Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Gorholt und Jesse wollen Schröder beerben
Lokales Havelland Gorholt und Jesse wollen Schröder beerben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:09 20.12.2015
Martin Gorholt, Unterbezirksvorsitzender der SPD Havelland, will Landrat werden. Quelle: MAZ
Anzeige
Havelland

Mit einer Kampfkandidatur beginnen zwei prominente Sozialdemokraten das politische Jahr 2016 im Havelland. Am 23. Januar treten der Unterbezirksvorsitzende Martin Gorholt und seine Stellvertreterin Ines Jesse aus Falkensee an, um sich für die Landratskandidatur nominieren zu lassen. „Wir haben zwei hervorragende Kandidaten“ umschreibt Martin Gorholt vorsichtig das Ergebnis einer Sitzung des Unterbezirksvorstandes. „Es hat sehr intensive Debatten gegeben“, so Gorholt weiter,. Dabei habe sich gezeigt, dass insbesondere die SPD in Falkensee überzeugt ist, Ines Jesse sei die richtige Kandidatin.

Ines Jesse aus Falkensee hat ebenfalls Interesse. Quelle: MAZ

Im Unterbezirksvorstand wurde dann schon einmal abgestimmt.Hier verzeichnete Gorholt eine klarer Mehrheit. „Natürlich haben die Falkenseer Vertreter für Ines Jesse gestimmt“, sagte Gorholt.

Wer ist Ines Jesse? Die Frau, die im Westhavelland nahezu unbekannt ist, steht in Falkensee Bürgermeister Heiko Müller (SPD) als Beigeordnete und Dezernentin zur Seite. Sie wurde 1971 in Rostock geboren, sie hat einen Sohn. Nach dem Jura-Studium arbeitete sie bei der Landesgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern und bei der Treuhandtochter Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft. Verwaltungserfahrung sammelte sie im Amt Neuhausen/Spree als Ordnungs- und Sozialamtsleiterin sowie in der Stadt Cottbus im Straßen- und Tiefbauamt. In Falkensee steht sie dem Bürgeramt, der Ordnungs- sowie Schulverwaltung vor. In die SPD kam Ines Jesse im Jahr 2005.

Pressesprecher, Geschäftsführer und Staatssekretär

Kulturstaatssekretär Martin Gorholt lebt seit 1990 im Land Brandenburg. 1956 in Hamm/Westfalen geboren, machte er Abitur und studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Seit 1975 ist Gorholt SPD-Mitglied, er war Landesgeschäftsführer der SPD Brandenburg und Bundesgeschäftsführer, als Mathias Patzeck die Bundes-SPD führte. Gorholt war in verschiedenen leitenden Positionen in der Landesregierung, zunächst als Büroleiter und Pressesprecher, dann als Staatssekretär. Gorholt ist Mitglied im SPD-Ortsverein Rathenow.

CDU und SPD haben bisher Namen genannt

Die Landratswahl findet im April des kommenden Jahres statt. Für die CDU Havelland wird aller Voraussicht nach der stellvertretende Landrat, Roger Lewandowski aus Falkensee antreten. Das hatten die Christdemokraten vergangene Woche angekündigt. Noch in der Findungsphase befinden sich die Linken, die erst im Januar eine Entscheidung zur Landtagskandidatur treffen wollen. Ähnlich sieht es bei der Alternative für Deutschland und Bündnis 90/Die Grünen aus.

Das verflixte Quorum

Zum ersten Mal wird der Landrat im Havelland direkt von den Einwohnern des Kreises gewählt. Die letzte Wiederwahl des Amtsinhabers Burkhard Schröder erfolgte noch einmal im Kreistag.

Die Hürden für die Gültigkeit einer Direktwahl sind so hoch, dass in den vergangenen Jahren zahlreiche Wahlgänge in anderen Landkreisen scheiterten.

Gewählt ist der Kandidat, der im ersten Wahlgang mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen bekommt. Zugleich muss diese Stimmenanzahl mindestens 15 Prozent aller Wahlberechtigten im Landkreis Havelland entsprechen.

Ein zweiter Wahlgang wird notwendig, wenn entweder kein Kandidat mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen bekommt und/oder wenn die 15-Prozent-Regel nicht erfüllt ist. Um gewählt zu werden reicht dann eine einfache Mehrheit, das 15-Prozent-Quorum muss aber zwingend vorliegen.

Scheitert auch der zweite Wahlgang, dann geht die Aufgabe, den Landrat zu wählen, an den Kreistag zurück. Hier beginnt alles noch einmal von vorne. Die Stelle muss ausgeschrieben werden. Wer antritt ist wieder offen. Es können auch ganz neue Namen genannt werden.

In einigen Landkreisen haben die Kreistage dem Bürgerwillen aus der gescheiterten Direktwahl insofern Rechnung getragen, indem die Person gewählt wurde, die auch bei der Direktwahl die meisten Stimmen hatte.

Von Joachim Wilisch

Havelland Gespräche über Bahnanbindung - Verbesserung kurzfristig nicht in Sicht

Der Takt auf den Regionalbahnlinien 10 und 14 wird kurzfristig nicht verbessert. Gespräche des Brieselanger Bürgermeisters Wilhelm Garn mit Vertretern des Verkehrsverbundes VBB und des Infrastrukturministeriums verliefen weitgehend ergebnislos. Besonders Pendler in Brieselang und Finkenkrug leiden unter dem jetzigen Fahrplan.

23.12.2015
Havelland Bürger wählen erstmals direkt - Landratswahl im Havelland am 10. April

Die Havelländer wählen am 10. April 2016 einen neuen Landrat. Eine mögliche Stichwahl würde zwei Wochen später am 24. April stattfinden. Es ist die erste Direktwahl eines Landrats im Havelland, bislang entschied der Kreistag. Sie war notwendig geworden, weil sich jetzige Landrat Burkhard Schröder (SPD) zum 31. März vorzeitig aus dem Amt zurückzieht.

20.12.2015

Melanie ist noch ein Kind, als der Stiefvater sie fesselt, prügelt, vergewaltigt. Immer wieder. 2007 muss Peiniger Jürgen G. (50) für 8 Jahre ins Gefängnis. Während er auf seine Entlassung vorbereitet wird, versucht Melanie abzuschließen, was sie bis heute in ihre Alpträume verfolgt und ihr Leben versaut hat. Das ist nicht einfach.

19.12.2015
Anzeige