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Havelland Lobby für die Betriebe
Lokales Havelland Lobby für die Betriebe
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09:01 27.11.2015
Fast von Anfang an dabei: Karl-Heinz Mrosek (r.). Sohn Christian wird die Firma in etwa zwei Jahren übernehmen. Quelle: Andreas Kaatz
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Havelland

Das Handwerk zählt zu den größten Arbeitgebern im Havelland. 7800 Beschäftigte arbeiten in rund 2200 eingetragenen Betrieben. Ein Teil davon ist auch Mitglied in den Innungen der Kreishandwerkerschaft Havelland. Diese wird am 28. November 25 Jahre alt.

An die Anfangszeit kann sich Karl-Heinz Mrosek aus Nauen noch genau erinnern. „Nach der Wende gab es eine richtige Euphorie. Wir waren überzeugt, dass wir eintreten müssen, um gemeinsam gegenüber der Politik stark zu sein“, sagt der Bauunternehmer, der im Februar 1991 mit seiner gerade erst gegründeten Firma Mitglied wurde und heute dem Vorstand der Maurerinnung angehört. Viele Betriebe hätten zudem die Chance gesehen, bei den Kunden bekannter zu werden. „Als Innungsbetriebe haben wir die Verpflichtung zu besonderer Qualität“, ist der 66-Jährige überzeugt.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, nutzte auch Mrosek damals die Angebote zur Weiterbildung über die Innung. Da ging es in der Anfangszeit um Wärmedämmung. Steuerberater und Versicherungsvertreter hielten Vorträge, aber auch der Arbeitsschutz zählte zu den Themen. Für Mrosek war diese Weiterbildung ganz wichtig. Er schätzte aber auch den Zusammenhalt unter den Betrieben. Bis 2006 fanden jedes Jahr Gruppenreisen statt – nach Rom, Barcelona oder Madeira.

Dieser Zusammenhalt sei heute nicht mehr so stark, findet der Nauener. Er bedauert zudem, dass die Zahl der Innungsbetriebe hierzulande immer weiter zurück geht. „Das ist eine traurige Entwicklung.“ Zwei Jahre will der Unternehmer die Firma noch leiten, dann übernimmt sie Sohn Christian. Ob er langfristig der Kreishandwerkerschaft angehören wird, weiß er noch nicht. „Tendenziell ja, aber man muss sehen, wo der Weg hingeht“, meint er.

Erster Kreishandwerksmeister war Heinz Ziesecke. Wie er kürzlich sagte, sei die Anfangszeit recht spannend gewesen. Ein Kollege aus Braunschweig meinte zu ihm, dass er vor der Aufgabe steht, das Handwerk komplett neu aufzubauen. Und so war es denn auch. Die Innungen entstanden und Traditionen wurden etabliert. Jährlich fand bis 2001 der Kreishandwerkertag statt. 1993 gab es auf dem Sportplatz Falkensee die erste Bau- und Handwerkermesse und zudem die erste Freisprechung der Junggesellen. Weitere Messen folgten bis 2009, vorrangig im Mafz in Paaren im Glien. Die Kreishandwerkerschaft konnte ihre Mitglieder aber auch mobilisieren. An einem Protestmarsch 2003 in Berlin nahmen auch rund 100 Betriebe aus dem Osthavelland teil. Zum 1. Januar 2010 fusionierten dann die Kreishandwerkerschaften im Ost- und Westhavelland. 1996 entstand in Nauen, am Standort der einstigen Kreisgeschäftsstelle der Handwerkskammer Potsdam, ein Neubau.

Von Beginn an dabei ist auch Bäckermeister Klaus-Dietrich Giede. Für ihn ist die Kreishandwerkerschaft ein „unheimlich wichtiges Sprachrohr für das gesamte Handwerk“. Von vielen Informationen konnte auch er im Laufe der Zeit profitieren, etwa wenn es um Förderprogramme für Investitionen ging. Und gerade zu Beginn half die Kreishandwerkerschaft ihren Mitgliedern, sich durch den Gesetzesdschungel zu kämpfen, lud Experten ein. Giede nahm an den Handwerkermessen im Mafz teil, lobt die Ausbildungsbörsen im Mafz und in Falkensee. Unterm Strich sind die 25 Jahre für den 58-Jährigen durchaus eine Erfolgsgeschichte, er ist „mit Herzblut dabei“. Allerdings sei es für die Kreishandwerkerschaft heutzutage schwerer geworden, da immer weniger Betriebe Mitglied sind.

Von Andreas Kaatz

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