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Bunte Vögel und blaue Fische vor herrlicher Kulisse

Freiraum für Hobby-Künstler an Malwerkstatt im Wiesenburger Park Bunte Vögel und blaue Fische vor herrlicher Kulisse

Die 13-Jährige Emma Weber nahm am zweiten Fest der Farben teil, für das der Wiesenburger Park am Sonntag die Kulisse bot. Die Görzkerin ist als Hobbymalerin nur sehr schwer von Stift und Pinsel zu trennen. Die Frage nach ihrer Schulnote im Fach Kunst beantwortet sich daher von selbst: glatt 1.

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Emma Weber aus Görzke holte sich mit ihrem Fantasievogel den ersten Preis.

Quelle: T. Potratz

Wiesenburg.  Sonntag, 10Uhr, ist es schon sonnig im Schlosspark. Ein paar Schwäne ziehen ihre ersten Runden auf den Gewässern. Doch es bläst noch eine frische Brise die nächtliche Kühle durch den Garten. Es ist noch zu windig, wenn es nach Emma Weber geht. Sie trägt eine dicke Felljacke als sie sich auf einer Bank direkt am Schlossteich setzt und ihre Malutensilien sowie ein großes DIN-A3-Blatt vor sich ausbreitet. Die 13-Jährige nimmt am zweiten Fest der Farben teil, für das der Wiesenburger Park am Sonntag die Kulisse bot.

Als sie von dieser Malwerkstatt im Rahmen des Kunstsommers Hoher Fläming gehört hatte, sei sie, wie sie selbst sagt, „gleich Feuer und Flamme gewesen“. Die Görzkerin ist als Hobbymalerin nur sehr schwer von Stift und Pinsel zu trennen. Die Frage nach ihrer Schulnote im Fach Kunst beantwortet sich daher von selbst: glatt1. Auch diesmal sitzt sie nicht lange vor dem weißen Papier und greift sofort in ihre Schatulle, die mit bunten Aquarellstiften gefüllt ist. „Zunächst zeichne ich alles mit den Stiften vor und danach male ich mit Wasser und Pinsel drüber“, erklärt sie ihre Technik.
Der Aquarellstil ist bei vielen weiteren Teilnehmern der Veranstaltung sehr beliebt und wird daher häufig angewandt. Diesmal ist dies bei dem Wettbewerb, der im vergangenen Jahr noch als „Aquarellsonntag“ zum ersten Mal stattfand, nicht zwingend notwendig, weil die Veranstalter die Regeln dieses Jahr etwas gelockert haben. Das bezieht sich mithin auf die Themen. Während bei der Premiere noch Werke zum „Kunstwanderweg“ gefordert waren, konnten die Enthuisiasten diesmal bei der Motivwahl ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Von dieser Regeländerung profitiert Emma Weber. Sie hatte vor einiger Zeit zu Hause schon ein paar Fantasievögel gezeichnet und verfolgt diesmal eine ähnliche Idee. „Dieser Vogel ist ausgedacht. Sieht vielleicht aus wie ein bunter Kolibri“, sagt sie, als sie nach dreistündiger Arbeit ihr fertiges Bild stolz vorzeigt. Doch gehe es nicht zwingend ums Gewinnen „Es soll Spaß machen. Das ist das Wichtigste“, sagt Emma Weber und gibt ihre Arbeit in der Kunsthalle ab. Dort begeistert ihr bunter Fantasiekolibri die Besucher so sehr, dass er in der Kinderwertung prompt auf den ersten Platz fliegt. Bei den Erwachsenen wird eine Arbeit von Valeska Schottler mit dem Hauptpreis gekrönt.

Dass die Inspiration für eine lebendige Malerei nicht immer aus der Parkumgebung kommt,bestätigt indes Nadine Schneider aus Bad Belzig. „Die Anlage ist von Menschen fertig gestaltet. Da ist es schwer, sich als Künstler noch auszutoben“, erklärt sie. Für Ideen aus der Natur müsse sie sich eher in einen urbanen Wald setzen. Die Künstlerin hat sich nicht von ungefähr für eine abstrakte Darstellung entschieden und mit Grau- und Blautönen einen Frauenkopf gezeichnet neben dem geschwungen ein blauer Fisch schwimmt. „Es geht beim Malen einfach darum sich auszuleben und Dinge zu verwirklichen, die sonst im realen Leben nicht möglich sind“, erklärt Schneider.

Das trifft zu, denn blaue Fische und bunte Kolibris gibt es selbst im Wiesenburger Schlosspark eben ausschließlich am Aquarellsonntag.

Von Tobias Potratz

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