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Havelland Meger punktete vor allem in den Ortsteilen
Lokales Havelland Meger punktete vor allem in den Ortsteilen
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16:35 16.10.2017
Susanne Schwanke-Lück und Thomas Lück schütten die Wahlurne aus. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Nauen

Dass es bei der Nauener Bürgermeisterstichwahl knapp werden könnte, war durchaus zu erwarten. Am Ende konnte Manuel Meger von der Ländlichen Wählergemeinschaft mit einem hauchdünnen Vorsprung von 54 Stimmen triumphieren.

Sicher war das aber tatsächlich erst zum Schluss. Denn da lag auch das Ergebnis des Briefwahllokals im Bürgerbüro vor. Schon beim ersten Wahlgang drei Wochen zuvor hatte Megers Kontrahent Eckart Johlige (CDU) den LWN-Kandidaten dort deutlich übertrumpft. Nun stand die Frage, wem die Wähler des ausgeschiedenen SPD-Kandidaten Oliver Kratzsch diesmal ihre Stimme geben werden, und sie entschieden sich offenbar mehrheitlich für Johlige. Andererseits waren es aber auch nicht so viele, dass der Christdemokrat Megers Vorsprung noch komplett aufholen konnte.

Was das Abschneiden in den Ortsteilen betraf, ähnelte sich das Bild im Vergleich zum ersten Wahlgang am 24. September. Manuel Meger entschied alle Dörfer für sich – bis auf die Waldsiedlung. Da lag Eckart Johlige erneut vor ihm. Jedoch ging das Briefwahllokal, in dem die Einwohner aus den Ortsteilen gewählt haben, auf Megers Konto.

In der Kernstadt hingegen musste der LWN-Kandidat Federn lassen. Drei Wochen zuvor konnte er noch in drei Wahlbezirken – Kita Kinderland, Arco-Schule und Grundschule am Lindenplatz – die meisten Stimmen auf sich vereinen, diesmal nur noch in der Kita Kinderland. In den übrigen Wahllokalen brachte Eckart Johlige die meisten Wähler auf seine Seite.

Der Nauener Wahlausschuss wird am heutigen Dienstag um 10 Uhr tagen. Dort soll das endgültige Ergebnis verkündet werden. Allerdings ist damit zu rechnen, dass der unterlegene Kandidat Einspruch einlegen könnte. Eckart Johlige will eine Neuauszählung beantragen, wie er am Wahlabend angekündigt hatte. Hauptgrund ist für ihn neben dem sehr knappen Ergebnis, dass im Vorfeld der Stichwahl 60 falsche Stimmzettel mit den Briefwahlunterlagen verschickt worden sind. Wie Wahlleiterin Andrea Bublitz jedoch auf Anfrage mitteilte, haben bis auf sechs Wähler alle ihre falschen Stimmzettel gegen richtige ausgetauscht – zwei sogar noch am Sonntag.

Seinen ersten Arbeitstag als Bürgermeister wird Meger am 26. Januar haben. Damit verschiebt sich leicht das Kräfteverhältnis in der Stadtverordnetenversammlung. Er verlässt die Fraktion LWN+Bauern, der er jetzt vorsteht. Für ihn folgt ein Nachrücker. Mit der Bürgermeisterstimme kommen LWN+Bauern auf neun Stimmen – genauso viel wie die SPD dann haben wird, die mit Detlef Fleischmanns (SPD) Abschied eine Stimme verliert.

Von Andreas Kaatz

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