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MAZ-Sterntaler: Das erste Geld ist da

Berge/Retzow MAZ-Sterntaler: Das erste Geld ist da

Der Retzower Glasermeister Michael Wolter spendete 100 Euro für eine neue Kutsche für den Jugendhof in Berge. Die Lokalredaktion ruft im Zuge der Weihnachtsaktion zu weiteren Spenden für die Einrichtung auf, in der psychisch beeinträchtige und benachteiligte Jugendliche betreut werden.

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Glaser Michael Wolter mit Azubi Maximilian Keber.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Berge/Retzow. Einen großen stabilen Kutschenwagen benötigt der Jugendhof Berge für seine weitere Arbeit. Allein kann die Einrichtung das Geld dafür aber nicht aufbringen. Deshalb unterstützt die MAZ-Lokalredaktion mit ihrer diesjährigen Weihnachtsaktion den Jugendhof dabei und ruft zu Spenden auf. Das erste Geld ist inzwischen auf dem Konto des Jugendhofes eingegangen, sagt Geschäftsführerin Gudrun Klinner.

100 Euro spendete Michael Wolter für den Kauf des Wagens. Der Glasermeister aus Retzow ist seit vielen Jahren immer mal in Berge. „Ich erledige dort hin und wieder Reparaturen, ersetze eine kaputte Scheibe“, sagt Wolter. Da kommt er auch mit Jugendlichen ins Gespräch. Einige, die schon länger da sind, kenne er. „Viele von ihnen haben ein schweres Leben. Es geht darum, sie auf den normalen Weg zurückzubringen“, so Wolter, der großen Respekt vor der Arbeit der Betreuer hat. Für ihn ist es deshalb selbstverständlich, dass er spendet, „weil ich weiß, wie sehr der Jugendhof unter Geldnot leidet“. Der Handwerker kann sich auch noch gut erinnern, als die frühere und mittlerweile verstorbene brandenburgische Sozialministerin Regine Hildebrandt den Jugendhof besucht hatte. „Die Euphorie, die sie für die Einrichtung ausgestrahlt hat, das war schon beeindruckend. Ich weiß auch noch, wie sie damals unbeirrt mit ihren Trittchen durch den Modder auf dem Hof gelaufen ist“, so Wolter schmunzelnd.

Der Glasermeister führt den Retzower Familienbetrieb seit 1996 mittlerweile in dritter Generation. Mehr als 80 Jahre besteht die kleine Firma jetzt schon, die auch zu DDR-Zeiten in Familienbesitz geblieben ist. Wolter, der einen Lehrling beschäftigt, hat seine Kundschaft vor allem im Havelland. Dann werden Fenster repariert oder auch große Spiegel in Neubauten eingebaut – unter anderem in der neuen Feuerwache in Falkensee. Zudem ist Michael Wolter als öffentlich bestellter Sachverständiger bei der Handwerkskammer Potsdam tätig.

Wenn Sie die MAZ-Sterntaler-Aktion unterstützen wollen, können Sie auf der Konto des Jugendhofes bei der MBS, Kennwort „Sterntaler“, einzahlen.

Von Andreas Kaatz

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