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Havelland Medizinische Betreuung ist wichtigster Schwerpunkt
Lokales Havelland Medizinische Betreuung ist wichtigster Schwerpunkt
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22:18 07.03.2018
Heinz Golze, Vorsitzender des Kreisseniorenrats Havelland (links) mit der Vorsitzenden des Seniorenbeirats Milower Land, Gabriele Linke. Quelle: Christin Schmidt
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Havelland

Ein dickes Arbeitsbündel hat sich der Kreisseniorenrat Havelland für das laufende Jahr vorgenommen. Ende Februar bat Heinz Golze, Vorsitzender des Kreisseniorenrates, die Fraktionsvorsitzenden aus dem Kreistag zu einem Gespräch.

Betreuung durch Mediziner

Eines der wichtigsten Ziele, die der Beirat in diesem Jahr bearbeiten und voranbringen wolle sei die medizinische Betreuung, sagte Heinz Golze danach. „Zudem haben wir beschlossen, uns mit den Themen Mobilität unserer Senioren und die Verbesserung der Taktzeiten der Bahn zwischen Rathenow, Nennhausen, Buschow und Wustermark nach Berli vorgenommen.“

Mehr sachkundige Bürger

Außerdem möchte der Kreisseniorenrat darauf hinwirken, dass Mitglieder des Kreisseniorenbeirats als sachkundige Bürger in den Ausschüssen des Kreistages einbezogen werden. „Die Herausbildung weiterer Seniorenräte in Rhinow und Friesack ist ebenso wichtig“, fügte Golze hinzu.

Wer dabei war und wer nicht

Bei dem Gespräch mit den Politikern fehlten die Vertreter von FDP, Bündnis 90/Die Grünen und CDU. Gekommen waren Repräsentanten von SPD, Linke und AFD. Zunächst nutzte der Kreisseniorenrat, seine Arbeit kurz vorzustellen. „Es war gut zu hören, dass die Fraktionsvertreter die Ziele unterstützen“, so Heinz Golze im Nachhinein. „Sehr ausführlich war die Diskussion zur Frage ob das Seniorenticket Berlin-Brandenburg vom Jahresticket in ein Monatsticket umgewandelt werden sollte.“ Für Senioren, so die Meinung im Seniorenrat, sollte der Nahverkehr kostenfrei sein.

Zusätzliche Dienstleistungszentren

Der Seniorenrat fordert zudem den Bau weiterer medizinischer Dienstleistungszentren, um weite Fahrwege zu Ärzten zu verhindern. Um größeres Gewicht auf unsere Forderungen zu legen, wollen die Mitglieder des Rates die öffentlichen Sitzungen der Fraktionen stärker nutzen.

Wohnen und einkaufen

Golze weiter: „Probleme bereitet die Schaffung von Wohnraum ohne Barrieren. Ein kommunales Bündnis soll das steuern, darauf warten wir aber noch und wir fordern es ein.“ Lösungen müssen, so Golze, auch bei der Sicherung der Nahversorgung gefunden werden – nicht nur auf dem Land. Große Einkaufszentren seien selten bereit, Waren über die Grenzen der Städte und Gemeinden hinaus zu liefern. „Probleme gibt es bei Menschen, die körperlich beeinträchtigt sind, aber noch keine Betreuung brauchen oder ohne Pflegestufe sind.“

Der Kreisseniorenrat will seine Ideen weiter in Ausschüssen und vor Kommunalpolitikern vortragen. Zusammenkünfte und Diskussionsrunden mit den Fraktionen sollen in einer Wahlperiode öfter stattfinden.

Sprachrohr einer großen Gruppe

Immerhin sei der Kreisseniorenrat das Sprachrohr von mehr als 30 Prozent der Kreisbevölkerung über 65 Jahre. „Daher muss unser Gremium höher bewertet werden“, so Heinz Golze.

Von Joachim Wilisch

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