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Paaren im Glien Löschen, lernen, lustig sein

Mit 548 Teilnehmern ist das Ausbildungslager der havelländischen Jugendfeuerwehren in Paaren im Glien auch 2016 wieder das größte in Brandenburg. An verschiedenen Stationen erlernen die jungen Feuerwehrleute Fertigkeiten, auf die es später auch im aktiven Dienst ankommt. Für die Übungen haben sich die Verantwortlichen einige Spezialeffekte ausgedacht.

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Mit Freude dabei: Brieselangs Jugendfeuerwehr.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Paaren im Glien. Roger Lewandowski (CDU) wusste schon, warum er am Donnerstag zur Eröffnung des Jugendfeuerlagers nach Paaren im Glien gekommen war. „Gibt es in diesem Jahr wieder Spiralnudeln mit Tomatensoße?, erkundigte sich der Landrat, und als die Frage bejaht wurde, da strahlte er. „Ich bin ein großer Fan von Nudeln. Von Altbewährtem sollte man nicht abweichen.“

Das gilt auch für das Lager selbst, das in diesem Jahr bereits zum 24. stattfindet, zum fünften Mal im MAFZ-Erlebnispark in Paaren. 548 Jugendliche aus allen Wehren im Landkreis nehmen daran teil, dazu als Gäste jeweils noch eine Feuerwehr aus Barnim, Oberhavel und aus Parchowo in Polen. „Es ist damit erneut das größte Jugendausbildungslager in Brandenburg“, sagte Michael Schmidt aus Rathenow, Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbands Havelland. Kreisbrandmeister Lothar Schneider sprach zum Auftakt schon einmal einen Dank an alle Helfer aus: „Vielen Dank, dass ihr euren Urlaub und eure Freizeit opfert, um die Jugendlichen hier zu betreuen.“

Das Camp dauert noch bis Sonntag. An verschiedenen Stationen erlernen die jungen Feuerwehrleute Fertigkeiten, auf die es später auch im aktiven Dienst ankommt. Hinzu kommen zwei große Einsatzübungen, in diesem Jahr zum Beispiel ein simulierter Autounfall. „Da werden wir sicher auch noch für ein paar Spezialeffekte sorgen“, sagte Lisa Müntz, die neue Kreisjugendwartin aus Ketzin/Havel. Von dort stammt auch Jonas Busse, der als Betreuer dabei ist und auf 44 junge Feuerwehrleute aus den Wehren in Ketzin, Paretz, Falkenrehe und Etzin aufpasst. „Die Jugendliche lernen hier eine Menge“, sagte er. „Alles ist ein bisschen intensiver als bei unseren eigenen Übungen. Vor allem machen wir im Camp auch Dinge, die wir in den Ortsfeuerwehren nicht durchführen können.“ Der 17-Jährige Daniel Kuhnke aus Paretz pflichtete ihm bei: „Man ist hier, um etwas zu lernen.“

Am Sonnabend präsentieren die Jugendlichen ihre neu erlernten Fähigkeiten bei einem Tag der offenen Tür mit Vorführungen und Technikschau. Bis dahin soll neben der Ausbildung auch die Freude nicht zu kurz kommen. Eine Nachtwanderung ist ebenso geplant wie eine Disco, Fußball- und Volleyballturniere sowie ein Ausflug ins Stadtbad Nauen. „Vier Tage mit viel Spaß liegen vor uns“, sagte Daniel Weber, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands. Selbst vom zwischenzeitigen Regen ließ sich der Feuerwehrnachwuchs am Donnerstag nicht die Laune vermiesen. Für noch bessere Stimmung sorgte Schönwaldes Bürgermeister Bodo Oehme (CDU), der eine Kiste Gummibärchen mitgebracht hatte. „Damit euch die Zeit in Paaren etwas versüßt wird und ihr besser schlafen könnt.“

Rund 150 Teilnehmer nutzen das Jugendausbildungslager auch, um die Prüfung zur Jugendflamme abzulegen. einem Ausbildungsnachweis in Form eines Abzeichens. „Ihr seid die Feuerwehrleute der Zukunft“, sagte Landrat Lewandowski. „Bald sorgt ihr dafür, dass die Menschen sicher in ihren Häusern leben können. Schön, dass ihr Verantwortung übernehmt, das ist in diesen Zeiten ja nicht mehr selbstverständlich.“ Auch Heinz Rudolph, Landesbranddirektor und Leiter der Landesfeuerwehrschule, appellierte an die Jugendlichen sich später bei den Aktiven zu engagieren. „Lasst uns da nicht hängen!“, sagte er.

In Brieselang klappt der Übergang von der Jugend- zur „großen“ Feuerwehr bereits gut. „Wir können jedes Jahr junge Leute übernehmen“, berichtete Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU). Ohnehin erfreut sich die Feuerwehr im Ort großem Zulauf: „Seit Anfang Mai haben wir eine neue Kampagne gestartet, seitdem haben sich schon elf neue Leute gefunden“, so Garn.

Von Philip Häfner

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