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Meger: „So langsam realisiere ich den Sieg“

Nauen (Havelland) Meger: „So langsam realisiere ich den Sieg“

Mit 50,5 Prozent der abgegebenen Stimmen wurde Manuel Meger (LWN) am Sonntag zum neuen Bürgermeister von Nauen gewählt. Er hatte nur 54 Stimmen Vorsprung vor Eckart Johlige (CDU). Am 26. Januar nächsten Jahres wird Meger seinen ersten Arbeitstag als Stadtoberhaupt haben. Im MAZ-Gespräch verrät der 35-Jährige, was er vorhat.

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Ein glücklicher Manuel Meger bei der Feier der LWN-Anhänger in der Lietzower Gaststätte Wensche.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Nauen. Mit 50,5 Prozent der abgegebenen Stimmen wurde Manuel Meger (LWN) am Sonntag zum neuen Nauener Bürgermeister gewählt. Er hatte nur 54 Stimmen Vorsprung vor Eckart Johlige (CDU). Am 26. Januar nächsten Jahres wird Meger seinen ersten Arbeitstag als Stadtoberhaupt haben. Im MAZ-Gespräch erzählt der 35-Jährige, was er nun vorhat.

Herr Meger, herzlichen Glückwunsch zur Wahl. Wie fühlen Sie sich?

Manuel Meger: Erst einmal bin ich froh, dass der lange Wahlkampf zu Ende ist. So langsam realisiere ich den Sieg. Es ist ein schönes Gefühl, von den Menschen in der eigenen Heimatstadt gewählt zu werden. Allerdings steht das Ergebnis ja noch nicht endgültig fest. Herr Johlige hat angekündigt, dass er eine Neuauszählung beantragen will.

Nehmen Sie ihm das übel? Denn für Sie bedeutet es ja eine gewisse Unsicherheit.

Nein, ich kann es durchaus nachvollziehen, wenn er bei einem so knappen Vorsprung eine erneute Auszählung beantragen will, um eine hundertprozentige Sicherheit zu haben, dass das Ergebnis auch stimmt. Andersherum hätte ich es wahrscheinlich ebenso gemacht.

Warum?

Es gab ja die 60 falschen Stimmzettel, die mit den Briefwahlunterlagen verschickt wurden. Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass es ein ganz fairer Wahlkampf zwischen Herrn Johlige und mir gewesen war.

Was werden Sie als erstes tun, wenn Sie Bürgermeister sind?

Wie ich schon im MAZ-Forum sagte, werde ein Foto meiner Familie auf den Schreibtisch stellen. Denn das hätte alles nicht funktioniert, wenn ich nicht den Rückhalt meiner Familie gehabt hätte, meine treuesten Wahlkämpfer. Sogar mein großer Sohn hat zusammen mit seiner Mama unter anderem Flyer in Briefkästen gesteckt.

Was glauben Sie, war ausschlaggebend für Ihren Wahlsieg?

Ich denke, die Leute wollten einen Wechsel an der Rathausspitze haben. Das hat man schon bei der ersten Wahl am 24. September gemerkt. Das ich es letztlich geworden bin, hängt vermutlich auch damit zusammen, dass ich jemand von hier bin. Einer, der hier geboren und aufgewachsen ist und der die Probleme kennt. Deshalb haben viele Leute offenbar mehr Vertrauen zu Manuel Meger. Insbesondere die Ergebnisse in den Ortsteilen haben mich zum Sieg geführt. Ein Erfolg der gesamten LWN.

Das Ergebnis war sehr knapp. Wie wollen Sie die anderen Menschen von sich überzeugen?

Auf jeden Fall möchte ich dafür sorgen, dass die Kluft zwischen Kernstadt und Ortsteilen geschlossen wird und dass wir als einheitliche Stadt deren Farben nach außen vertreten. Ich möchte alle Einwohner von meinem Handeln überzeugen. Am Ende meiner Amtszeit werden sie dann meine Arbeit beurteilen können. Dazu gehört auch, ob beispielsweise neue Kita-Plätze entstanden sind.

Wie soll künftig die Arbeit in der Stadtverordnetenversammlung aussehen. Die Kräfteverhältnisse werden sich ja leicht verändern.

Das stimmt. Zu den acht Stimmen der Fraktion LWN+Bauern kommt jetzt die Bürgermeisterstimme hinzu. Ich werde mit allen Fraktionen sprechen. Für die LWN ist es auch eine neue Situation. Seit 2003 befindet sie sich in der Opposition. Jetzt ist ein Umdenken angesagt, was für uns als Fraktion ein Lernprozess sein wird. Auf der anderen Seite waren SPD und Linke lange Zeit Partner. Die müssen sich jetzt auch finden und überlegen, in welche Richtung sie gehen.

Gibt es Ihrerseits schon Vorstellungen zu Veränderungen in der Stadtverwaltung?

Sicher wird es Veränderungen geben, aber ich möchte nichts überstürzen und es mir erst einmal genau anschauen. Das ist alles noch ganz frisch. Ich bin keiner, der schon im Vorfeld Posten vergibt. Es ging jetzt erst einmal darum, die Wahl zu gewinnen. Alles andere kommt später.

Von Andreas Kaatz

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