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Havelland Magenverkleinerungen jetzt auch in Rathenow
Lokales Havelland Magenverkleinerungen jetzt auch in Rathenow
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00:26 26.12.2015
Chefarzt Stefan Lenz (2. von rechts) bei einer Operation. Man sieht: Magenverkleinerungen werden minimalinvasiv ausgeführt. Quelle: Havelland-Kliniken
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Rathenow

Wer an den Weihnachtstagen wieder einmal viel mehr essen sollte, als der Körper gebrauchen kann, darf Hoffnung schöpfen. Ab Januar bieten die Havelland-Kliniken in Rathenow Operationen zur Magenverkleinerung an. Scherz beiseite: Selbstverständlich bleiben solche Eingriffe nur den dauerhaft übergewichtigen Menschen vorbehalten, die an Adipositas, der krankhaften Fettsucht, leiden. Bereits seit 2012 können sich Patienten am Nauener Standort der Havelland-Kliniken den Magen operativ verkleinern lassen. Ab 2016 ist das nun auch in Rathenow möglich.

Wie Stefan Lenz, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie (viszeral = den Bauch betreffend), sagt, stehen im Januar schon die ersten OP-Termine im Plan. Der chirurgische Eingriff ist aber auch bei der Adipositas erst der Weisheit letzter Schluss. Bevor überhaupt operiert werden darf, müssen alle Abnahmewilligen zunächst an einem halbjährigen Kurs mit zwölf Veranstaltungen teilnehmen, in dem sie lernen können, ganz „konservativ“ ihr Gewicht zu vermindern. Erst am Ende, wenn gar nichts hilft, klären Ärzte die OP-Interessierten über die Chancen der chirurgischen Magenverkleinerung auf.

Die Havelland-Kliniken haben extra ein eigenes Adipositaszentrum aufgebaut, sagt Stefan Lenz, in dem sich Übergewichtige rundum informieren können. In Rathenow werde gegenwärtig eine entsprechende Selbsthilfegruppe aufgebaut, in Nauen gebe es sie schon lange. Die Krankenhäuser stellen ihnen Räumlichkeiten zur Verfügung und auf Wunsch kommen Ärzte in die Gruppen, um Fragen zu beantworten. Nicht zuletzt seien die Havelland-Kliniken das einzige Haus in ganz Berlin-Brandenburg, teilt der Chefarzt mit, das in Zusammenarbeit mit der AOK einen besonderen konservativen Kurs anbietet. Ernährungsberatung und -therapie werden ergänzt durch Verhaltenstherapie und Bewegungstherapie einschließlich der Möglichkeit, jede Woche einmal 45 Minuten passgerecht Sport zu treiben.

Sollte all das nicht helfen, kann und darf geschnitten werden. Die Havelland-Kliniken haben in den letzten Monaten nicht wenig Geld investiert, um in Rathenow die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Da sind zuerst die neuen OP-Tische, die anders als die üblichen Modelle, Patienten bis 250 Kilo sicher tragen können. Angeschafft und gegebenenfalls fest installiert wurden auch extra stabile Toiletten, Betten, Stühle und Waagen.

„Das Übergewicht ist ein großes Problem“, sagt Stefan Lenz. Im Vergleich der Bundesländer liege das Land Brandenburg auf dem vorderen, aber eher unrühmlichen 4. Rang. Rund 50 Prozent der Männer und Frauen hier hätten Übergewicht. Als Arzt könne er dazu nur sagen: Bei einem gewissen Anteil der Patienten werde einzig und allein die Operation noch wirksam helfen. Als Zielstruktur für beide Häuser der Havelland-Kliniken zusammen hat er 100 Magenverkleinerungen pro Jahr vorgesehen. In Nauen werde man die 50 OPs im nächsten Jahr wohl schaffen. Erfahrungsgemäß werde in Rathenow diese Zahl erst im dritten Jahr nach Beginn zu erreicht. Allen interessierten Menschen sei aber gesagt, noch im Januar und Februar 2016 fangen hier wieder zwei neue Anti-Adipositas-Kurse an.

Von Bernd Geske

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