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Havelland Von Strandkörben und Enkelkindern
Lokales Havelland Von Strandkörben und Enkelkindern
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15:59 23.09.2015
Die Kandidaten im persönlichen Kreuzverhör. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

Ziemlich persönlich wurde es in einer kleinen Fragerunde, in der die fünf Falkenseer Bürgermeisterkandidaten vorgestellt wurden. Barbara Richstein antwortete als erste auf die Frage nach ihrem Lieblingsort in Falkensee: „Da habe ich nicht nur einen“, sagte sie und zählte Falkenhagener See und Neuen See auf und den Sportplatz ihres Fußballvereins an der Leistikowstraße. Das „schönste Erlebnis in ihrem Leben“ habe sie hoffentlich noch vor sich, sagte die Juristin, nämlich am 27. September. Und vor die Alternative gestellt, was ihr wichtiger sei: eine persönliche Marathon-Bestzeit am Sonntag in Berlin oder der Klassenerhalt der FF-Fußballer?, sprach sie sich für die Kicker aus. Mit einer Bestzeit rechne sie nämlich nicht, der Wahlkampf hatte doch ein wenig Zeit zum Training gelassen.

Nach ihr verriet Andreas Breinlich seinen Falkenseer Lieblingsort, nämlich die Gegend rund um den Lindenweiher. Breinlich ist in Falkensee aufgewachsen. Das schönste Erlebnis seines Lebens sei für ihn ganz klar die Geburt seiner Kinder.

Eine Antwort, die nach ihm auch die drei folgenden Kandidaten gaben, ohne sich abgesprochen zu haben, denn jeder wurde einzeln vor dem Publikum befragt und kannte nicht die Antworten seiner Vorgänger. Aber die Geburt der Töchter und Söhne war das schönste und wichtigste in ihrem Leben.

Die Spezialfrage

Eine Spezialfrage richtet sich an Andreas Breinlich, der einst die Lotto GmbH Brandenburg leitete, und zwar die nach seinem größten Lottogewinn. Ein Jackpot war es nicht, aber doch rund 5000 D-Mark, die er für seine Kinder eingesetzt hat.

Am kommenden Sonntag wird in Falkensee ein neuer Bürgermeister gewählt. Das Ergebnis wird mit Spannung erwartet. Am Dienstagabend haben sich die fünf Kandidaten beim MAZ-Wahlforum Fragen zu heiß diskutierten Themen in der Gartenstadt und einer Publikumswahl gestellt.

Um Geld ging es auch bei Norbert Kunz. Die MAZ wollte wissen, was die teuerste Flasche Rotwein gekostet hat, die er sich je gegönnt hat. Die Antwort kam prompt: „42,50 Euro.“ Es war ein italienischer Barolo, gar nicht im Urlaub, wie zu vermuten sei, sondern zum Abitur seiner Tochter. Und dass man bei Norbert Kunz Genussfähigkeit vermuten darf, wurde auch bei der Frage nach dem Lieblingsort deutlich: „Sitzen in einem Strandkorb am See oder im Café Wenzel bei türkischer Torte“.

Und da musste das Publikum dann doch lachen, als Ursula Nonnemacher als ihren Lieblingsort bekannte: „Strandkorb.“ Der steht in ihrem Garten und wurde ihr zu ihrem 50. Geburtstag geschenkt. Die Frage nach ihrer größten Umweltsünde zeigte auf das Dilemma der schlechten Verbindung zwischen Falkensee und Potsdam, wenn es um öffentliche Verkehrsmittel geht. Die grüne Landtagsabgeordnete muss deshalb mehr mit dem Auto fahren als es ihrem Gewissen lieb ist.

Bürgermeister Heiko Müller kennt Falkensee seit 56 Jahren, sein Lieblingsort ist: „Zuhause.“ Wenn er mit der Familie zusammen ist, vor allem, wenn die Enkelkinder da sind. Eine sportliche Frage richtete sich an ihn, der einst im Handball als Sportler, Trainer und Schiedsrichter sehr aktiv war: „Leiden Sie mit den Fußballern von FF, die so schlecht sind wie lange nicht?“ Aber Müller sagt: „Nein.“ Mitleid wäre das falsche Wort, denn der letzte Tabellenplatz hat doch auch eine Chance: „Man kann nur besser werden.“

Peinliches,Geschätztes,Gesendetes

Oh wie peinlich“, Doreen Busch lachte laut und herzhaft. Die Falkenseer Stadtverordnete war die erste, die am Dienstagabend die Aula der Kantgesamtschule betrat. Sie hatte freie Platzwahl und wählte mutig die erste Reihe.

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Die Teilnehmer des MAZ-Forums konnten an einer Saalwahl teilnehmen, nicht jeder nutzte das Angebot, immerhin: Die Wahlbeteiligung lag bei dieser Stimmabgabe bei mehr als 80 Prozent. „Mit welcher Wahlbeteiligung rechnen Sie am Sonntag?“, wollte der Falkenseer Bernhard Meyer von den fünf Kandidaten wissen. Die pendelten sich mit ihren Prognosen unter den 50 Prozent ein. „Höher als vor acht Jahren“, wagte sich Andreas Breinlich noch aus der Deckung. Damals hatten 44 Prozent der Wähler ihre Stimme abgegeben.

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Mit „Oh, nee“-Gestöhne aus dem Publikum wurden zwei Äußerungen der Bürgermeisterkandidatinnen bedacht. Einmal Barbara Richstein mit ihrer Wahlrhetorik: „Schluss mit der Basta-Politik“ und Ursula Nonnemacher, als sie eine Antwort mit einem lateinischen Zitat begann – dieses dann aber für die vielen Nicht-Lateiner im Saal übersetzte.

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Mit Wohlwollen wurde dagegen der kulinarische Vergleich von Norbert Kunz aufgenommen, als er mögliche Stichwahlkonstellationen kommentierte. Er wünschte sich eine Stichwahl Nonnemacher-Kunz, das wäre wie Chili und Paprika, wie Würstchen mit Senf oder Kassler mit Sauerkraut. Aber die „Scheininszenierung“ Müller-Richstein wäre wie Apfelmus und Birnenkompott.

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Dass während der gesamten Veranstaltung in der Falkenseer Kantschule kein Handyklingeln zu hören war, lag nicht etwa daran, dass die Gäste vorbildlich alle Mobiltelefone ausgeschaltet hatten. Vielmehr lag es am zeitweise gänzlich fehlenden Empfang in der Mensa. Dumm gelaufen für die aktuelle Berichterstattung der MAZ könnte man sagen, aber weit gefehlt. Bereits ein Schritt aus dem Schulgebäude an die frische Luft bewirkte Wunder. Voller Empfang und eine nette Steintreppe, auf der es sich gut arbeiten ließ.

Von Marlies Schnaibel

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