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Mehr Menschen ohne Arbeit

Anstieg der Arbeitslosenzahlen ist saisonbedingt Mehr Menschen ohne Arbeit

Der Winterbeginn brachte einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen mit sich. Rund 6300 Menschen – also 7,4 Prozent – waren im Dezember ohne Job. „Der leichte Anstieg war zu erwarten. Trotzdem haben wir erstmalig seit der Wende unter 7000 Arbeitslose im Dezember – das ist neuer Rekord“, so die Expertin.

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Die Arbeitslosenzahlen sind im Dezember leicht gestiegen.

Quelle: dpa

Havelland. Der Winterbeginn brachte einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen mit sich. Rund 6300 Menschen – also 7,4 Prozent – waren im Dezember ohne Job. Das sind 126 mehr als im Vormonat, allerdings rund 730 Menschen weniger als noch im Dezember 2014. „Der leichte Anstieg war zu erwarten, wie die Erfahrung aus den Vorjahren zeigt. Trotzdem haben wir erstmalig seit der Wende unter 7000 Arbeitslose im Dezember – das ist neuer Rekord“, so Simone Hirschmann, die Bereichsleiterin Havelland in der Agentur für Arbeit Neuruppin.

Besonders im Baugewerbe wurden aufgrund der Witterung Leute entlassen. „Sobald es wieder wärmer wird, stabilisiert sich der Stellenmarkt auch in diesem Bereich wieder. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist im Baugewerbe ungebrochen“, so Hirschmann. Im Handel und Verkauf sowie dem Bereich Verkehr und Logistik fand im Dezember viel Bewegung statt. Zum einen meldeten sich nach dem Weihnachtsgeschäft viele Menschen arbeitslos, gleichzeitig wurden wieder viele Stellen angeboten und besetzt. Im Jahresvergleich landet der Bereich Verkehr und Logistik so mit 1511 gemeldeten Arbeitsstellen im Jahr 2015 auf Platz eins der meisten Stellenzugänge im Havelland. „Gesucht wird außerdem weiterhin verstärkt im Kraftfahrerbereich sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Erzieher, Sozialassistenten und Fachkräfte im Pflegebereich haben im Havelland gute Vermittlungschancen“, sagt die Bereichsleiterin. Im Januar erwartet die Expertin witterungsbedingt nochmals einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen.

Die Geschäftsstelle Nauen steht mit einer Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent auch im Dezember weiter an der Spitze des Agenturbezirkes Neuruppin. Die Geschäftsstelle Rathenow ist mit 11,5 Prozent weiterhin Schlusslicht im Agenturbezirk, was sich auf die Gesamtquote für den Landkreis auswirkt. Doch auch in Rathenow gibt es eine positive Entwicklung. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,3 Prozent.

Auch für das nächste Jahr prognostiziert die Expertin eine anhaltende Nachfrage nach Arbeitskräften. „Die Entwicklung des Arbeitsmarktes hängt jedoch stark davon ab, wie viele geflüchtete Menschen tatsächlich länger im Havelland bleiben und sich im kommenden Jahr bei uns melden.“ Bislang haben rund 350 Flüchtlinge im Havelland vorbereitende Deutschkurse besucht, die als Voraussetzung für den Einstieg in die Arbeitswelt gelten.

Von Laura Sander

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