Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Gorholt und Jesse wollen Schröder beerben

Landratswahl im Havelland Gorholt und Jesse wollen Schröder beerben

Martin Gorholt oder Ines Jesse? Die beiden Sozialdemokraten würden gern zur Landratswahl antreten. Bei einem Parteitag am 23. Januar muss die SPD entscheiden, ob sie den Unterbezirksvorsitzenden Gorholt ins Rennen schickt oder seine Stellvertreterin Ines Jesse aus Falkensee. Bei einer Abstimmung im Unterbezirksvorstand gab es nun bereits ein erstes Zeichen.

Voriger Artikel
Verbesserung kurzfristig nicht in Sicht
Nächster Artikel
Zwei Männer sterben bei Hausbränden

Martin Gorholt, Unterbezirksvorsitzender der SPD Havelland, will Landrat werden.

Quelle: MAZ

Havelland. Mit einer Kampfkandidatur beginnen zwei prominente Sozialdemokraten das politische Jahr 2016 im Havelland. Am 23. Januar treten der Unterbezirksvorsitzende Martin Gorholt und seine Stellvertreterin Ines Jesse aus Falkensee an, um sich für die Landratskandidatur nominieren zu lassen. „Wir haben zwei hervorragende Kandidaten“ umschreibt Martin Gorholt vorsichtig das Ergebnis einer Sitzung des Unterbezirksvorstandes. „Es hat sehr intensive Debatten gegeben“, so Gorholt weiter,. Dabei habe sich gezeigt, dass insbesondere die SPD in Falkensee überzeugt ist, Ines Jesse sei die richtige Kandidatin.

Ines Jesse aus Falkensee hat ebenfalls Interesse

Ines Jesse aus Falkensee hat ebenfalls Interesse.

Quelle: MAZ

Im Unterbezirksvorstand wurde dann schon einmal abgestimmt.Hier verzeichnete Gorholt eine klarer Mehrheit. „Natürlich haben die Falkenseer Vertreter für Ines Jesse gestimmt“, sagte Gorholt.

Wer ist Ines Jesse? Die Frau, die im Westhavelland nahezu unbekannt ist, steht in Falkensee Bürgermeister Heiko Müller (SPD) als Beigeordnete und Dezernentin zur Seite. Sie wurde 1971 in Rostock geboren, sie hat einen Sohn. Nach dem Jura-Studium arbeitete sie bei der Landesgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern und bei der Treuhandtochter Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft. Verwaltungserfahrung sammelte sie im Amt Neuhausen/Spree als Ordnungs- und Sozialamtsleiterin sowie in der Stadt Cottbus im Straßen- und Tiefbauamt. In Falkensee steht sie dem Bürgeramt, der Ordnungs- sowie Schulverwaltung vor. In die SPD kam Ines Jesse im Jahr 2005.

Pressesprecher, Geschäftsführer und Staatssekretär

Kulturstaatssekretär Martin Gorholt lebt seit 1990 im Land Brandenburg. 1956 in Hamm/Westfalen geboren, machte er Abitur und studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Seit 1975 ist Gorholt SPD-Mitglied, er war Landesgeschäftsführer der SPD Brandenburg und Bundesgeschäftsführer, als Mathias Patzeck die Bundes-SPD führte. Gorholt war in verschiedenen leitenden Positionen in der Landesregierung, zunächst als Büroleiter und Pressesprecher, dann als Staatssekretär. Gorholt ist Mitglied im SPD-Ortsverein Rathenow.

CDU und SPD haben bisher Namen genannt

Die Landratswahl findet im April des kommenden Jahres statt. Für die CDU Havelland wird aller Voraussicht nach der stellvertretende Landrat, Roger Lewandowski aus Falkensee antreten. Das hatten die Christdemokraten vergangene Woche angekündigt. Noch in der Findungsphase befinden sich die Linken, die erst im Januar eine Entscheidung zur Landtagskandidatur treffen wollen. Ähnlich sieht es bei der Alternative für Deutschland und Bündnis 90/Die Grünen aus.

Das verflixte Quorum

Zum ersten Mal wird der Landrat im Havelland direkt von den Einwohnern des Kreises gewählt. Die letzte Wiederwahl des Amtsinhabers Burkhard Schröder erfolgte noch einmal im Kreistag.

Die Hürden für die Gültigkeit einer Direktwahl sind so hoch, dass in den vergangenen Jahren zahlreiche Wahlgänge in anderen Landkreisen scheiterten.

Gewählt ist der Kandidat, der im ersten Wahlgang mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen bekommt. Zugleich muss diese Stimmenanzahl mindestens 15 Prozent aller Wahlberechtigten im Landkreis Havelland entsprechen.

Ein zweiter Wahlgang wird notwendig, wenn entweder kein Kandidat mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen bekommt und/oder wenn die 15-Prozent-Regel nicht erfüllt ist. Um gewählt zu werden reicht dann eine einfache Mehrheit, das 15-Prozent-Quorum muss aber zwingend vorliegen.

Scheitert auch der zweite Wahlgang, dann geht die Aufgabe, den Landrat zu wählen, an den Kreistag zurück. Hier beginnt alles noch einmal von vorne. Die Stelle muss ausgeschrieben werden. Wer antritt ist wieder offen. Es können auch ganz neue Namen genannt werden.

In einigen Landkreisen haben die Kreistage dem Bürgerwillen aus der gescheiterten Direktwahl insofern Rechnung getragen, indem die Person gewählt wurde, die auch bei der Direktwahl die meisten Stimmen hatte.

Von Joachim Wilisch

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg