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Lümmeltüten werden an Schulen verteilt

Prävention gegen Aids und ungewollte Schwangerschaften Lümmeltüten werden an Schulen verteilt

Was den Erstklässlern ihre Schultüten, das sind den Schülern der zehnten Klassen ihre Lümmeltüten. Darin enthalten sind Informationen zu Beratungsabgeboten im Havelland zu HIV und Aids, sexuell übertragbaren Infektionen und Schwangerschaft, eine kleine Broschüre zum Thema Verhütung – und ein Kondom, diskret verpackt als Schlüsselanhänger.

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Verteilung der Lümmeltüten in der Oberschule Falkensee.

Quelle: Philip Häfner

Falkensee. Was den Erstklässlern ihre Schultüten, das sind den Schülern der zehnten Klassen ihre Lümmeltüten. Darin enthalten sind Informationen zu Beratungsabgeboten im Havelland zu HIV und Aids, sexuell übertragbaren Infektionen und Schwangerschaft, eine kleine Broschüre zum Thema Verhütung – und ein Kondom, diskret verpackt als Schlüsselanhänger.

„Wir predigen immer wieder, das Kondom nicht ins Portemonnaie oder in die Hosentasche zu stecken, weil es dort kaputt gehen kann“, sagte Zuzanna Paduch vom Gesundheitsamt des Landkreises, als sie am Montag in der Oberschule Falkensee die ersten Gummis verteilte. Bei den Schülern kam das Angebot gut an: „Wenn jemand sein Kondom nicht braucht, dann kann er es mir geben“, rief einer. Seine Mitschüler staunten bloß: „Wie viel Sex willst du denn haben?“

Die Lümmeltüten sind eine gemeinsame Aktion aller Brandenburger Gesundheitsämter und der Aids-Hilfe Potsdam, die in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal stattfindet. Im Havelland beteiligen sich mit einer Ausnahme alle weiterführenden Schulen an der Aktion, insgesamt 1700 Schüler werden angesprochen. Das Gesundheitsamt verteilt an den Schulen aber nicht bloß die Kondome, sondern führt dort zudem Präventionsveranstaltungen durch. „Prävention statt Babyklappe“, nannte das Amtsarzt Erich Hedtke.

„Viele Jugendliche sind zu HIV und Schwangerschaft gut informiert, doch bei anderen sexuell übertragbaren Infektionen gibt es Wissenslücken“, berichtete Sabine Frank von der Potsdamer Aids-Hilfe. „Eine frühe Diagnose der HIV-Infektion sichert ein langes Leben“, sagte sie.

2014 gab es in Brandenburg 62 Neu-Infektionen mit HIV, in diesem Jahr waren es bislang mindestens 38. „Jede einzelne ist eine zu viel“, sagte Andreas Wieling von der Krankenkasse IKK, die dieses Mal erstmals die Kondome in den Lümmeltüten sponserte. Das Motiv auf den Tüten stammt übrigens von einer Schülerin aus dem Havelland, die vor einigen Jahren das Oberstufenzentrum in Nauen besucht hat.

Von Philip Häfner

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