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Lkw-Verkehr in Zeestow unerwünscht

Pläne für Verlegung der L 202 Lkw-Verkehr in Zeestow unerwünscht

Mit einer Verlegung der L 202 will die Gemeinde Brieselang im Zusammenspiel mit der Gemeinde Wustermark den Ortsteil Zeestow vom Schwerlastverkehr befreien. Dazu müssen aber unter anderem auch die Kuhdammbrücken über die Autobahn A 10 und den Havelkanal verbreitert werden.

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Derzeit quälen sich Schwerlaster durch den Ort.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Brieselang. Dafür, dass die Zeestower mittelfristig vom Schwerlast-Verkehr durch ihr Dorf befreit werden, haben die Brieselanger Gemeindevertreter jetzt einen weiteren Schritt getan. Wie es in einem einstimmigen Beschluss heißt, begrüßen sie grundsätzlich die Verlegung der Landesstraße 202 nach Süden. Zuvor hatte auch der Ortsbeirat Zeestow dem zugestimmt. In den Haushalt werden jetzt Planungsmittel in Höhe von 100 000 Euro eingestellt.

Die neue Trasse der Landesstraße soll vor der Siedlung Zeestow Luch abknicken und zwischen Siedlung und Güterverkehrszentrum (GVZ) verlaufen, bevor sie auf die Rostocker Straße mündet. Wer zur Autobahn-Anschlussstelle Brieselang möchte, der muss dann weiter Richtung Norden fahren und trifft auf einen dort geplanten Kreisverkehr. Zum GVZ Wustermark geht es in die andere Richtung. Der Kreisverkehr an der Anschlussstelle würde zudem auch einen Anschluss für das Wohn- und Gewerbegebiet westlich der Pappelallee erhalten, so dass diese Straße selbst vom Verkehr entlastet würde und somit auch der Bereich der Zeebra-Grundschule. Die alte Trasse der L 202 soll von der Gemeinde übernommen und verkehrsberuhigt werden.

Bis 2019 könnte die neu zu errichtende Spange der L 202 fertiggestellt sein – vorausgesetzt die vorbereitenden Untersuchungen verlaufen planmäßig und es klappt mit der Finanzierung. Nach ersten Kostenschätzungen würde allein dieses Vorhaben mit 1,8 Millionen Euro zu Buche schlagen. Allerdings kann Brieselang mit einer Förderung rechnen. Wie hoch diese genau ausfallen wird, vermochte Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) nicht zu sagen. „Sie wird den Betrag wohl weit unter eine Million drücken“, meinte er vorsichtig. Die Lärmbelastung für die Anwohner insbesondere in Zeestow Luch solle durch die neue Trasse auf keinen Fall höher ausfallen als es jetzt der Fall ist.

Das Brieselanger Vorhaben ist Teil einer gemeindeübergreifenden Verkehrslösung zusammen mit Wustermark. So gab es im Vorfeld bereits Abstimmungen sowohl mit der Gemeinde als auch mit dem Infrastrukturministerium, dem Landesbetrieb Straßenwesen und dem Wasserstraßenschifffahrtsamt.

Beide Kommunen stehen unter einem gewissen Zeitdruck, wollen aber die Gunst der Stunde nutzen. Denn der Bund plant jetzt ohnehin, in Vorbereitung des sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn A 10 ab 2021 die Brücke an der Anschlussstelle sowie die Kuhdammbrücke über die A 10 neu zu bauen. Letztere würde er aber nur so wieder herrichten wie sie jetzt ist – nämlich einstreifig. Wustermark indes hat Interesse an einer Verbreiterung, um somit das GVZ künftig besser anbinden zu können. Und auch Zeestow würde davon profitieren, da die Lkw dann keinen Grund mehr hätten, durch den Ort zu fahren. Mittlerweile hat Wustermark eine Planungsvereinbarung unterzeichnet. Brieselang muss dies für seinen Bereich ebenfalls tun.

Von Andreas Kaatz

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