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Märkische Faser erstmals über 500 Beschäftigte

Premnitz Märkische Faser erstmals über 500 Beschäftigte

Eberhard Brack, geschäftsführender Gesellschafter der Märkischen Faser GmbH, hat im Wirtschaftsausschuss der Stadt Premnitz über die aktuelle Lage im Unternehmen berichtet. Dabei teilte er mit, dass es zusammen mit seiner Schwesterfirma IKV erstmals die Grenze von 500 Beschäftigten überschritten hat. Vor einem Jahr waren es 484, jetzt sind es 525.

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Eberhard Brack (stehend) hat im Wirtschaftsausschuss die Märkische Faser GmbH vorgestellt.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. „Wir sind breit aufgestellt und gut positioniert im Markt.“ Eberhard Brack, geschäftsführender Gesellschafter der Märkischen Faser GmbH, hat im Wirtschaftsausschuss der Stadt Premnitz über die aktuelle Lage der Unternehmensgruppe berichtet. Mit Sätzen wie dem oben zitierten machte er seinen Zuhörern zweifelsfrei klar: Es geht der Firma prima.

Nur am Rande erwähnte der Chef eher beiläufig die aktuelle Zahl der Beschäftigten, die Kenner aufhorchen ließ. Bei der Märkischen Faser GmbH (400) und ihrer gleich nebenan liegenden Schwesterfirma Innovative Kunststoffveredlung (IKV, 125) sind nunmehr 525 Menschen in Lohn und Brot. Vor einem Jahr waren es noch 484, jetzt sind es über 500 und das Premnitzer Firmen-Duo hat damit seinen Rang als zweitgrößter gewerblicher Arbeitgeber im Westhavelland weiter ausgebaut. Die meisten Beschäftigten sind aus der Region.

Premnitzer Unternehmen macht 80 Millionen Euro Umsatz im Jahr

Von großen Beschäftigtenzahlen wolle er nicht so vordergründig reden, erklärte Eberhard Brack, weil aus unternehmerischer Sicht mehr Dinge wie die Qualität der Produktion, das Kostenmanagement und die Innovationsfähigkeit wichtig seien. Die gesamte Glaeser-Gruppe, zu der die Märkische Faser seit 2002 gehört, teilte er mit, verbuche 110 Millionen Euro Umsatz im Jahr, 80 Millionen davon mache das Premnitzer Unternehmen.

Als „Rückgrat“ der Produktion in Premnitz bezeichnete er die Herstellung von neuen Fasern. Diese erfolgt aus erdölbasierten Stoffen und die Fasern können für Bekleidung verwendet werden. Hinzu gekommen ist vor einigen Jahren die Produktion von Recyclingfasern. Diese werden aus geschredderten Kunststoffflaschen hergestellt. Als neuen Ansatz beschrieb Eberhard Brack hier, dass die Premnitzer Firma aus gebrauchter oder nicht mehr verkäuflicher Bekleidung den Faserkunststoff wieder herauslösen, recyceln und zur erneuten Faserproduktion bereit stellen kann. Stichwort Nachhaltigkeit. Man sei im Gespräch mit verschiedenen Partnern.

Recycelte Kunststoffe für Filtration, Autositze, Verdecke und Vlies

Die IKV liefert recycelte Kunststoffe für die Herstellung von technischen Textilien für Filtration, Schläuche, Schlauchummantelungen und Geotextilien. Im Automobilbereich können Innenverkleidungen, Sitze, Gurte und Verdecke hergestellt werden. Auch Vlies und Windeln sind ein Thema.

Als den Bereich mit dem größten Innovationsanteil nannte Eberhard Brack das Gebiet Masterbatch. Das sind Spezial-Additive für die Herstellung von Kunststoffen. Je nach Kundenwunsch würden in das Produkt gleich bestimmte Eigenschaften mit hinein gegeben. Das könnten schwere Entflammbarkeit, geringe Schrumpfung, antibakterielle Wirkungen oder Farbstoffe sein. Früher seien erst die fertigen Fasern gefärbt worden, erklärte der Chef. Durch die Technologie der Märkischen Faser würden die Farbstoffe gleich in den Kunststoff hinein gegeben. Das schone die Umwelt und spare Energie. Als „großes Thema“ nannte Eberhard Brack Smart Textilien. Das ist Funktionsbekleidung, in die Sensoren eingearbeitet werden. In dem Bereich wollte das Unternehmen dabei sein, wenn sich die Entwicklungen vollziehen.

Von Bernd Geske

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