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Havelland Magische Momente bei Waldtagen im MAFZ
Lokales Havelland Magische Momente bei Waldtagen im MAFZ
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00:18 04.10.2017
Falkner Uwe Naumann (l.) mit Uhu-Dame Bea. Diese wurde von vielen Besuchern bestaunt, hier Diana Jasilionyté und Jürgen Fink aus Berlin. Quelle: Astrid Wiebe
Paaren im Glien

Einmal dem eleganten Steinadler, Habicht und Kauz ganz nah sein und den Tieren vorsichtig über das Gefieder streichen – das war für viele Besucher bei den Märkischen Waldtagen im MAFZ-Erlebnispark in Paaren im Glien ein fast magischer Moment. Vor den Augen zahlreicher Besucher präsentierte Falknerin Nancy Pede vom Falkenhof Potsdam am Samstag mehrere Greifvögel der Wildtierauffangstation und beschrieb die Besonderheiten und Jagdfähigkeiten dieser faszinierenden Tiere. „Die Beute fest im Visier, stürzt sich ein Falke aus der Luft mit mehr als 300 Kilometer pro Stunde darauf. Menschen nutzten die blitzschnellen Greifvögel schon vor einigen tausend Jahren für die Jagd.“

Diese Tradition gibt es immer noch. Auch Jäger und Falkner Uwe Naumann aus Heinersdorf geht mit seinem Steinadler regelmäßig auf die Beizjagd. „Nutria, Waschbär und sogar Rehwild – das ist für einen Adler überhaupt kein Problem“, beschrieb der Falkner die unglaubliche Kraft des Jagdvogels. Schon als Kind habe er sich für Greifvögel interessiert und mit sieben Jahren seinen ersten Falken bekommen. Mittlerweile besitzt Uwe Naumann vierzehn Vögel, die alle aus der Zucht kommen. „Am liebsten sind mir meine Eulen, die ich allabendlich von meinem Hochsitz aus frei fliegen lasse“, erzählte er. „Es ist faszinierend, das Vertrauen des Vogels zu besitzen, ihn bei der Jagd beobachten zu dürfen. Das lässt ein Greifvogel sonst nicht zu.“

Eng muss auch die Bindung zwischen Mensch und Pferd bei der Arbeit im Wald sein. Denn beim Transportieren schwerer Holzstämme aus dem Forst ist Geschicklichkeit und Körperkraft gefragt. Das demonstrierte die Interessengemeinschaft Zugpferde Berlin-Brandenburg vor dem staunenden Publikum. Klaus-Peter Fitzner und Stephan Dietrich, beide Holzrücker aus Leidenschaft, hatten einen anspruchsvollen Parcours aufgebaut. „So oder so ähnlich sind die Anforderung an die Pferde im Forst“, erklärte Klaus-Peter Fitzner, während er den zu transportierenden Holzstamm mit einer Motorsäge auf fünf Meter einkürzte. Die beiden Norweger-Pferde Hakon und Ansgar hatten schwer zu ziehen, aber meisterten die Strecke durch Pylonen und Hindernisse mit Unterstützung von Marie Körner, die die Führleinen fest in den Händen hielt. „Immer mehr Frauen interessieren sich für die Arbeit mit dem Pferd im Forst“, so Fitzner. „Deshalb wollen wir bei den Waldtagen im nächsten Jahr die erste Frauenmeisterschaft im Holzrücken ausrichten.“

Für ungläubige Blicke sorgte ein mobiles Sägewerk, das meterlange Baumstämme in kürzester Zeit in Kanthölzer, Dachlatten und Bretter verwandelte. „Mit unserem Sägewerk schneiden wir Stämme, die eine Länge bis sechs Meter haben und einen Durchmesser von 90 Zentimetern. Mit den mobilen Geräten können wir direkt im Wald bei unserem Kunden das Holz sägen“, erklärte Marco Grawe aus Gransee interessierten Privatwaldbesitzern seine Geschäftsidee.

Filigran ging es am Stand des Kettensägenkünstlers Torald Wendt zu. Der Mann aus Diedersdorf sägt seit mehr als zehn Jahren aus Baumstämmen Bänke und Holzfiguren, die als Gartenschmuck beliebt sind. Während der Waldtage bearbeitete der Freizeitkünstler einen zwei Meter langen und 60 Zentimeter dicken Lärchenstamm mit seiner Kettensäge zu einer großen Biermönch-Figur, die nun vor der historischen Braumanufaktur im MAFZ-Erlebnispark zu bewundern ist.

Von Astrid Wiebe

Die Märkischen Waldtage locken am Wochenende in den Erlebnispark in Paaren im Glien. Die Leistungsschau stimmt auf die „Forstwirtschaft 4.0“ ein und ist auch für Laien interessant.

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