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MAZ-Schulreporter besuchen 2016 Amazon

Brieselang: 270 Aushilfen fürs Weihnachtsgeschäft gesucht MAZ-Schulreporter besuchen 2016 Amazon

Karsten Müller (38) ist Standortleiter bei Amazon in Brieselang. Das Logistikzentrum beteiligt sich im Frühjahr 2016 am Projekt MAZ Schulreporter. Die MAZ sprach mit ihm über den Stellenwert von Medien, das MAZ-Projekt und das bevorstehende Weihnachtsgeschäft.

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Standortleiter Karsten Müller sucht noch 270 Mitarbeiter für die Weihnachtszeit.

Quelle: Amazon

Brieselang. Karsten Müller (38) ist Standortleiter bei Amazon in Brieselang. Das Logistikzentrum beteiligt sich im Frühjahr 2016 am Projekt MAZ Schulreporter.

MAZ : Herr Müller, beim Schulreporter-Projekt lesen wieder mehrere hundert Grundschüler im Havelland und Oberhavel vier Wochen lang die MAZ. Lesen Sie täglich Zeitung?

Karsten Müller : Ich lese tatsächlich jeden Tag zehn bis 20 Minuten Zeitung, also die echte aus Papier, obwohl Online-Infos für mich auch einen hohen Stellenwert haben, gerade was die Region und meine Arbeit betrifft.

Finden Sie es wichtig, dass Kinder mit einer Tageszeitung aufwachsen.

Müller : Ich finde es wichtig, dass Kinder wissen, was um sie herum passiert. Das Medium ist dabei nicht der ausschlaggebende Punkt. Vielmehr haben Eltern eine Verantwortung die Nachrichten zu erklären und für ihre Kinder verständlich zu machen.

Wie kam es zu der Entscheidung, neben Firmen, wie Takeda oder Fielmann am MAZ-Schulreporter-Projekt teilzunehmen.

Müller : Wir wollen die Lese- und Schreibfähigkeiten der Schüler fördern. Mit ihren selbst verfassten Geschichten erzählen sie dem Leser alltäglich Erlebtes und können die heute so wichtige Medienkompetenz erlernen. Außerdem haben wir bereits in diesem Jahr gute Erfahrungen mit unserem Initiativprojekt „Lesen macht Spaß“ gemacht. Das MAZ-Projekt wird spannend und eine neue Herausforderung für uns, vor allem im Bezug auf den Unternehmensbesuch.

Apropos Unternehmensbesuch – was haben sie für die Grundschüler geplant?

Müller : Natürlich wird es eine Führung über das Betriebsgelände geben. Wir werden versuchen den Kindern die kleinen Detailprozesse zu erklären, die es in einem Logistikunternehmen einfach gibt. Wir hoffen , dass wir sie so für Logistik begeistern können und ihnen erklären können, dass die Arbeit zwar komplex, jedoch logisch ist.

Was können die Schüler bei einem Besuch im Brieselanger Standort entdecken?

Müller : Wir lagern bei uns Artikel des täglichen Bedarfs von der Autopolitur bis zur Zahnbürste auf rund 65 000 Quadratmetern, also etwa zehn Fußballfeldern. Da gibt es eine Menge zu sehen. Vor allem so kurz vor der Weihnachtszeit sind die Regale mit Millionen von Artikeln, darunter natürlich auch vielen Büchern und Spielsachen, bestückt.

Stimmt – Weihnachten steht vor der Tür. Wie viele Mitarbeiter sind denn derzeit am Standort Brieselang beschäftigt?

Müller : Aktuell beschäftigen wir 734 Mitarbeiter. Die Weihnachtszeit ist die wichtigste Zeit des Jahres, in der so viele Pakete gepackt und verschickt werden, wie nie. Wir haben daher schon rund 200 Mitarbeiter dafür eingestellt, suchen aber noch rund 270 Aushilfskräfte, die uns bis Ende des Jahres unterstützen und das für ganz unterschiedliche Bereiche: Vom Wareneingang, bis zum eigentlichen Versand der Ware. Wir erwarten keine speziellen Vorkenntnisse: Jeder neue Mitarbeiter wird in seine Aufgaben eingearbeitet. Für die Arbeit in der Logistik sollte man in guter körperlicher Verfassung sein und natürlich auch Lust auf die Arbeit haben.

Sie suchen noch 270 Mitarbeiter. Ist es schwierig, welche zu finden?

Müller : Aufgrund des Arbeitsmarkts in der Region ist es schon eine Herausforderung, denn es gibt kaum Arbeitslose. Wir orientieren uns daher auch nach Berlin. Für die Hochsaison von Oktober bis Ende Dezember haben wir sogar extra Buslinien eingerichtet, die es Amazon-Mitarbeitern möglich machendirekt aus Brandenburg/Havel, Berlin-Mitte oder Spandau an unseren Standort zu gelangen – und zwar kostenlos. So möchten wir Menschen gewinnen, die nur eingeschränkt mobil sind. Unsere Saisonarbeitskräfte erhalten das gleiche Gehalt wie Festangestellte. Der Einstiegslohn liegt bei 10 Euro brutto, dazu kommen zusätzliche Leistungen wie ein Bonus bis zu 12 Prozent des Lohns und eine Gesundheitsprämie von bis zu 74 Euro im Monat.

Gab es schon Gespräche über die mögliche Beschäftigung von Asylsuchenden?

Müller : Erst kürzlich haben wir uns mit der Willkommensinitiative Brieselang zusammengesetzt. In ersten Gesprächen sind viele realistische Ideen entstanden, die in Zukunft noch vertieft werden müssen. Konkret ist bislang aber noch nichts. Wir haben der Arbeitsagentur früh signalisiert, dass wir Flüchtlinge bei entsprechender Qualifikation gerne bei uns arbeiten lassen würden. Dafür muss es allerdings die rechtlichen Voraussetzungen geben, hier ist nun der Gesetzgeber gefragt. Im Übrigen arbeiten schon jetzt Menschen aus über 150 Nationen in unseren Logistikzentren.

Wie geht es mit den befristeten Arbeitskräften nach dem 31. Dezember weiter?

Müller : Alle Mitarbeiter, die für das Weihnachtsgeschäft eingestellt worden sind, haben einen befristeten Vertrag bis zum 31. Dezember. Das wird ganz offen kommuniziert. Dass sich einige Leute dann Gedanken darüber machen, ob es für sie nicht doch weitergehen könnte, ist klar. Darüber kann jedoch im Vorfeld noch nicht entschieden werden.

Im Februar haben Sie gesagt, Sie hätten das Ziel, bis Ende 2016 auf 1000 unbefristete Stellen zu kommen. Bleiben Sie dabei?

Müller : Ich bin stolz darauf, dass wir es geschafft haben den Standort Brieselang so gut im europäischen Logistiknetzwerk zu etablieren und seit 2013 rund 470 Mitarbeiter fest anzustellen. Wir bemühen uns, das genannte Ziel unter Berücksichtigung des aktuellen Arbeitsmarktes und unsere operativen Situation bis 2016 erreichen.

Von Laura Sander

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