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Havelland „Märkische Dichterstraße“ kommt aus Premnitz
Lokales Havelland „Märkische Dichterstraße“ kommt aus Premnitz
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20:15 02.06.2016
Vereinsvorstandsmitglied Michael Schönberg mit der ersten Dichterstraßen-Tafel. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Das Land Brandenburg soll eine schöne, neue und ziemlich lange Straße bekommen. Sie wird nicht wirklich aus Steinen bestehen, aber trotzdem von Premnitz aus „gepflastert“ werden. Der Kulturförderverein Mark Brandenburg hat seinen Sitz, der lange in Görne war, in die kleine Industriestadt an der Havel verlegt. Unter Leitung seiner neuen Vorsitzenden Johanna Leu, die vor drei Monaten erst gewählt worden ist, schickt der Verein sich nun an, sein altes Lieblingsprojekt umzusetzen, das lange Zeit vor sich hin geschlummert hatte. Die Rede ist von der Märkischen Dichterstraße, die „nur“ ein Fantasiegebilde ist, aber in der Wirklichkeit verschiedenste Orte in der Mark Brandenburg verbinden soll, die für die oder in der Literatur eine Rolle spielten.

Die erste Tafel soll am Sonnabend in Bohsdorf (Landkreis Spree-Neiße) beim Hoffest des Erwin-Strittmatter-Vereins übergeben werden und dort eine Wand von Strittmatters berühmten Laden zieren. „Das wird ein historischer Moment“, frohlockt der dort tätige Hagen Rittel, auch als Nachtwächter Kulke zu Spremberg bekannt. „Strittmatters Laden wird die erste markierte Station der neuen Dichterstraße des Landes Brandenburg sein, die sich an Vorbildern wie zum Beispiel der Schwäbischen Dichterstraße orientieren kann.“

Orientierung für Literaturliebhaber und einfache Reisende

Sie solle künftig eine touristische Orientierung für Literaturliebhaber sein, Reisende auf einfache Art mit Geburts- oder Wirkungsstätten von Poeten, Poetinnen und Schriftstellern und Schriftstellerinnen bekannt machen oder auch auf Aktionskreise literarischer Figuren hinweisen. Große Namen wie von Kleist, Brecht, Fontane, Tucholsky oder Strittmatter, erklärt Hagen Rittel, sollen durch die neue Dichterstraße auch verknüpft werden mit teils nur Eingeweihten vertrauten Literaten wie Schmidt von Werneuchen, Klaus Herrmann in Guben oder Tamara Ramsey, die der Prignitz mit „Die kleine Dott“ ein Denkmal gesetzt habe.

„Endlich wird die Märkische Dichterstraße mit Leben erfüllt“, freut sich Michael Schönberg, Vorstandsmitglied des Kulturfördervereins Mark Brandenburg. Nachdem der Vereinsgründer und langjährige Vorsitzende Werner Bader im Oktober 2014 starb, hatte er als vormaliger Stellvertreter die Leitung des Vereins übernommen. Wegen zahlreicher anderer Verpflichtungen hatte Michael Schönberg aber immer versucht, schnell einen neuen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende zu finden – was ihm mit Johanna Leu dann auch gelang. „Sie kann das hervorragend“, lobt er, „und mit der Dichterstraße geht sie jetzt das wichtigste Vorhaben an.“

Die Märkische Dichterstraße

Die Märkische Dichterstraße ist eines der Hauptprojekte des Kulturfördervereins Mark Brandenburg, der seit wenigen Monaten seinen Sitz in Premnitz hat.

Werden soll sie eine Orientierung für Literaturliebhaber, aber auch einfache reisende „Laufkundschaft“. Erstellt wird eine Übersichtskarte mit Erklärungen.

Geplant sind vorerst rund 30 Orte im ganzen Land Brandenburg, die mit der Tafel der Märkischen Dichterstraße gekennzeichnet werden.

Der Plan des Kulturfördervereins sei, erklärt er, nach und nach mehr als 30 Orte mit Dichterstraßen-Tafeln zu kennzeichnen. Als Begleitmaterial dazu solle eine touristische Übersichtskarte entstehen, die Adressen, Öffnungszeiten und andere wichtige Informationen enthält. Der Projektentwurf dazu stamme von Hagen Rittel. Am 10. Juni werde der Vorstand des Kulturfördervereins das nächste Mal tagen und darüber beraten, welche Stationen als nächste in die Dichterstraße aufgenommen werden sollen.

Zum Auftakt wird aber erst einmal am Sonnabend Renate Brucke, Vorsitzende des Strittmatter-Vereins, in Bohsdorf aus den Händen von Johanna Leu die erste Tafel entgegen nehmen, um sie am ehrwürdigen Laden festmachen zu lassen.

Von Bernd Geske

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