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Lob und Tadel für Siegerentwurf

Falkensee Lob und Tadel für Siegerentwurf

Die Mehrheit der Falkenseer Abgeordneten ist für die Änderung des Bebauungsplanes im Zentrum der Stadt, um den Siegerentwurf für das Areal der alten Stadthalle umzusetzen zu können. Dabei wurden bei dem Siegerentwurf eigene Vorgaben missachtet.

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Der Siegerentwurf fand viel Zustimmung.

Quelle: Büro

Falkensee. Die Werbegemeinschaft „Starke Mitte Falkensee“ begrüßt die Pläne für die Bebauung des Areals der alten Stadthalle. Der aus dem Architektenwettbewerb hervorgegangene Siegerentwurf stammt vom Büro Gaebel aus Falkensee. Hier sei es „überzeugend gelungen, die geforderte sehr hohe Ausnutzung des Grundstücks zu realisieren und trotzdem die Aufenthaltsqualität dieses wichtigen Platzes zu erhalten“, lobt die Werbegemeinschaft.

Das Modell des Siegerentwurfes, Blick von der Schule aus

Das Modell des Siegerentwurfes, Blick von der Schule aus.

Quelle: Marlies Schnaibel

„Die Realisierung des Siegerentwurfs für das Grundstück wird die Entwicklung des Einzelhandelns und des Stadtzentrums in Falkensee voranbringen“, sagte Thomas Lenkitsch, Sprecher der Arbeitsgruppe Stadtplanung im Namen der Werbegemeinschaft Falkensee.

Kritik an Fünfgeschossern

Der Entwurf des Büros Gaebel hatte bei der öffentlichen Auslegung und in der Jury des Wettbewerbs sehr große Zustimmung erhalten. Aber längst nicht alle sind glücklich mit der Wahl dieses Entwurfs. „In den Vorgaben war von einer drei- bis viergeschossigen Bebauung die Rede, vorgelegt wurden aber Fünfgeschosser“, kritisierte Elfriede Schmidt, Abgeordnete der FDP/Büff-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung. „Was sind unsere Vorgaben denn wert, wenn sich keiner dran halten muss?“, fragte sie kritisch. Das fünfte Geschoss des Siegerentwurfs ist ein Staffelgeschoss, das ist zurückgesetzt und lässt die Bauten nicht massig wirken, argumentierte Daniela Zießnitz, Vorsitzende der CDU-Fraktion. Insgesamt sind die Häuser im Entwurf niedriger als die Seegefelder Kirche, das war nicht bei allen Entwürfen des Architektenwettbewerbs so.

Mehrheit für Neugestaltung

Kritik an dem Siegerentwurf haben auch die Abgeordneten der Fraktion der Linken geäußert. „Das erschlägt einen regelrecht“, monierte Fraktionsvorsitzender Frank Barz. „Das wird sich einpassen“, war sich Daniela Zießnitz sicher. Peter Kissing (SPD) forderte die Verwaltung auf, im städtebaulichen Vertrag mit dem Investor darauf zu achten, dass die Umsetzung nahe am Entwurf bleibe. Neben der CDU-und SPD-Fraktion sprachen sich auch die Grünen für ein Weitergehen mit dem Siegerentwurf aus.

Damit dieser Entwurf zur Neugestaltung der alten Stadthalle umgesetzt werden kann, muss der vorliegende Bebauungsplan F 17 A „Zentrum Campus“ geändert werden. Mit 21 Ja- Stimmen bei sieben Nein-Stimmen und einer Enthaltung wurde zugestimmt, den Plan zu modifizieren.

Von Marlies Schnaibel

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