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Maskierte rauben Juwelier in Elstal aus

Elstal (Havelland) Maskierte rauben Juwelier in Elstal aus

Riesenbeute: Drei noch Unbekannte haben am Dienstagabend das Uhren- und Schmuckgeschäft Kunze in Elstal (Havelland) überfallen. Sie raubten Ware im Wert von 60.000 Euro. Der Schock sitzt bei Uhrmachermeister Kunze tief. Überwachungskameras zeichneten den Überfall auf.

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Recht schnell nach dem Überfall war die Polizei am Elstaler Geschäft im Ernst-Walter-Weg.

Quelle: Julian Stähle

Elstal. „Der Schock sitzt tief, aber das Leben geht weiter und wir machen weiter“, sagte Uhrmachermeister Matthias Kunze am Mittwochmorgen. Wenige Stunden zuvor, am späten Dienstagnachmittag, war das Uhren-und Schmuckgeschäft Kunze im Ernst-Walter-Weg in Elstal von der Maskierten überfallen worden. Die Täter zerstörten einige Vitrinen und raubten vor allem Schmuck und Uhren im Wert von etwa 60 000 Euro. Verletzt wurde bei der Straftat niemand. Die sofort eingeleitete Großfahndung der Polizei inklusive Hubschrauber blieb bislang erfolglos.

Quelle: Julian Stähle

Ladeninhaber Matthias Kunze, der auch Ortsvorsteher von Elstal ist, schilderte gegenüber der MAZ den Ablauf des Überfalls. Demnach seien gegen 16.20 Uhr drei maskierte Personen in das Geschäft gekommen und hätten die Mitarbeiter aus dem Verkaufsbereich sofort in den hinteren, oberen Bereich des Ladens mit Werkstatt und Büroräumen gedrängt. „Ich wurde von einem Täter leicht gewürgt und habe dann so getan, als wenn ich ohnmächtig werde“, erzählte Kunze. Zuvor habe er den Mitarbeitern noch zu verstehen gegeben, nicht den Helden zu spielen und den Anweisungen der Täter Folge zu leisten. Die Täter hatten laut Polizei einen Hammer dabei, den sie aber nicht gegen die Angestellten richteten.

Während zwei der Maskierten das Personal und den Inhaber bewachten, räumte offenbar der dritte Mann im Verkaufsraum einige Vitrinen leer. „Auffallend ist“, so Matthias Kunze, „dass sie vor allem Brillant-Schmuck mitgenommen haben, den wir noch gar nicht so lange im Angebot haben. Das deutet darauf hin, dass sich die Täter auskannten und vorher schon im Geschäft gewesen sein könnten.“

Quelle: Julian Stähle

Was die Täter entweder nicht wussten oder was ihnen egal war: die Überwachungskameras liefen und zeichneten den gesamten Überfall auf. Der im Geschäft angestellte Schwiegersohn von Matthias Kunze, der unbemerkt von allen in einem der Büros saß, konnte am Bildschirm verfolgen, was im vorderen Bereich ablief. Er verständigte als erster die Polizei, die nach nur sieben Minuten vor Ort war. Nur waren da die Täter schon geflüchtet.

„Ich bin einfach froh, dass niemandem etwas passiert ist“, sagt Matthias Kunze. Seine Frau sei während des Überfalls nicht im Laden gewesen. Eine seiner Mitarbeiterinnen habe einen leichten Schock erlitten und konnte heute nicht zur Arbeit kommen. Allen anderen gehe es gut, das Geschäft hat auch wieder geöffnet.

In den letzten Jahren ist das Uhren-und Schmuckhaus in Elstal bereits zweimal überfallen worden. Die erste Tat hatte sich kurz nach der Wende ereignet, als ein offenbar russischen sprechender Mann mit Schusswaffe den Laden ausraubte. Damals war Matthias Kunze kurz vor Feierabend allein im Geschäft. Zum Glück gab es auch damals keine Verletzten.

Trotz aller widrigen Umstände am Dienstagabend konnte der Geschäftsinhaber auch noch etwas Positives verzeichnen: „Die Anteilnahme und Hilfsbereitschaft der Elstaler war verblüffend“, so Kunze. Mehr als 20 Anrufe seien nach der Tat im Laden eingegangen von Zeugen, die etwas zum Fluchtweg und zum Fluchtfahrzeug sagen konnten. Dafür meinen Dank. Ein Polizist hatte nur damit zu tun, diese Informationen aufzunehmen.“

Weil die Ermittlungen andauern, gibt die Polizei nicht alle Fakten zu der Straftat heraus, so Juliane Mutschischk von der Pressestelle Polizeidirektion West. Klar ist, die Täter sind in einem blauen/türkisfarbenen Pkw in Richtung Berlin geflüchtet. Das Auto hatten sie vorher im Bereich der Rosa-Luxemburg-Alle geparkt. Gefunden hat ein Zeuge im Bereich eines Trampelpfades zwischen Karl-Marx-Straße und Rosa-Luxemburg- Allee Handschuhe und eine Maske, die die Polizei sicherstellte. Einer der Täter wird laut Polizei wie folgt beschrieben: 180 Zentimeter groß, sportlich, muskulös, etwa 30 Jahre alt, helle Augenfarbe, blonde Augenbrauen. Er trug ein schwarzes T-Shirt, eine schwarze Hose, eine schwarze Maske und Handschuhe. Er hat Kommandos in einer ausländischen Sprache gebrüllt. Zeugen, Zeugen, die die Täter außerhalb des Geschäftes wahrnahmen, gaben an, dass alle drei Täter T- Shirts mit der Aufschrift „Securitas“ trugen, südländisch wirkten und Bärte hatten.

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Von Jens Wegener

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