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Lothar Heldmann feiert 80. Geburtstag

Der Reiseonkel aus Rathenow Lothar Heldmann feiert 80. Geburtstag

Er hat fast die ganze Welt gesehen – und wer kann das schon von sich behaupten? Und er hat seine Reisen in eindrucksvollen Fotoserien dokumentiert. Heute wird Lothar Heldmann 80 Jahre. Den Geburtstag nimmt die Kreisvolkshochschule zum Anlass, um eine Ausstellung mit Bildern von Heldmanns Reisen zu präsentieren.

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Lothar Heldmann (rechts) wird heute 80 Jahre alt.

Quelle: Christin Schmidt

Rathenow. Lothar Heldmann hat fast die ganze Welt gesehen. Wer kann das schon von sich behaupten? In 60 Jahren bereiste der Rathenower über 100 Länder dieser Erde. „Landschaften und Menschen dieser Erde“ ist daher die Ausstellung betitelt, die aus Anlass des 80. Geburtstages von Lothar Heldmann eröffnet wird. Die Ausstellung in der VHS-Regionalstelle Rathenow wird am Mittwoch, 2. März um 10 Uhr offiziell eröffnet.

Landschaften und Menschen

Auf seinen Reisen hat sich Lothar Heldmanns immer die ungewöhnlichen und einzigartigen Landschaften und die Menschen vor die Kamera geholt. Und mit seinem Ehrentag an diesem Montag hat Lothar Heldmann noch lange nicht genug. Er will auch in Zukunft reisen und seinem treuen Stammpublikum spannende Berichte und Bilder aus allen Winkeln der Erde präsentieren. Tatenlustig gibt er zu Protokoll: „Ich war noch nicht in Indien und Alaska“.

Erst Lehre, dann Ingenieurstudium

Geboren im Jahr 1936 war Lothar Heldmann noch ein „Friedenskind“, musste dann aber den Krieg bis zum bitteren Ende erleben. Bei den Kampfhandlungen um Rathenow konnte die Familie aus dem brennenden Haus nur das nackte Leben retten. Der Vater kam erst aus der Kriegsgefangenschaft zurück, als Heldmann zehn Jahre alt war.

Nach Schulzeit und Abitur musste Lothar Heldmann sich kurzfristig eine Lehrstelle suchen, denn er hatte den Dienst bei der Kasernierten Volkspolizei abgelehnt, so dass seine Bewerbung zum Medizinstudium abgelehnt wurde. Die Lehre zum Kessel- und Apparateschlosser mündete dann aber in ein Ingenieurstudium. Lothar Heldmann arbeitete mehrere Jahrzehnte in der Konstruktion und der Projektierung und schließlich als Leiter einer Projektierungsabteilung im Chemiefaserwerk Premnitz.

Schon mit 14 Jahren unterwegs

Mit der Abwicklung seines Betriebes nach 1989 wurde Lothar Heldmann mit der Vollendung des 60. Lebensjahres Rentner. Schon vorher reiste Lothar Heldmann durch die Welt. Er ist seit 54 Jahren mit Ehefrau Friedel Heldmann verheiratet, die ihn auf vielen Reisen begleitete. Mit ihr hat er zwei Kinder und zwei Enkelkinder.

Die Zahl 80, eigentlich kann er noch gar nicht realisieren. „Ich habe keine Torschlusspanik. Ich frage mich, was kann ich noch schaffen, welche Reisen kann ich noch unternehmen?“ Bestimmte Abenteuer-Touren sind deshalb nicht mehr auf dem Programm.Der Reisebazillus überfiel Heldmann bereits, als er 14 Jahre alt war. „Da unternahm ich mit einigen Kumpels eine zweiwöchige Fahrradtour in den Harz. Geschlafen haben wir in Scheunen.Und in dieser Zeit begann ich mit der Fotografie.“

Viel Sport und kein Fernseher

In der Volkshochschule ist Heldmann mit seinen Vorträgen Stammgast. Seinen ersten öffentlichen Vortrag hielt er 1974 über die Urania. „Meinen ersten Vortrag in der Volkshochschule hielt 1993, dieser fand in der ehemaligen Galerie in der Goethestraße statt und es erschienen vier Leute.“ Aber das war nur der Beginn, Der zweite Vortrag – über die USA – war so gut besucht, dass er wiederholt werden musste. Insgesamt gibt es von Heldmann 119 Vorträge.

Was ist das Geheimnis, um in dem Alter noch so fit zu sein? „Ich gehe immer positiv an das Leben ran. Mein Leitspruch: Wenn mir das Wasser bis zum Halse steht, darf ich den Kopf nicht hängen lassen.

Und Heldmann hält sich fit. Jeden Tag legt er 30 bis 50 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Und noch ein Geheimnis verrät Heldmann zum Schluss: „Ich habe keinen Fernseher, ich höre Radio. Erst wenn ich selbst nicht mehr reisen kann, dann schau’ ich mir die Welt da draußen durch den Fernseher an. Bis dahin fahre ich noch selber hin.“

Von Joachim Wilisch

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