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Mäßige Prognose für Gaststätte am Strandbad

Schönwalde-Siedlung Mäßige Prognose für Gaststätte am Strandbad

Noch steht nicht fest, wie die neue Gaststätte am Strandbad in der Schönwalder Siedlung aussehen wird. Es gibt zwar schon Pläne, doch deren Umsetzung ist an EU-Fördermittel geknüpft. Bereits jetzt wird aber deutlich, dass der Betrieb der Gaststätte eine Herausforderung werden dürfte.

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Anstelle der alten Gaststätte soll ein neues Lokal entstehen.

Quelle: Philip Häfner

Schönwalde-Siedlung. Noch steht nicht fest, wie die neue Gaststätte am Strandbad in der Schönwalder Siedlung aussehen wird. Es gibt zwar schon Pläne, doch deren Umsetzung ist an EU-Fördermittel geknüpft – falls die erhofften 300 000 Euro wegfallen, müsste wohl kleiner geplant werden, um die Kosten von derzeit knapp 1,1 Millionen Euro zu drücken. Unabhängig davon wird aber bereits jetzt deutlich, dass der Betrieb der Gaststätte eine Herausforderung werden dürfte.

Detlev Hammerschmidt von der Kubus Kommunalberatung und Service GmbH legte in der jüngsten Gemeindevertretersitzung eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung vor. Das Ergebnis: Um die Seegaststätte nachhaltig zu bewirtschaften, ist dem Experten zufolge ein jährlicher Betriebsumsatz von rund 300 000 Euro nötig. Geht man von 315 Tagen im Jahr aus, an denen das Lokal geöffnet ist, wären das rund 1000 Euro am Tag. „Da muss jemand richtig etwas auf die Beine stellen, ansonsten wird das Objekt nicht rentabel zu betreiben sein“, so Hammerschmidt. Dazu brauche es die nötige Erfahrung in der Gastronomie und zudem eine ausreichende Bonität, um die erwarteten Investitionen für den Betrieb in Höhe von mindestens 150 000 Euro zu stemmen. Ein Abriss des Gebäudes würde die Gemeinde 60 000 Euro kosten, ist aber politisch nicht gewünscht. Von der Gaststätte erhofft man sich eine touristische Entwicklung. Das Strandbad selbst wird auch ausgebaut.

Vier Varianten sind für die Seegaststätte denkbar: eine umsatzsteuerfreie oder eine umsatzsteuerpflichtige Verpachtung, jeweils mit oder ohne angeschlossener Wohnung. Am günstigsten ist laut Hammerschmidt eine umsatzsteuerpflichtige Verpachtung mit Wohnungsanteil – mit einer Rendite von 4,93 Prozent über 30 Jahre oder 0,16 Prozent jährlich. „Viel mehr bekommen sie heute bei anderen langfristigen Anlagen auch nicht“, sagte er. Wenn man jedoch die üblichen Risikofaktoren einkalkuliert, etwa einen Pächterwechsel oder höhere Baukosten, dann wirkt sich das negativ auf die Rendite aus. Dann läge diese bei minus 0,34 Prozent pro Jahr oder minus 10,23 Prozent über den Zeitraum von 30 Jahren. „Die Frage muss sich jeder stellen: Ist es Ihnen das als Gemeinde wert?“, so Hammerschmidt. Die Entscheidung darüber wurde zunächst vertagt. Am Dienstag, dem 6. Dezember, wird es dazu eine Sondersitzung der Gemeindevertretung geben.

Von Philip Häfner

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