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Havelland Unbeeindruckt von der Ministerin
Lokales Havelland Unbeeindruckt von der Ministerin
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22:15 08.08.2014
Martina Münch (2.v.r.) mit Hans-Jürgen Lemle (r.), Martin Gorholt und Amtsleiterin Katrin Ranke beim Kita-Rundgang. Quelle: M. Kniebeler
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Rathenow

Normalerweise geht es turbulent zu in der Kita Olga Benario. Wie sollte es auch anders sein, wenn 135 Kinder ihrer Spontaneität und Bewegungsfreude freien Lauf lassen? Gestern allerdings, als Brandenburgs Bildungsministerin Martina Münch zu Besuch kam, war es ungewohnt still auf dem Gelände in der Rathenower Saarstraße. Was nicht daran lag, dass die Kinder großen Respekt vor der Politikerin gehabt hätten. Vielmehr war die Kita wegen der Ferienzeit nur zur Hälfte belegt. Und überdies war Mittagszeit: Die Kleinen hatten sich aufs Ohr gehauen, völlig unbeeindruckt von dem hohen Tier, das sich eingefunden hatte.

Also ließ sich Martina Münch, die von Staatssekretär Martin Gorholt begleitet wurde, von Kita-Leiterin Gabriele Hartwig und Vize-Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle durch die ungewöhnlich stillen Räume führen. Schaute sich um in den Gruppenräumen, warf einen Blick in die Badezimmer mit ihren aus Erwachsenensicht putzigen Armaturen und bewunderte das weitläufige Außengelände.

18 behinderte Kinder besuchen die Kita Olga Benario

Gabriele Hartwig berichtete über die Einbindung von 18 behinderten Kinder in den Kita-Alltag – die Kita Olga Benario ist die einzige Integrationskita in der Stadt Rathenow, erzählte von dem Programm zur frühkindlichen Sprachförderung und anderen pädagogischen Angeboten. Und die Kita-Leiterin scheute sich nicht, der Besucherin auch von den Dingen zu berichten, die ihr Sorgen bereiten. Das ist vor allem der bauliche Zustand: Die Kita, im Jahr 1972 gebaut, ist leider nicht mehr ganz dicht. Und zwar im wortwörtlichen Sinne. Bei Regen tropft es an verschiedenen Stellen durch, was die Aufenhaltsqualität nicht unbedingt verbessert.

Hans-Jürgen Lemle, als Vertreter der Stadt verantwortlich für den baulichen Zustand der Kita, legte die Stirn sorgenvoll in Falten. „Das ist uns ja schon lange bekannt“, erklärte er der Ministerin. Deshalb plane man ja den Neubau einer Kita auf dem Gelände. Allerdings hätten diese Bemühungen jüngst einen herben Rückschlag erlitten. Weil der städtische Haushalt von der Kommunalaufsicht keine Genehmigung erhalten habe, und weil damit auch die geplante Kreditaufnahme, über welche der Neubau finanziert werden sollte, auf Eis gelegt worden sei, klappe das mit dem Neubau nicht wie geplant. Das sei sehr bedauerlich, so Lemle. Gleichwohl werde die Stadt sich bemühen, möglichst schnell einen genehmigungsfähigen Haushalt aufzustellen, um den Neubau dann vielleicht im kommenden Jahr auf die Reihe zu bekommen.

Kein Kommentar zu hausgemachten Rathenower Problemen

Martina Münch konnte zu diesen hausgemachten Rathenower Problemen wenig sagen. Und enthielt sich auch jedes Kommentars. Nur der Staatssekretär ließ durchblicken, dass die Stadt besser heute als morgen beginnen solle, eine solide Haushaltsplanung zu erarbeiten. Denn eine solche sei die Grundvoraussetzung dafür, dass das Land finanzielle Hilfen gebe, sagte Martin Gorholt. Lemle nickte nur.

Von Markus Kniebeler

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