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Mehr Jobs im Havelland

Arbeitslosenquote sinkt weiter Mehr Jobs im Havelland

Im Havelland sinkt die Arbeitslosenquote weiter. Im Juni waren in den beiden Geschäftsstellen Rathenow und Nauen 6135 Menschen – 7,2 Prozent – ohne Arbeit. Das sind knapp 180 weniger, als noch im Vormonat und über 100 weniger als im Juni vergangenen Jahres – der niedrigste Wert in einem Juni seit der Wende.

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Im Juni sank die Arbeitslosenquote weiter auf 7,2 Prozent.

Quelle: dpa

Havelland. Im Havelland sinkt die Arbeitslosenquote weiter. Im Juni waren in den beiden Geschäftsstellen Rathenow und Nauen 6135 Menschen – 7,2 Prozent – ohne Arbeit. Das sind knapp 180 weniger, als noch im Vormonat und über 100 weniger als im Juni vergangenen Jahres. „Das ist der niedrigste Wert in einem Juni seit der Wende“, sagt Simone Hirschmann, die Bereichsleiterin Havelland in der Agentur für Arbeit Neuruppin. Die Geschäftsstelle Nauen stehe mit einer Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent weiterhin an der Spitze im Agenturbezirk. Die Geschäftsstelle Rathenow hat mit 11,2 Prozent jedoch nach wie vor eine hohe Arbeitslosenquote, die sich auf den Landkreis auswirkt. Doch auch hier zeichnet sich eine positive Entwicklung ab. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent.

„Auch im Juni gab es wieder viel Dynamik auf dem Arbeitsmarkt. Haben sich in diesem Zeitraum 1119 Menschen arbeitslos gemeldet, sind 1284 wieder in Beschäftigung übergegangen“, so Hirschmann. Besonders in kaufmännischen Berufen, im Verkauf und dem Bereich Verkehr und Logistik sei im Juni eingestellt worden. „Mittlerweile ist das Wetter auch so beständig, dass eigentlich alle Hoch- und Tiefbauer eine Beschäftigung gefunden haben. Der Rückruf ist endgültig abgeschlossen, was nicht heißt, dass aus dem Baubereich nicht weiter Angebote bei uns eingehen – auch in diesem Bereich gibt es viel Bewegung.“

Deutlich mehr Jobs, als noch im Vorjahresmonat wurden in den Bereichen Handel, Kfz-Reparatur, Verkehr und Lagerei sowie im Gesundheits- und Sozialwesen gemeldet. „28 Stellen werden alleine in der ambulanten Pflege besetzt. Aber auch Physiotherapeuten werden verstärkt gesucht – hier gibt es derzeit einen Engpass“, so die Bereichsleiterin. Um die Fachkräftesicherung voranzutreiben, befinden sich zurzeit rund 290 Menschen ohne Arbeit in Weiterbildungsmaßnahmen und können anschließend auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen.

Erfahrungsgemäß ist der Rückgang der Arbeitslosenquote jetzt aber erst einmal vorbei. „Im Juli ist die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen Jahren meist gleich geblieben oder sogar leicht angestiegen. Das liegt daran, dass viele Auszubildende fertig werden und sich vorsorglich bei uns melden, sollten sie nicht direkt von ihrem Arbeitgeber übernommen werden“, so Hirschmann. Sollte das der Fall sein, bemühe sich die Agentur für Arbeit jedoch darum, die jungen Leute gleich wieder zu vermitteln. „Wir lassen sie in den Sommermonaten nicht so einfach in die Ferien“, sagt die Bereichsleiterin. Persönliche Gespräche und eine enge Betreuung seien das A und O. „Firmen und Jugendliche zusammen zu bringen, ist eine tolle Möglichkeit – beide Seiten sind immer wieder positiv überrascht.“ Viele Jugendliche entdecken bei einer solchen Gelegenheit sogar oftmals Berufe für sich, die sie zuvor nie in Betracht gezogen hätten.

Von Laura Sander

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