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Havelland Mehr Busverkehr am Wochenende
Lokales Havelland Mehr Busverkehr am Wochenende
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18:27 07.06.2018
Am Nauener Bahnhof sollen künftig auch Fahrten mit einem Rufbus um 24 Uhr möglich sein – das sieht das neue Buskonzept vor. Quelle: Andreas Kaatz
Havelland

An Wochenenden sollen im Havelland künftig mehr Busse fahren als bisher. Das geht aus dem ersten Entwurf des neuen Buskonzeptes hervor, das der Landkreis Mittwochabend bei einer öffentlichen Veranstaltung im Oberstufenzentrum Nauen vorstellte. Das Ziel des Buskonzeptes stellte Landrat Roger Lewandowski (CDU) gleich zu Beginn klar: „Die Menschen sollen im Havelland bleiben und das auch im ländlichen Raum. Dafür müssen aber die Rahmenbedingungen stimmen.“ Daher sieht das Konzept einige Anpassungen vor.

Knackpunkt Wochenende

„An den Werktagen haben wir nur wenige Veränderungen vorgenommen, Knackpunkt war das Wochenende“, erklärte Alexander Pesch von der Planungsgesellschaft ptv, die das neue Konzept erarbeitet hat. Hauptneuerung ist die Einführung einer neuen Linie 642, von Ketzin nach Elstal. Diese soll sowohl am Wochenende, als auch werktags verkehren und Ketzin an den Elstaler Bahnhof anbinden. Die Linien 659 und 614 sollen Sonnabend und Sonntag künftig im Zwei-Stunden-Takt verkehren.

Um auch am späten Abend noch vom Bahnhof nach Hause zu kommen, sollen Rufbusse eingerichtet werden, die auch um 24 Uhr noch von den Bahnhöfen abfahren.

Werktags wird auf höhere Taktung gesetzt

Werktags wird bei vielen bestehenden Linien eine höhere Taktung anvisiert. Um das Buskonzept umsetzen zu können, braucht es zwei neue Busse und mehr Personal für die zusätzlichen Dienste. „Insgesamt würde dieses Konzept Mehrkosten von rund 1,1 Millionen Euro bedeuten“, so Alexander Pesch.

Der Entwurf kam bei den wenigen Zuhören in der Aula gemischt an. „Wir sind mit dem Entwurf mehr als zufrieden, vor allem freut es mich, dass wir endlich einen Regionalanschluss nach Elstal haben“, sagte Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP). Dem schloss sich auch Wustermarks Oberhaupt Holger Schreiber (parteilos) an, mit einer Ausnahme. „Schade ist, dass es am Wochenende weiter keine Anbindung nach Hoppenrade gibt“, so Schreiber. Er schlug vor, die Streckenführung der Linie 642 dahingehend zu ändern, dass auch dieser Wustermarker Ortsteil angefahren werden kann.

Hertefelder fühlen sich abgehängt

Verbesserungsbedarf sieht auch Judith Schöniger. Die Schülerin wohnt im Nauener Ortsteil Hertefeld und fährt täglich nach Nauen. „Die Linie 665 wurde am Wochenende komplett gestrichen und in der Woche kommt man am späten Nachmittag nicht mehr nach Hause“, sagte sie. Schüler, die am Nachmittag noch Angebote in der Stadt wahrnehmen möchten oder einen Sportverein besuchen, seien zwangsläufig auf ein Auto oder die Hilfe der Eltern angewiesen. Dieses Problem ist auch Nauens Bürgermeister Manuel Meger (LWN) ein Dorn im Auge, ebenso wie die Linie 666 nach Markee. „Durch eine Stichverbindung könnte man hier auch Waldheim noch gut anbinden“, schlug er vor. Meger kündigte zudem an, im Rahmen des Beteiligungsverfahren, weitere Verbesserungsvorschläge einbringen zu wollen.

In einem Punkt waren sich alle Anwesenden einig. Die Tarifzonen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) müssen dringend verändert werden. Daran kann das Buskonzept jedoch nichts ändern. „Die Tarife sind Sache des VBB und da kommen wir gegen die Länder Berlin und Brandenburg nicht an“, sagte Roger Lewandowski.

Öffentliche Beteiligung läuft bis zum 31. August

Bis zum 31. August haben Bürger, Verbände, Städte und Gemeinden die Möglichkeit, ihre Meinung zum Buskonzept zu äußern. Auf der Internetseite von Havelbus steht ein entsprechendes Formular zur Beteiligung sowie das ausführliche Buskonzept bereit. Im kommenden Jahr sollen die Maßnahmen dann umgesetzt werden. Ob jedoch alles auf einmal realisiert wird, sei noch unklar. „Wir brauchen auch genügend Busfahrer, die die Linien fahren. Dieses zusätzliche Personal fehlt uns derzeit noch“, so der Landrat.

Von Danilo Hafer

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