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Malgruppe auf Reisen

Schönwalde-Glien Malgruppe auf Reisen

Die Schönwalder Malgruppe zeigt Bilder aus der Lausitzer Tagebauregion. Sie sind während einer Malreise im Frühjahr entstanden. Unter der Anleitung von Uwe Beckmann erkunden sie Jahr für Jahr mehr als das Havelland.

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Heidi Cohrs und Ralf Meyer-Wilmes spielten zur Eröffnung der Schönwalder Ausstellung.

Quelle: Fotos: Marlies Schnaibel (2)

Schönwalde-Glien. Es sieht aus wie Ackerfurchen, bloß dass sie vielleicht zwanzig- oder dreißigmal so tief sind. Tagebaulandschaft. In der Lausitz. Die Malgruppe des Schönwalder Kreativvereins hat sich deren Dimensionen gestellt. In der neuen Ausstellung sind nun Arbeiten ihrer Malreise in die Lausitz zu sehen. „Region der Gegensätze“ haben sie sie genannt.

Die Malgruppe ist so etwas wie eine Konstante in der bunten Arbeit des Kultur- und Bildungsvereins „Kreativ“. Seit 2001 existiert der Verein, das Gelände mit dem Fachwerkhaus in Schönwalde-Dorf ist Vereinssitz, Galerie, Theaterwerkstatt, Bühne und Bouléplatz in einem. Und 2001 waren auch zum ersten Mal Bilder in der Galerie zu sehen. Profi-Künstler, Hobbymaler und Laienkeramiker haben seitdem hier ausgestellt, die Mitglieder des Malzirkels gehörten stets dazu.

Die Wurzeln des Zirkels liegen im Hennigsdorfer Stahlwerk. Dort hatte der Maler und Grafiker Uwe Beckmann in den Achtzigerjahren malfreudige Frauen und Männer angeleitet. Nach der Wende machten die Malfreunde einfach weiter und fanden sich unter dem Dach des Schönwalder Kreativ-Vereins wieder ein. Viele neue Kunstfreunde gehören heute zur Gruppe. Schon zu Hennigsdorfer waren Christiane Link und Michael Glowatzki dabei. Sie sind auch in der aktuellen Ausstellung mit Bildern vertreten. „Das war eine Herausforderung, diese Dimension“, gesteht Christine Link. Erst hätte so mancher nicht gewusst, was er da malen soll. Ein wenig ratlos standen sie am Rand einer schier endlosen aufgewühlten Grube, vor einem großen, schwarzen Loch, vor dem Tagebau Welzow Süd. „Aber dann hat es mich gepackt. Im späten Licht kam die Struktur der Halden plastisch heraus. Ich hätte noch tagelang malen können“, sagt Christine Link rückblickend. Die Schönwalderin hat in ihren Bildern eine ganz eigene Farbigkeit gewählt, setzt ein kräftiges Orange zu dunklem Blau. Die Brüder Christian und Joachim Schlegel fangen die Dramatik der Landschaft ein. Michael Glowatzki stellt den riesigen Bagger bestimmend, kraftvoll wie bedrohlich wirkend ins Zentrum seines Bilder.

Dass die Lausitz nicht nur aufgewühlte Erde zu bieten hat, zeigen die Schönwalder in Arbeiten, die an idyllisch anmutenden Tagebauseen und in Neupetershain entstanden sind. Dort wurde die Dorfkirche gemalt. Und wieder sah jeder die Kirche auf seine Weise. Bei Gottfried Weider scheint das leuchtend-rote Kirchendach fast aus dem Bild zu schweben. Marie-Luise Richter beschränkte sich auf die barocke Turmhaube und brachte sie reduziert, aber lebendig aufs Blatt. Silvia Lamprecht fand ein schönes Aquarell als Formensprache und verbreitet die Anmutung eines Sommertages.

Galerie Die Bilder sind bis zum 21. August zu sehen. Das Haus in der Dorfstraße 7 ist geöffnet: Di, Mi 15 bis 17 Uhr, Do 15 bis 21 Uhr, So 10 bis 12 Uhr.

Von Marlies Schnaibel

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