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Havelland Matheprojekt in der Jahngrundschule
Lokales Havelland Matheprojekt in der Jahngrundschule
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18:24 13.02.2017
So viel sind 20 Milliliter. Betreuerin Kathleen Lerch mit Laurena und Melissa beim Cocktailmixen. Quelle: Fotos: Markus KNiebeler
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Rathenow

Der Umgang mit Zahlen und Maßen im Mathematikunterricht kann für Schüler ohne ausgesprochene Rechenleidenschaft eine dröge Angelegenheit sein. Nicht so in der Jahngrundschule. In einem spannenden Projekt übten Viertklässler den Umgang mit verschiedenen Messeinheiten und -methoden. Einen ganzen Schultag lang durfte geschätzt, gemessen und gewogen werden. Der Eifer, mit dem die Schüler ihre Aufgaben lösten, war für Projektleiterin Petra Manthey der beste Beweis dafür, den Nerv der Kinder getroffen zu haben.

Vier Stationen waren im Musikraum der Jahnschule aufgebaut. An Station 1 ging es um den richtigen Umgang mit Geld. Den Schülern wurde ein Budget zugeteilt, von dem sie die auf einem Pult ausgestellte Waren erwerben durften. Es musste also so kalkuliert werden, dass man beim Einkauf mit der zugeteilten Summe zurechtkam.

An den anderen Stationen ging es darum, den Schülern ein Gefühl für Gewichte, Längen- und Hohlmaße zu vermitteln. „Wenn im Unterricht mit Litern oder Kilos gerechnet wird, haben viele Kinder keine genaue Vorstellung davon, wie viel ein Liter eigentlich ist“, sagte Petra Manthey. An der Hohlmaß-Station durften sich die Schüler deshalb aus Fruchtsäften einen Cocktail mixen – und bekamen beim Abmessen eine Ahnung davon, dass 20 Milliliter Maracuja-Saft weniger ist, als man vermuten könnte.

An der Gewicht-Station musste erst einmal geschätzt werden. „Was wiegt denn eine 1-Euro-Münze?“ wollte Petra Manthey wissen. Von einem bis 100 Gramm reichten die Vorschläge. Eine Digitalwaage setzt allen Spekulationen ein Ende. 7 Gramm wurden angezeigt. Dass ein ausgewachsener Elefant 7 Tonnen wiegt, nahmen die Schüler interessiert zur Kenntnis. Was das heißt, wurde ihnen aber erst klar, als sie ausrechnen mussten, wie viele Münzen man auf einer Balkenwaage in einer Schale zusammenlegen müsste, um einen Dickhäuter in die Luft zu heben: Nämlich sage und schreibe eine Million Ein-Euro-Stücke.

An Station 4 galt es Maß zu nehmen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Mit verschiedenen Messinstrumenten – Lineal, Zollstock und Bandmaß – ermittelten die Kinder die Längen verschiedener Körperteile – und lernten dabei, warum Elle und Fuß früher Einheiten zur Längenbestimmung waren. Natürlich musste an jeder der vier Stationen auch gerechnet werden. Aber die Aufgaben waren so in das Projektgeschehen eingebunden, dass das den meisten kaum auffiel.

„Wir wollen vor allem, dass die Schüler eine Vorstellung davon bekommen, was es mit den unterschiedlichen Maßeinheiten auf sich hat“, sagte Petra Manthey. Erst wenn man einen Liter Wasser abgemessen und hochgehoben habe, könne man sich vorstellen, was es bedeute, wenn im Alltag mit Mengen- und Gewichtsangaben operiert werde. Und das sei eben sehr oft der Fall: Beim Kochen und Backen, beim Tanken bei der Gepäckkontrolle und bei vielen anderen Gelegenheiten.

Wie wichtig es ist, eine realistische Vorstellung von Größen- und Gewichtseinheiten zu haben, machte die Projektleiterin an einem Beispiel klar. Den Satz „mein Papa ist so schwer wie ein Pferd“ werde nach dem Projekttag hoffentlich niemand mehr ernsthaft äußern.

Von Markus Kniebeler

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