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Havelland Diese 5 wollen ins Falkenseer Rathaus
Lokales Havelland Diese 5 wollen ins Falkenseer Rathaus
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07:26 23.09.2015
Das Podium beim MAZ-Wahlforum in der Mensa der Gesamtschule Immanuel Kant. Quelle: Laura Sander
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Falkensee

Am Sonntag sind mehr als 32.000 Wahlberechtigte aufgefordert, über den Falkenseer Bürgermeister zu entscheiden. Fünf Kandidaten, darunter drei Polit-Promis, stellen sich zur Wahl. Die Wähler bestimmen über einen der begehrtesten kommunalpolitischen Jobs, den Brandenburg zu bieten hat. Denn wie kaum eine andere Stadt steht Falkensee für Wachstum, Zuzug, Speckgürtel-Aufstieg.

Das sind die Kandidaten

Diese fünf Kandidaten waren beim ersten Durchgang dabei. Jetzt sind noch Müller und Richstein übrig. Quelle: MAZ

– Mit Heiko Müller (lesen Sie hier ein ausführliches Porträt) (SPD) tritt der bisherige Amtsinhaber erneut an. Der 56-Jährige Ur-Falkenseer hatte 2007 die Wahl im ersten Wahlgang gewonnen, er löste Jürgen Bigalke ab, der in den Bürgermeister-Ruhestand ging.

– Für die CDU, inzwischen stärkste Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung, tritt Barbara Richstein (lesen Sie hier ein ausführliches Porträt)
an. Die Juristin und ehemalige Justizministerin des Landes Brandenburg ist Abgeordnete im Landtag und die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung.

– Bürgermeisterin will auch Ursula Nonnemacher (lesen Sie hier ein ausführliches Porträt) werden. Die Medizinerin ist seit Jahren für die Grünen in der Landes- und Kommunalpolitik unterwegs. Sie führte die Grünen im vergangenen Jahr im Landtagswahlkampf an und ist in Potsdam stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

– Mit Politik kennt sich auch Norbert Kunz (lesen Sie hier ein ausführliches Porträt) gut aus. Er tritt für die Linke an, der Partei gehört er seit mehr als fünf Jahren an. Aus Protest gegen die Bundespolitik der SPD hatte er genau diese damals verlassen. Zuvor hatte er viele Jahre im SPD-Parteivorstand und in der SPD-Bundestagsfraktion gearbeitet, davon sieben Jahre im Büro des ehemaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse.

– Eher wenig politische Erfahrung bringt Andreas Breinlich (lesen Sie hier ein ausführliches Porträt) mit. Er ist inzwischen Rentner, hatte in der DDR „Staat und Recht“ studiert und einige Jahre die Lotto GmbH Brandenburg geleitet. In Falkensee kandidiert er für die AfD, wegen eines schweren Unfalls konnte er bisher kaum persönlich in den Wahlkampf eingreifen.

So lief das Wahlforum am Dienstag – ein Rückblick

Etwa 160 Besucher haben sich die Chance nicht entgehen lassen, den fünf Kandidaten auf den Zahn zu fühlen.

Während der zweieinhalbstündigen Veranstaltung hatten MAZ-Leser die Gelegenheit haben eigene Fragen zu stellen. Frank Pawlowski, Geschäftsführer des Regionalverlages „Havelland“ der MAZ, und MAZ-Redaktionsleiter Stefan Kuschel moderierten den Abend.

Die Besucher waren außerdem aufgerufen, bei einer Saal-Wahl ihre Probe-Stimme abzugeben. Stimmzettel wurden im Laufe des Abends ausgegeben und eingesammelt.

Vorstellung der Kandidaten

Zunächst drehte sich alles um die Kandidaten persönlich. Was war ihr schönster Moment in Falkensee? An welchem Ort in der Stadt sind sie am liebsten? Bis auf Barbara Richstein (CDU) waren sich alle Kandidaten einig: Die Geburt ihrer Kinder war das schönste und wichtigste Ereignis ihres Lebens. Auch in der Wahl ihres Lieblingsortes sind fast alle der gleichen Meinung: Zuhause bei der Familie, im eigenen Wohngebiet oder am Falkenhagener See ist es einfach am schönsten. Eine kleine Überraschung ist angekündigt. Außerdem schätzten die Kandidaten ihr persönliches Ergebnis der Saal-Wahl ein.

Das Publikum folgte interessiert dem Schlagabtausch. Quelle: Laura Sander

Heftiger Schlagabtausch – vor allem zwischen CDU und SPD

Nachdem sich die Kandidaten mit Fragen nach Nachhaltigkeit und Bürgerbefragungen beschäftigt hatten, gingen die Diskussionen erst richtig los. Die Themen Bau der Nordumfahrung, eine S-Bahnanbindung für die Gartenstadt oder der Bau eines Hallenbades sind schon lange und intensiv in der Stadt diskutiert worden. Auch die Kandidaten lieferten sich einen Schlagabtausch. Zu Beginn der Fragerunde noch relativ ruhig und besonnen, kippte die Stimmung recht schnell.

Die Gesichter wurden ernster, die Leichtigkeit, die die persönlichen Fragen der Runde anfänglich verliehen hatten, verflog schnell. Vor allem zwischen den beiden Favoriten Barbara Richstein (CDU) und Amtsinhaber Heiko Müller (SPD) ging es heiß her. Nach der angekündigten Überraschung, einer einminütigen Wahlkampfrede, die alle Kandidaten, mit Ausnahme von Andreas Breinlich (AfD), in punktgenau 60 Sekunden gekonnt hielten, gingen die beiden Moderatoren zur Fragerunde aus dem Publikum über.

Viele interessierte Falkenseer richteten ihre Fragen an die Kandidaten für das Amt des Falkenseer Bürgermeisters. Ließ sich einer der Kandidaten oder ein Fragender aus dem Publikum zu lange Zeit intervenierten entweder die Moderatoren oder Besucher die ebenfalls darauf warteten ihre Fragen zu stellen. Die Zeit ist schließlich begrenzt.

Publikumswahl

Das Publikum konnte am Dienstag schon einmal probehalber den Bürgermeister wählen. Quelle: Laura Sander

Vor allem interessierten konkrete Themen zu Straßenzügen, Ampelschaltungen, Baumschutz, dem Stadtzentrum, der Unterbringung von Flüchtlingen sowie der Sicherheit in der Stadt. Aber auch die Frage zur Nachhaltigkeit der Bürgerbeteiligungspolitik während und nach der Wahl erregte die Gemüter im Saal. Sowohl die Kandidaten, als auch einzelne Zuhörer führten immer wieder Monologe und mussten von Moderator Stefan Kuschel zur Kürze ihrer Aussagen angehalten werden.

Ergebnis der Wahl beim MAZ-Wahlforum

Als Abschluss des MAZ-Forums erfolgte die Verkündung der Saal-Wahl-Ergebnisse.

Als Gewinner der Saal-Wahl ging Amtsinhaber Heiko Müller hervor. Seine geschätzten 30 Prozent wurden mit 30,8 Prozent knapp übertroffen. Barbara Richstein, die ihr Ergebnis im Vorfeld auf 32 Prozent geschätzt hatte, erlangte 22,6 Prozent, ebenso wie Ursula Nonnemacher. Norbert Kunz erreichte 12,3 Prozent, Andreas Breinlich 6,8 Prozent. Insgesamt wurden im Saal 146 Stimmen abgegeben. Natürlich kann die Saal-Wahl nicht als repräsentativ für die Wahl am Sonntag gesehen werden. Es bleibt also weiterhin spannend.

Von MAZonline

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