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Logistiker will Hochregal-Lager bauen

GVZ Wustermark Logistiker will Hochregal-Lager bauen

Ein großes Logistikunternehmen plant, eine Fläche im Güterverkehrszentrum Wustermark zu kaufen und dort ein Verteilzentrum mit Hochregallager zu errichten, um Waren von dort in die umliegenden Filialen transportieren zu können. 400 bis 500 Arbeitsplätze könnten entstehen.

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Der Lkw-Verkehr im GVZ Wustermark wird zunehmen, wenn sich das neue Logistikunternehmen ansiedelt.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Wustermark. Der Name ist noch geheim. Klar aber ist, dass ein großes Logistikunternehmen im Güterverkehrszentrum Wustermark (GVZ) eine Fläche kaufen und dort investieren will. Geplant sei, so der verantwortliche Planer Werner Klinge vom Büro „Plan und Praxis“ aus Berlin, ein Verteilzentrum als Hochregallager zu errichten, um Waren von dort in die umliegenden Filialen transportieren zu können.

Besagter potenzieller Investor hatte sich Anfang 2016 bei der Gemeinde Wustermark gemeldet und Interesse an einem Grundstück im GVZ angemeldet. Inzwischen gibt es schon eine Kaufoption, vorausgesetzt dass das Vorhaben auch umsetzbar ist. Den Namen des Unternehmens will Bürgermeister Holger Schreiber erst öffentlich machen, „wenn die Geschäftsführung des Logistikers eine endgültige Entscheidung pro Wustermark gefällt hat“. In den nächsten Wochen soll es soweit sein.

Den Weg für die Ansiedlung frei gemacht haben am Dienstagabend die Wustermarker Gemeindevertreter. Sie stimmten einer nötigen Änderung des Bebauungsplanes „W 7, Teil E GVZ Wustermark“ zu. Das war nötig, weil der potenzielle Investor mindestens 6,7 Hektar beansprucht und sogar eine Gesamtfläche von 13,6 Hektar für mögliche Erweiterungen gesichert werden soll. Da es ein solch großes, zusammenhängendes Areal im GVZ Wustermark nicht mehr gibt, sollen bisherige Grünausgleichsflächen und eine als Zwischenlager für Erdstoffe genutzte Fläche umgewandelt werden.

„Zudem ist es erforderlich“, so Werner Klinge, „dass die Hafenstraße an die geplante, aber noch nicht errichtete Bahnanlage verlegt werden muss.“ Die Kosten dafür würde der Investor tragen, wenn die Verträge mit der Gemeinde zustande kommen. Der Grünausgleich für zusätzliche Bebauung würde an anderen Stellen im GVZ und in der näheren Umgebung erfolgen. „Eine landesplanerische Voranfrage ist positiv beantwortet worden“, sagte Vize-Bürgermeisterin Petra Guhr.

Trotzdem tauchten im Wustermarker Bauausschuss und in der Gemeindevertretersitzung Bedenken auf. Christian Heideklang, sachkundiger Bürger und Mitglied des Ortsbeirates Buchow-Karpzow, wunderte sich, dass ein Hochregallager von 34 Metern in „nur 400 Metern Abstand zu den ersten Häusern in Dyrotz“ stehen soll und stellte fest: „Wenn jetzt dort ein Zwischenlager für Erdstoffe ist und später ein Verteilzentrum für Waren entstehen soll, wird doch der Lärmpegel größer.“

Planer Werner Klinge versuchte zu entkräften: „Es dürfen durch die Neuansiedlung keine neuen Konflikte entstehen. Das heißt, die Lärmemission wird eingehalten.“ Auf die Notwendigkeit eines 34 Meter hohen Regellagers von Ausschussmitglied Thomas Karrei angesprochen, sagte der Planer, dass das für die Pläne des Investors wohl eine Voraussetzung sei. Ingeborg Kalischer von den Grünen regte am Dienstagabend an, das Hochregallager doch teilweise unterirdisch anzulegen, „weil sowieso ein Bodenaustausch erfolgen müsse“. Das jedoch fand keine Mehrheit.

Aus Sicht der Wustermarker Gemeindeverwaltung ist die mögliche Ansiedlung eines weiteren Unternehmens im GVZ aus mehrfacher Sicht zu begrüßen: Der Grundstücksverkauf spült viel Geld in die Gemeindekasse, ebenso spätere Gewerbesteuern. Außerdem sollen im neuen Waren-Verteilzentrum 400 bis 500 Arbeitsplätze entstehen.

Von Jens Wegener

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