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Havelland Martin Gorholt will schnelle S-Bahn-Anbindung
Lokales Havelland Martin Gorholt will schnelle S-Bahn-Anbindung
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10:07 29.03.2016
Flüchtlingspolitik sollte nach Ansicht von Martin Gorholt Chefsache sein. Quelle: Joachim Wilisch
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Havelland

In wenigen Tagen wird im Havelland ein neuer Landrat gewählt. Am 10. April sind die Bürger erstmals direkt aufgerufen, einen neuen Kreischef zu bestimmen. Die MAZ hat allen Kandidaten dieselben Fragen zur Person und aktuellen Themen der Kreispolitik gestellt. Diesmal antwortet Martin Gorholt, 59, von der SPD.

Warum halten Sie sich für den geeigneten Kandidaten für den Posten des Landrats?

Martin Gorholt: Ich bin überzeugt, dass ich mit meinen Erfahrungen und guten Kontakten viel für das Havelland und seine Bürgerinnen und Bürger erreichen kann. Seit 1990 lebe ich in Brandenburg und arbeite in Politik und Verwaltung für das Land. Ich verstehe viel von Wirtschaft, Bildung und Kultur. Im Havelland bin ich seit vielen Jahren aktiv und habe es dabei schätzen und lieben gelernt. Ich werde mich mit ganzer Kraft und der nötigen Beharrlichkeit für wirtschaftliche Stärke und soziale Gerechtigkeit einsetzen, damit das Havelland auch in Zukunft ein lebenswerter und attraktiver Landkreis bleibt. Ich will unser Havelland gemeinsam mit den Menschen weiterentwickeln, aber auch für schnelle Entscheidungen auf allen Ebenen des Landkreises sorgen.

Wie soll der Landkreis Havelland nach einer möglichen Kreisgebietsreform aussehen?

Gorholt: Das Havelland sollte Havelland bleiben. Unser Landkreis ist mit über 150 000 Einwohnern groß genug und auch wirtschaftlich und finanziell stark. Die Reform halte ich dennoch grundsätzlich für richtig. Es ist richtig, die Landkreise zu stärken und die Strukturen vor dem Hintergrund der Bevölkerungsentwicklung kritisch zu überprüfen. Sonst fressen uns die Verwaltungskosten auf. Und wir brauchen überall im Land handlungsfähige kommunale Strukturen und gleiche Chancen und Lebensbedingungen, sonst bleiben die Menschen auf der Strecke.

Viele Havelländer klagen über schlechte Bus- und Bahnverbindungen. Was wollen Sie in diesem Bereich unternehmen?

Gorholt: Oberste Priorität haben für mich der Schülerverkehr, die Fahrten zur Arbeit und die Mobilität für die Älteren, gerade auf dem Land. Wichtig sind auch gute Anbindungen zu Kulturveranstaltungen und Tourismusangeboten. In Bürgerversammlungen vor Ort werde ich mir anhören, wo der Schuh drückt und dann werden wir entscheiden, ob und wo zusätzliche Busse eingesetzt werden. Dazu werde ich Havelbus als leistungsfähiges Unternehmen des Landkreises weiter stärken. Bei den Pendlern nach Berlin bin ich mir sicher, dass wir den steigenden Bedarf nicht nur mit der Regionalbahn decken können. Hier brauchen wir künftig eine schnelle S-Bahn-Verbindung.

Wie kann der Landkreis die Flüchtlingsfrage bewältigen?

Gorholt: Flüchtlingspolitik muss Chefsache sein. Ich stehe für eine Flüchtlingspolitik der Transparenz und Toleranz. Transparenz heißt: die Bürgerinnen und Bürger müssen eingebunden und mitgenommen werden. Das gilt für Fragen der Erstunterbringung, aber auch für die Herausforderungen der Integration bei Wohnen, Bildung und Arbeit. Toleranz heißt: Hass und Hetze der Rechtsextremen lösen keine Probleme, sondern verschärfen sie. Wenn ich Landrat werde, will ich einen Runden Tisch „Integration und Zusammenhalt“ gründen und eine Kampagne „Respekt statt Gewalt“ starten. Um die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, brauchen wir zudem mehr Polizeipräsenz vor Ort.

Von Philip Häfner

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