Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Wo dem Ministerpräsidenten die Bratwurst schmeckt
Lokales Havelland Wo dem Ministerpräsidenten die Bratwurst schmeckt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:04 26.02.2018
Am Thüringer Wurststand kamen Dietmar Woidke (re.) und Thomas Baumgardt mit Karin und Steve Lesch ins Gespräch. Quelle: Markus Kniebeler
Anzeige
Rathenow

Ute Schöpp war einigermaßen überrascht. Es kommt ja auch nicht jeden Tag vor, dass der Ministerpräsident auf dem Rathenower Wochenmarkt unterwegs ist und an „Schöppi’s Fischstand“ ein Schwätzchen hält. Aber so geschah’s am Mittwochmittag.

Dietmar Woidke war in Rathenow, um Thomas Baumgardt, den Bürgermeisterkandidaten der SPD, im Wahlkampfendspurt zu unterstützen. Als Landesvorsitzender der SPD sei das Ehrensache, so Woidke. Denn eine Partei sei nur stark, wenn sie Rückhalt in der Basis, in den Kommunen habe.

Ute Schöpp war übrigens nicht die einzige, mit der Dietmar Woidke am Mittwoch ins Gespräch kam. Am Verkaufswagen mit „Thüringer Wurstwaren“ von Karin und Steve Lesch hatte der Landesvater gleich ein Thema gefunden. Hunde! Als die Leschs von ihrem Labrador schwärmten, brachte Woidke den Rauhaardackel ins Spiel. Er selber habe einen, sagte er. Und berichtete den Umstehenden von den charakterlichen Eigenheiten seines Oskar. Wenn er mal ein paar Tage außer Haus sei, dann müsse er sich bei seiner Rückkehr den Platz als Familienchef wieder zurückerobern, so Woidke. „Ein Dackel ist eben kein Hund, ein Dackel ist eine Herausforderung.“ Thomas Baumgardt nickte wissend. Als Tierarzt und Dackelbesitzer wusste er, wovon der Landesvater redete.

Bahnanbindung Thema im Spielwarenladen

So unpolitisch blieb es aber während des Spaziergangs durchs Zentrum nicht. Im Spielwarenladen von Petra Sandbrink ging es um die Wachstumschancen der Stadt. Wenn man Wachstum anstrebe, dann müsse die Infrastruktur stimmen, sagte Woidke. Und da sei auch – etwa was die Verkehrsanbindung angehe – das Land gefragt. Auf die Frage, ob denn die im Westhavelland gewünschte Verbesserung des Bahntaktes nach Berlin umgesetzt werde, hatte der Ministerpräsident keine endgültige Antwort. Der Landesnahverkehrsplan werde derzeit mit den Wünschen der Regionen abgeglichen. Und er, Woidke, gehe davon aus, dass sich noch etwas ändern werde.

Dietmar Woidke (re.) und Thomas Baumgardt machten auch Station am Stand des Bürgermeisterkandidaten der Linken, Daniel Golze. Quelle: Markus Kniebeler

Beim Gang über den Märkischen Platz mit dem Ministerpräsidenten stieß Baumgardt auch auf seine Mitbewerber um den Bürgermeistersessel, die dort ebenfalls die Wähler zu mobilisieren versuchten. Besonders herzlich ging es am Stand der Linken zu. „Ich bin Frau Dietze von den Linken“, begrüßte die Stadtverordnete Karin Dietze den Landesvater. „Und heiße sie herzlich willkommen.“

Woidke nickte wissend. „Ich hab mit Rathenower Linken jeden Tag zu tun“, sagte er in Anspielung auf die Kabinettsmitglieder Diana Golze und Christian Görke. „Ihr seid in Potsdam ja bestens vertreten.“ Weiter ging die Kennenlerntour durchs City-Center und bis zur Sankt-Marien-Andreas-Kirche, wo Woidke sich über den Stand der Wiederaufbaubemühungen informierte und Mitglied des Fördervereins wurde.

Auch wenn der Besuch fünf Tage vor dem Bürgermeisterentscheid im Zeichen des Wahlkampfes stand, war sein eigentlicher Grund ein anderer. Am Vormittag hatte Woidke sich zwei Stunden Zeit genommen, um mit Schülern und Lehrern der Bruno-H.-Bürgel-Schule ins Gespräch zu kommen. Vor zwei Jahren hatte der Ministerpräsident bei einem Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz eine Gruppe von Bürgelschülern kennen gelernt und ihnen versprochen, sie mal zu besuchen. Am Mittwoch machte er das Versprechen wahr. Und war sehr angetan. „Sobald man das Schulgebäude betritt, merkt man, dass dort ein guter Geist weht.“ Der Enthusiasmus und das Engagement von Schülern und Lehrern sei nicht anders zu bezeichnen als vorbildlich.

Von Markus Kniebeler

Vor der Wustermarker Bürgermeisterwahl am 25. Februar konnten sich die Einwohner noch einmal ein umfassendes Bild von den sechs Kandidaten mache. Beim MAZ-Wahlforum hatten sie Gelegenheit, ihre Fragen loszuwerden. Die Themenpalette reichte vom Baugeschehen über Kitas und Radwege bis hin zum öffentlichen Nahverkehr. Eine Zusammenfassung.

26.02.2018

Acht Mädchen und Jungen traten am Mittwochnachmittag zum Regionalentscheid des bundesweiten Vorlesewettbewerbs in der Rathenower Stadtbibliothek an. Dabei überzeugte ein elfjähriges Mädchen vom Rathenower Jahn-Gymnasium die Fachjury.

26.02.2018

In Premnitz gibt es Zank darüber, wie schnell die Dachsbergschule erweitert werden soll. Jahr für Jahr wird der Platz enger, weil immer mehr Kinder eingeschult werden. Die Fraktionen von CDU, DMP und Linken wollen das größtmögliche Tempo. Die Verwaltung legt einen Plan für die Bauarbeiten vor, der manchen Abgeordneten nicht weit genug geht.

26.02.2018
Anzeige