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Havelland Mäßiger Sommer versaut die Badesaison
Lokales Havelland Mäßiger Sommer versaut die Badesaison
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00:20 27.08.2017
richtig voll waren die Freibäder in diesem Jahr nur selten – schuld war das miese Wetter. Quelle: Balzer
Havelland

Die Badesaison im Osthavelland fiel in diesem Jahr buchstäblich ins Wasser. „Für uns war es die schlechteste Saison seit acht Jahren“, sagt Stephan Preuß, Badebetriebsleiter im neu eröffneten Stadtbad Nauen.

Erst Anfang August wurde das komplett sanierte und umgebaute Freibad offiziell eröffnet, an seine Kapazitätsgrenzen kam es aufgrund des schlechten Wetters aber nicht. So gab es nur einen Tag, an dem rund 1000 Besucher kamen und das Team die Anlage auf Herz und Nieren testen konnte. „So konnten wir gut erkennen, was noch verbessert werden muss“, erklärt Preuß. Einige Besucher hätten Schwierigkeiten mit dem Kartenbestellen am Automaten. „Deshalb habe ich jetzt auch eine Bedienungsanleitung ausgehängt, die genau erklärt, wie man an seine Karte kommt“, so Preuß.

Zu beobachten sei auch, dass immer mehr Gäste aus Berlin den Weg nach Nauen finden. „Hier ist es einfach viel ruhiger und familiärer als in den vollen Freibändern in der Hauptstadt“, sagt Stephan Preuß. Viele Badelustige wüssten das zu schätzen. Noch bis zum 10. September ist das Stadtbad Nauen täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Etwas länger, nämlich bis zum 30. September, lädt das Strandbad am Nymphensee in Brieselang zum entspannten Schwimmen ein. Betreiberin Kristina Kablitz hofft derweil auf besseres Wetter für die letzte Ferienwoche, oder wenigstens ein oder zwei schöne Wochenenden, da dann erfahrungsgemäß nur noch wenige in Freibad gehen, „Die Kinder müssen dann wieder zur Schule und auch die Erwachsene haben andere Dinge um die Ohren als sich an den See zu legen“, sagt sie. Insgesamt hätte Kristina Kablitz auf diese Saison auch verzichten können. Wetterbedingt kamen viel zu wenig Besucher ins Bad. „Die Investitionen, die wir im Vorlauf dieser Saison getätigt haben, sind durch das schlechte Wetter nicht zum Tragen gekommen“, erklärt sie. So wurde unter anderem der Sandstrand mit neuem weißen Sand aufgefüllt.

Auch in Falkensee machte das wechselhafte Wetter der Gegefa, die das Falkenseer Waldbad betreibt, einen Strich durch die Rechnung. „Trotz durchgehend 25 Grad Wassertemperatur haben wir in diesem Jahr weniger Gäste gezählt als im vergangenen Jahr“, sagt Gegefa-Geschäftsführer Ralf Haase. Damit es noch ein gutes Freibadjahr werde, müsse sich das Wetter aus seiner Sicht um 180 Grad drehen. „Damit rechne ich aber ehrlich gesagt nicht mehr.“ Trotz Regens und kühler Temperaturen wurden die neu eingeführten Schwimmkarten von den Besuchern gut angenommen. „Wir mussten sogar regelmäßig welche nachdrucken“, so Haase. In Falkensee geht die Saison noch bis 31. August.

„In Ketzin haben sich die Besucherzahlen nach einem zarten Beginn dann doch noch gesteigert“, erklärt Michael Reppin von der Stadtverwaltung. Auch die in diesem Jahr neu geschaffene Möglichkeit, Kanus und Kajaks auszuleihen, sei gut angenommen worden, so Reppin. Bis zum 10. September hat das Strandbad noch geöffnet, so lange können auch weiterhin Kanutouren gebucht werden.

Genauso sehr, wie die missglückte Saison ärgert sich Kristina Kablitz in Brieselang derweil über die noch immer fehlende Rettungsstation am Nymphensee. Diese sollte eigentlich schon längst stehen und den Rettungsschwimmer der DLRG ein Zuhause bieten und gleichzeitig die Sicherheit am Badestrand erhöhen. „Wir haben inzwischen schon drei Aufstelltermine bekommen, passiert ist aber nie etwas“, sagt sie. Für die Mitarbeiter des Bades heißt es daher weiter, sie müssen selbst tätig werden, wenn ein Mensch in Gefahr ist.

„Erst vor zwei Wochen hat einer unserer Mitarbeiter wieder einen Menschen aus dem Wasser gerettet, der nicht mehr selbst ans Ufer zurückschwimmen konnte“, erzählt sie. Hauptproblem sei, dass sich viele Schwimmer auf dem See überschätzen würden und die Entfernungen nicht richtig wahrnehmen können. Ihre Mitarbeiter würden sich bei den Rettungsaktionen nicht nur selbst in Gefahr bringen, sondern müssten auch mit den emotionalen Folgen eines solchen Erlebnissen zurecht kommen. Die Rettungsstation sei daher längst überfällig.

Ein weiterer Vorschlag zur Verbesserung der Badesicherheit am Brieselanger Nymphensee ist die Einrichtung einer Schwimmzone. „Dann ist der Badebereich übersichtlicher und für die Rettungsschwimmer besser zu erreichen“, sagt Kablitz.

Von Danilo Hafer

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