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Havelland Mareen Seemann: Fußpflege mit Leib und Seele
Lokales Havelland Mareen Seemann: Fußpflege mit Leib und Seele
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00:21 21.10.2017
Das bisschen Hornhaut... Mareen Seemann bei der Arbeit. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

„Viele Menschen behandeln ihre Füße sehr stiefmütterlich“, findet Mareen Seemann (29 Jahre), „das ist nicht fair, denn sie tragen uns durchs ganze Leben.“ Um für mehr Wohlbefinden unter den Sohlen zu sorgen, ist sie als Fußpflegerin am 1. Juli in die Selbstständigkeit gegangen. Über fehlende Kunden muss sie nicht klagen, von Anfang an ist das Interesse beachtlich gewesen.

„Fußpflege ist sehr gefragt“, teilt die Gründerin mit. Schon seit Jahren habe ihre Mutter Andrea Seemann ihr in den Ohren gelegen, sich selbstständig zu machen und Fußpflege anzubieten. Im Mai hatte die Mutter das 20-jährige Bestehen ihrer Selbstständigkeit gefeiert. In der Goethestraße 87 von Rathenow ist sie als Kosmetikerin tätig. Für Tochter Mareen hat sie den Weg ein wenig geebnet und ihr einen von ihren Räumen untervermietet.

Eine Stärken-Schwächen-Analyse und einen Businessplan erstellt

Um für den Sprung in die Selbstständigkeit gewappnet zu sein, hat Mareen Seemann sich vom Lotsendienst des Landkreises für Gründer informieren lassen. Sie habe an einem Workshop teilgenommen, berichtet sie, eine Stärken-Schwächen-Analyse erstellt und einen Businessplan gemacht. Der Lotsendienst habe ihr sehr geholfen und sei noch immer bei Bedarf ihr Ansprechpartner, sagt sie. Ihre Gruppe halte noch immer Kontakt.

Eine normale Fußpflege dauert bei ihr rund 45 Minuten. Bei Neukunden kommt zuerst die Fußanalyse. Es folgt ein bis zu zehnminütiges, wohltuend warmes Bad für die Füße. Dann schreitet Mareen zur Tat: Sie entfernt Hornhaut mit Skalpell und Fräser, kürzt die Nägel, entfernt Nagelhaut und glättet die Nägel. Am Ende gibt’s eine Massage mit Fußbalsam. Wer möchte, kann sich die Nägel noch lackieren lassen, was aber eher in der warmen Jahreszeit angesagt ist.

Sie sei viel beschäftigt, zieht Mareen Seemann Bilanz. Meist fange sie morgens um 9 Uhr an und habe bis 18/19 Uhr am Abend zu tun. Zwischendurch hat sie noch freie Kapazitäten, schließlich ist sie erst den vierten Monat im Geschäft. Wird es nicht öde, so Tag für Tag nur fremde Füße vor der Nase? „Es macht mir total Spaß“, platzt es aus Mareen Seemann heraus. Sie bekennt: „Früher hätte ich mir das nicht vorstellen können...“

Kosmetikerin gelernt, da war die Fußpflege in der Ausbildung mit drin

Abi 2007 an der Bürgelschule, hat sie zunächst Kosmetikerin gelernt. In dieser Ausbildung war Fußpflege mit drin. Viel bei Kaufland an der Kasse, zwischendurch ein halbes Jahr Rucksackreise durch Neuseeland, ein Studium der Betriebswirtschaftslehre. Abteilungsleiterin einer großen Lebensmittelkette in Eisenhüttenstadt, danach Geschäftskundenbetreuerin bei einem großen Mobilfunkanbieter. Es ist also keineswegs so, dass Mareen Seemann von der Wirtschaftswelt kaum was gesehen hat.

Ihre ältesten Kunden sind über 80 Jahre, die jüngsten erst Mitte 20. Diverse Fußballer sind darunter. „Es kommen Leute, die im Job viel laufen müssen und gestresste Füße haben“, berichtet sie. Eine ganze Reihe schaue gleich nach der Arbeit herein. „Happy feet“ hat Mareen Seemann ihre Einpersonen-Firma genannt. Wenn ihre Kunden mit einem Lächeln hinausgehen, sei das für sie eine große Freude, teilt sie mit. Erst neulich habe eine Frau ausgerufen: „Jetzt laufe ich ja wie auf Watte!“

Von Bernd Geske

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