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Havelland Marinaprojekt ist vorerst kein Thema mehr
Lokales Havelland Marinaprojekt ist vorerst kein Thema mehr
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00:20 24.08.2017
Der Dreiseitenhof auf dem Grundstück zwischen B 102 und Havel in Albertsheim sollte Kern der künftigen Entwicklung werden. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

„Eine Brache wacht auf“ – unter diesem Motto stand eine Präsentation im Rathenower Bauausschuss im Mai des vergangenen Jahres. Die Planer Hagen Roßmann und Robert Mittelbach erläuterten den Mitgliedern des Ausschusses, wie der Eigentümer eines Grundstückes in Albertsheim dieses zu einem touristischen Anlaufpunkt mit Sportboothafen auszubauen gedenke.

Mehr als ein Jahr ist seit dieser Vorstellung vergangen. Von Aufwachen kann allerdings keine Rede sein. Auf den damals frisch gemähten Wiesen wuchert es wieder, die Gebäude stehen so da, wie sie damals standen, eine friedliche Ruhe liegt über dem Gelände. „Wir haben seit mehr als einem Jahr von dem Investor nichts mehr gehört“, sagt Jens Hubald, Leiter des Sachgebiets Stadtentwicklung in der Rathenower Verwaltung. Das bestätigt Hagen Roßmann. „Das Vorhaben ruht derzeit“, sagt er. Das habe mit dem komplizierten Genehmigungsverfahren zu tun. Das heiße aber nicht, dass es gestorben sei.

Kern der Entwicklung sollte der alte Dreiseitenhof werden, der, von Rathenow gesehen, gleich hinter dem Orteingang Albertsheim auf der linken Seite der Bundesstraße zu sehen ist. Das mächtige Backsteinensemble sollte zu einem Hofladen mit angeschlossener Gastronomie umgebaut werden. In einem Seitentrakt, so der Plan, sollten Ferienwohnungen untergebracht werden. Außerdem waren Räume für eine Wohngemeinschaft für Senioren vorgesehen. Von diesem Ensemble sollte es einen direkten Weg zu einem Sportboothafen geben, mit direkter Anbindung an die Havel. Neben Anliegeplätzen für Sport- und Hausboote war ein eigener Anlegebereich für Paddler vorgesehen.

Dass es mit diesem ehrgeizigen Vorhaben nicht weiter geht, hat einen entscheidenden Grund: Die Lage des Grundstück. Das befindet sich im so genannten Außenbereich. Und in einem solchen sind die rechtlichen Hürden für eine Bebauung ungleich höher als im städtischen Innenbereich. Grundstücke im Außenbereich, wie dasjenige in Albertsheim, sollen vor unkontrollierter Bebauung geschützt werden, weil sie von besonderer landschaftlicher und ökologischer Qualität sind. „Wer im Außenbereich bauen will, der muss das schon sehr gut begründen“, sagt Jens Hubald. Was nicht heiße, dass es für das vorliegende Vorhaben keine Aussicht auf Genehmigung gebe. Die touristische Entwicklung, vor allem im Wassersportbereich, werde auch von der Landesplanung positiv bewertet, weil sie in den überregionalen Wassersportentwicklungsplan passe. Voraussetzung für den Erhalt einer Baugenehmigung sei aber in jedem Falle eine sehr gute Begründung des Vorhabens, denn schließlich solle das Bauen im Außenbereich nicht die Regel werden, sondern die Ausnahme bleiben.

Angesichts dieser komplizierten Sachlage habe der Investor das Vorhaben erst einmal ruhen lassen, so Roßmann. Aber eine irgendwie geartete touristische Entwicklung des 4,5 Hektar großen Areals sei nach wie vor das Ziel. Jetzt müsse genau geprüft werden, was auf dem Grundstück möglich sei und wie sich das Machbare wirtschaftlich umsetzen lasse.

Von Markus Kniebeler

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