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Mehr Radwege sollen entstehen

Havelland Mehr Radwege sollen entstehen

Die Mitglieder der neu gegründeten Arbeitsgruppe „Radwege im Havelland“ haben sich jetzt das erste Mal getroffen. Sie wollen sich dafür einsetzen, dass vorhandene Radwege ausgebaut, instandgesetzt und miteinander verbunden werden. Dies soll insbesondere für Schulwege gelten. Vorläufig beschränkt sich der Arbeitsbereich auf das Osthavelland.

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Entlang der L 20 von Schönwalde Dorf bis zur Kreisgrenze entstand kürzlich ein neuer Radweg.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Havelland. Der Ruf nach dem Bau neuer und der Erhaltung bestehender Radwege im Havelland wird immer stärker. Nun haben sich Menschen zusammengefunden, die dies vorantreiben wollen. Kürzlich trafen sich in Falkensee erstmals die Mitglieder der neugegründeten Arbeitsgruppe „Radwege im Havelland“. Grundlage ist ein Beschluss der jüngsten Mitgliederversammlung des Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen. Ziel ist es, Radwege über Orts- und Gemeindegrenzen hinaus zu denken, deren Bau anzuregen und zu befördern, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Ich freue mich und war doch überrascht, auf wie viel Interesse das Thema Radverkehrswege in unserem Landkreis gestoßen ist“, sagte Initiator und Sprecher der AG Martin Eiselt. Denn es kamen nicht nur Interessierte aus Falkensee, sondern auch aus Brieselang, Bredow und Wernitz. „Radwege, die an Zuständigkeitsgrenzen einfach enden, müssen schnellstens der Vergangenheit angehören“, betonte Eiselt.

Die Mitglieder der AG wollen den Verantwortlichen im Kreis das große Interesse am Radverkehr in Erinnerung rufen und das Potenzial für zukunftsfähige Verkehrskonzepte aufzuzeigen. Auch im Hinblick auf die Entwicklung eines sanften Tourismus, auf Freizeitaktivitäten oder Radsport sei die Erschließung des Landkreises für den Radverkehr von enormer wirtschaftlicher Bedeutung, heißt es.

„Wir fordern, dass vorhandene Radwege ausgebaut, instandgesetzt und miteinander verbunden werden. Ein richtiges Radwegenetz soll entstehen, damit unter anderem die vielen Schüler der weiterführenden Schulen in unserem Landkreis sicher mit dem Fahrrad zur Schule kommen“, so Antje Töpfer, Sprecherin der AG. „Das Fahrrad ist in unserem Landkreis eine absolut unterschätzte Alternative zu motorisierten Verkehrsmitteln im Alltag. Es ist nicht nur platzsparend, unkompliziert und leise, sondern schont neben der Umwelt auch den Geldbeutel – sowohl der Radler als auch der Kommunen“.

Einen Arbeitsschwerpunkt sieht die Gruppe deshalb überall dort, wo Schüler zwischen Orten und Ortsteilen bislang völlig ohne Radwege mit dem Fahrrad zur Schule unterwegs sind. Wenn Radwege entlang vorhandener Straßen nicht möglich oder sinnvoll sind, sollten andere Wegführungen wie Wirtschafts- oder Forstwege in Betracht gezogen werden.

Als erster Schritt sollen die Schulwegstrecken ermittelt werden und Radwege vorgeschlagen werden, wo bislang keine sind. Mit diesen Informationen soll im Kreistag ein Radwegekonzept eingefordert und deren Realisierung begleitet werden.

„Um unsere Wirksamkeit zu erhöhen und weitere Ideen in unsere Arbeit aufnehmen zu können, suchen wir weitere Interessierte, die sich in unsere Arbeitsgruppe aktiv einbringen möchten. Wir werden uns monatlich treffen und unser Vorhaben in konkreten Arbeitsschritten umsetzen“, wirbt Eiselt um Unterstützung. „Mit der Ortsgruppe des ADFC in Falkensee haben wir bereits Kontakt aufgenommen und werden eng zusammenarbeiten.“ Zunächst wird die Gruppe im Osthavelland mit der Arbeit beginnen. Interessierte können sich per E-Mail an info@gruene-havelland.de wenden.

Von Andreas Kaatz

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