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Havelland Mega-Grundschule wird noch größer
Lokales Havelland Mega-Grundschule wird noch größer
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13:32 01.03.2018
Dallgower Baupläne: Der Flachbau rechts soll durch einen Neubau ersetzt und mit dem linken Haus verbunden werden. Quelle: Marlies Schnaibel
Dallgow-Döberitz

Eine Sondersitzung zur Sondersitzung war in Dallgow nötig geworden. Nun sieht es so aus, als ob die Erweiterung von Grundschule und Hort an der Steinschneiderstraße auf den Weg gebracht sind.

Der Handlungsdruck ist extrem groß. Die Dallgower Grundschule ist die größte Grundschule des Landes Brandenburg. Schon jetzt werden hier an zwei Standorten 700 Kinder unterrichtet. In fünf Jahren werden es etwa 850 sein. So die aktuellen Prognosen des Schulentwicklungsplans. Aber schon jetzt reicht der Platz vorn und hinten nicht.

Der Flachbau aus den 70er-Jahren soll verschwinden. Quelle: Marlies Schnaibel

Nach langen Debatten hatten sich die Abgeordneten im November darauf geeinigt, genügend Platz in einem dreigeschossigen Anbau an der Filiale Steinschneiderstraße zu errichten, da war von 3,7 Millionen Euro die Rede. Auf der Sondersitzung in der vergangenen Woche hatte der beauftragte Architekt Marin Sellke dann aber nur einen Anbau mit zwei Tagen und deutlich weniger Klassenräumen vorgestellt, dazu war er vom Bauamt beauftragt worden. Es kam zu turbulenten Szenen, sowohl Eltern als auch Gemeindevertreter waren aufgebracht und lehnten den Entwurf ab, weil er das Platzproblem nicht annähernd löst.

Deshalb nun die eilig für Dienstag einberufene Sondersitzung nach der Sondersitzung. Martin Sellke hatte den Entwurf modifiziert. Danach soll der 1972 gebaute Flachbau abgerissen werden und Platz für einen Anbau schaffen. Der schließt mit einem Verbinder an den bestehenden Schulbau an und hat ein Untergeschoss. Das kann durch die Hanglage als Souterrain gelten und den Klassenräumen Richtig Osten normal große Fenster ermöglichen. 18 neue Klassenräume können so entstehen. Von etwa 6 Millionen Baukosten war nun inzwischen die Rede.

Aber die Kosten spielten in der Debatte am Dienstag keine Rolle. Schulleiter Hendrik Frost sagte: „Wenn die Räume so kommen, können wir damit arbeiten.“ Damit wollten sich aber nicht alle Abgeordneten zufrieden geben. „Was ist, wenn die Prognosen nicht stimmen und wir weiter wachsen“, sagte Petra Budke (Grüne), sie stimmte dafür, weiter nach einem geeigneten Standort für einen ausreichend dimensionierten Neubau zu suchen. Hans-Peter Pförtner (Freie Wähler) schlug auch gleich einen Standort am Sportplatz an der B5 vor. Aber da winkten eigentlich alle ab: Da ist ja noch mehr Lärm als am jetzigen Standort.

Andrea Lampe, Vorsitzende der Elternkonferenz, brachte erneut den Standort Bahnhofstraße in die Debatte ein. Aber dagegen spricht die Verkehrslage und die Fläche, die vom Hort als Spielfläche benötigt wird. An dieser Stelle flammte kurz die Debatte auf, ob denn Lernen oder Spielen wichtiger sei. Aber den Streit wollten die Abgeordneten dann doch nicht noch einmal mit aufgebrachten Müttern führen. Versammlungsleiter Sven Richter (CDU) hielt die Zügel der lebhaften Diskussionsrunde aber straff in der Hand.

Schließlich entschieden die Abgeordneten mit elf Ja-Stimmen und bei zwei Enthaltungen für den vorgelegten Entwurf. Abschließend muss die Gemeindevertretersitzung darüber beraten. Kommt auch da ein Ja, könnte in den Sommerferien der Altbau abgerissen werden.

Von Marlies Schnaibel

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