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Havelland Massive Kritik am Buskonzept
Lokales Havelland Massive Kritik am Buskonzept
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06:40 01.10.2016
Die Busverbindungen im Brieselanger Bereich sind schlecht. Quelle: Andreas Kaatz
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Brieselang

Bus-Verbindungen zwischen dem Bahnhof Brieselang und den Bahnhöfen Wustermark und Dallgow-Döberitz sollten ebenso eingerichtet werden wie Bus-Verbindungen von Brieselang zum Havelpark in Dallgow und zu Karls Erlebnishof in Elstal. Außerdem müssten auch Busse an den Wochenenden, Feiertagen, in den Ferien und in den Abendstunden fahren. Dies sind nur einige der Forderungen, die die Gemeinde Brieselang im Zusammenhang mit dem neuen Bus-Konzept für Falkensee und die Umlandgemeinden hat.

Brieselang gehört zu den Kritikern des im Sommer dieses Jahres vorgelegten Entwurfs, fühlt sich nicht genügend berücksichtigt.  Die Gemeindevertreter haben jetzt eine entsprechende Stellungnahme verabschiedet, fordern Nachbesserungen. Generell wird begrüßt, dass dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mehr Geld zur Verfügung gestellt werden soll. „Das darf aber nicht einseitig konzentriert auf zwei Gemeinden erfolgen“, heißt es in der Stellungnahme. Mit den zwei Gemeinden sind Falkensee und Dallgow-Döberitz gemeint. So sollen laut Entwurf die Bus-Takte in deren Bereich verdichtet werden, in Brieselang hingegen geht es nur um eine Betrachtung des Schülerverkehrs. „Das können wir nicht akzeptieren“, sagt Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU). Er spricht von einer Einteilung der Gemeinden in Orte erster und zweiter Klasse.

Für die Brieselanger ist damit das Ziel, das der Landkreis als Auftraggeber mit dem Konzept verfolgt, verfehlt worden. Es sei etwas anderes vorgelegt worden, als der Kreistag beschossen hat, heißt es. So wird gefordert, dass das Konzept dahingehend überarbeitet wird, dass der gesamte Bus-Verkehr im Bereich des Mittelzentrums Falkensee betrachtet wird. Dazu zählen neben den beiden Kommunen Falkensee und Dallgow-Döberitz auch Brieselang, Schönwalde-Glien und Wustermark. Insgesamt geht es um rund 82 000 Einwohner. Zudem müsse auch eine Bewertung der Takt- und Fahrzeiten für den Gesamtraum erfolgen. Darüber hinaus sollen die Gemeinden bei der Überarbeitung des Konzeptentwurfes beteiligt werden.

Die Brieselanger können sich auch vorstellen, dass die Streckenführung bestehender Buslinien verändert wird, damit die Gemeinde künftig besser angebunden wird. Dies betrifft unter anderem die Linien 649 und 667. Dies würde mit der Einbindung des Güterverkehrszentrums Brieselang über die neue Zufahrt und die Verlagerung der Haltestelle auf die Nordseite des Bahnhofs Brieselang „einen erheblichen Gewinn“ bedeuten. Denn wie Bauamtsleiter Uwe Gramsch unlängst im Gemeindeentwicklungsausschuss bemerkte, wohnen allein nördlich der Bahnlinie, die den Ort zerteilt, rund 7000 Menschen. „Das sollte der Landkreis zur Kenntnis nehmen“, sagte er. Des Weiteren wird sich im Süden in den nächsten Jahren noch Erhebliches tun, wenn der neue Investor seine Ankündigung wahr macht und das so genannte Seifert-Gelände entwickelt. Allein dadurch könnte die Bevölkerung mittelfristig um rund 1000 Menschen wachsen.

Ein Bus-Verkehr schon in den frühen Morgenstunden würde zur Entlastung der angespannten Parkplatzsituation rund um den Bahnhof führen, hieß es im Ausschuss. Der Bürgerbus mit seinen ehrenamtlichen Fahrern sei dazu aber nicht in der Lage. Auch wurde im Ausschuss eine Parallelverbindung zur Bahn nach Falkensee angeregt, denn wenn der Zug mal ausfällt, sei Brieselang abgehängt.

Von Andreas Kaatz

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