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Masterplan für Gehwegbau gefordert

Falkensee Masterplan für Gehwegbau gefordert

Fußgänger und Radfahrer haben es schwer in Falkensee. Vor allem an den viel befahrenen Hauptstraßen. Nun fordert die Bürgerinitiative „Schönes Falkensee“ einen Masterplan zu dem Thema. die Abgeordneten setzen aber auf eine Prioritätenliste mit sechs Abschnitten.

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Der Masterplan Anliegerstraßenbau wird abgearbeitet. Bai Haupterschließungsstraßen und Gehwegen geht es nicht so zügig voran.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Wenn die 81-jährige Inge Schulze sich in Falkensee bewegen will, nutzt sie den Bus. Aber die Rentnerin hat es nicht einfach, überhaupt bis zu einer Bushaltestelle zu kommen. An der Potsdamer Straße, einer der meistbefahrenen Straßen der Stadt, etwa 8000 Fahrzeuge rumpeln hier pro Tag entlang, gibt es im südlichen Teil keinen Gehweg. Nur ein holpriger Pfad im Straßenbegleitunkraut steht den Fußgängern zur Verfügung. „Da bricht man sich ja die Beine“, beklagt die alte Dame.

Falkenseer Fußgänger und Radfahrer haben es mitunter schwer, vor allem an den Hauptstraßen müssen sie sich ins Gestrüpp schlagen oder mühsam die Straßenseite wechseln. Die Liste der Gehweg-Probleme ist lang, hat auch die Bürgerinitiative „Schönes Falkensee“ festgestellt und fordert einen Masterplan Gehwegbau. Dabei hat die BI vor allem die Gehwege an den Haupterschließungsstraßen im Blick, sagte Marc-Oliver Wille, 2. Vorsitzender der BI, die bei diesem Thema mit dem Behindertenbeirat und der Initiative Schulwegengel im Gespräch war. Einige Beispiele, die leider keine Einzelfälle sind, hatte Wille im Bild dargestellt, als er am Montagabend vor den Abgeordneten des Falkenseer Bauausschusses sprach. So zeigte er eine Bushaltestelle in der Fröbelstraße, die war befestigt und ausgebaut, aber links und rechts schließt sich kein Gehweg an. Kritisch auch die Situation in der Pestalozzistraße, wo ein Gehweg abrupt auf der Straße endet. Überhaupt Falkenhöh. „Der Stadtteil fühlt sich abgehängt“, sagte Marc-Oliver Wille und verwies darauf, dass dort kein Gehweg zur Spandauer Straße führt, vor allem die Situation an der Humboldtallee sei prekär. Die Bürgerinitiative fordert wegen der Vielzahl der Probleme, dass mehr Geh- und Radwege an Hauptstraßen gebaut werden, dass dafür mehr Geld zur Verfügung gestellt wird und dass das Programm zeitnah umgesetzt wird. „Nicht warten, bis irgendwann ein Verkehrsentwicklungsplan fertig ist“, meinte Marc-Oliver Wille. Die Probleme seien ja eigentlich bekannt, sagte er mit Blick auf die Prioritätenliste. Auch wenn diese nicht ausreiche.

Um eben diese Liste ging es den Mitgliedern des Bauausschusses. Das Thema sollte längst vom Tisch sein, wurde aber immer wieder verschoben, um es noch einmal in den Fraktionen zu beraten. Das war aber bis Montag offensichtlich nicht geschehen, die Abgeordneten gaben nur Einzelmeinungen ab. Dabei schwappte die Diskussion hin und her: Die einen wollten nur Gehwege fördern, die der Schulwegsicherung dienten, jeder nannte Beispiele, wo er dringend Handlungsbedarf sah, einige wollten mehr Zahlen und Hintergrundmaterial und noch weiterdiskutieren. Ausschussvorsitzender Gerhard Thürling (Linke) wollte vor allem endlich eine Beschlussempfehlung, also eine Liste mit vordringlichen Aufgaben, damit die Verwaltung loslegen könne. Eine entsprechende Abstimmung kam dann zustande, nach der Liste sollen sechs Projekte angepackt werden: Potsdamer Straße, Friedrich-Engels-Allee, Karl-Liebknecht-Straße, Havelländer Weg, Haydnallee und Humboldtallee.

Mit schnellen Lösungen ist aber nicht zu rechnen, dämpfte Baudezernent Thomas Zylla (CDU) die Erwartungen. Vieles sei zu prüfen: Platzverhältnisse, Beleuchtung, Zufahrten, Entwässerung, Grundstücksbesitz, Fördermittel. Aber mit einer Prioritätenliste, über die abschließend noch die Stadtverordnetenversammlung entscheiden muss, kann die Verwaltung mit der Planung beginnen.

Von Marlies Schnaibel

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