr auf dem August-Bebel-Platz in Rathenow. Das Bürgerbündnis Havelland hatte über das Wochenende wieder Flugzettel in die Briefkästen verteilt. Ähnlich wie beim ersten Mal vor einer Woche sind die wesentlichen Forderungen auf dem Flyer abgedruckt. Außerdem wird schon seit Tagen intensive Werbung in den sozialen Netzwerken betrieben. Das Bürgerbündnis Havelland hat große Ähnlichkeit mit der Pegida-Bewegung.

Auf dem Bebel-Platz wird es am Dienstag viel Musik geben, wer bei „Herz statt Hetze“ sprechen wolle, könne das tun und darüber hinaus solle Gelegenheit zum Gespräch bestehen. Das wertet das Bürgerbündnis aus: „Herr Seeger will also einen Dialog? Vielleicht sollten wir ihn mal einladen um mit seinen Bürgern auf dem Märkischen Platz zu sprechen? Zum Glück vergisst das Internet nicht. Denken Sie an ihre Wörter vor und nach der ersten Demo!“ So steht es in Facebook beim Bürgerbündnis zu lesen.

+++ Dienstag, 27. Oktober: Demos vor einer Woche +++

Kerzen und Herzen auf dem August-Bebel-Platz, ausländerfeindliche Rufe auf dem Märkischen Platz: In Rathenow trafen bereits am vergangenen Dienstag die Demonstranten auf einander. Die Stimmung war gereizt, aber es blieb ruhig. Auf dem Märkischen Platz waren deutlich mehr Teilnehmer gezählt worden, wo sich ein Bürgerbündnis gegen vermeintlichen Asylmissbrauch und gegen die so genannte „Islamisierung des Abendlandes“ aussprach, als bei einer Versammlung unter dem Motto „Herz statt Hetze“ auf dem Bebel-Platz. Eine Zusammenfassung des Abends gibt es hier. Die Ereignisse im Minuten-Protokoll können Sie hier nachlesen.

Von Christin Schmidt, Bernd Geske, Lisa Rogge

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