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Mehr Platz im GVZ Wustermark

Wirtschaft Mehr Platz im GVZ Wustermark

Zusätzliche 12 Hektar Ansiedlungsfläche für Investoren schafft die Gemeinde Wustermark und Güterverkehrszentrum. Es gibt bereits einige Interessenten, sagt der Bürgermeister

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Von der B 5 geht es direkt ins GVZ Wustermark.

Quelle: Konrad Radon

Wustermark. Weitere knapp 15 Hektar stehen in Kürze für potenzielle Investoren im Güterverkehrszentrum Wustermark (GVZ) als Ansiedlungsfläche zur Verfügung. Dafür legten die Gemeindevertreter mit ihrem einstimmig gefassten Beschluss zur Änderung des Bebauungsplanes W 7 „GVZ Wustermark“ die Grundlage. „Es gibt immer wieder Nachfragen nach großen Flächen im GVZ, die wir nun befriedigen können“, sagt Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos).

Es geht um zwei Bereiche in der Nähe der Hafenstraße, die zusammengerechnet etwa 12 Hektar ausmachen. Bisher waren diese vorgesehen für die Lagerung von Erdstoffen und als Ausgleichsfläche. Dank der verkehrstechnisch sehr guten Lage zwischen der Autobahn A 10, der Bundesstraße B 5, dem Havelkanal und der Hochgeschwindigkeitsstraße Hannover-Berlin sind zur Nutzung dieser Areals keine weiteren Erschließungsmaßnahmen nötig. Die technische Infrastruktur ist in der Hafenstraße und im angrenzenden Gehweg zum größten Teil vorhanden. Allerdings muss die Gemeinde Wustermark die Planänderungen finanzieren und hat deshalb im Haushalt 2016 schon 60 000 Euro eingestellt.

Diese Ausgaben werden sich aber schnell rentieren. Wenn beide Flächen verkauft werden, könnte das mehrere Millionen Euro in die Gemeindekasse spülen. Zumal nun auch ein angrenzendes drittes Areal, das bisher wegen seiner Größe von nur drei Hektar nicht vermarktet werden konnte, jetzt eingebunden werden könnte.

Im vergangenen Jahr hatten die Wustermarker Gemeindevertreter entscheiden, das Güterverkehrszentrum, das bereits zu gut 75 Prozent ausgelastet ist, zu verdichten. Sie beriefen sich dabei auf eine Untersuchung der Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH (IPG) Potsdam, die im Auftrag der Gemeinde die Vermarktung des GVZ koordiniert. Darin ist nachgewiesen, das eine Erweiterung des GVZ zu teuer und zu zeitaufwendig wäre, weil neue Straßen gebaut und alle Medien verlegt werden müssten.

Um die jetzt neu verfügbaren Ansiedlunsgflächen an der Hafenstraße bestmöglich vermarkten zu können, bestehe laut IPG auch die Möglichkeit, die bisherige Planstraße zur Erschließung des Gebietes an die östliche Seite zu verlagern. Die Kosten für die Umverlegung wäre vom potenziellen Investor zu tragen.

Im GVZ Wustermark arbeiten heute rund 3000 Menschen. Mehr als 30 Unternehmen haben sich bisher angesiedelt. Sollten die neuen Flächen verkauft werden, steigt der Auslastungsgrad auf mehr als 85 Prozent. Zum Endausbau werden 3500 bis 3800 Arbeitsplätze erwartet.

Von Jens Wegener

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