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Mehr Sport, mehr Musik, mehr Familie

Vorsätze und Wünsche für das neue Jahr Mehr Sport, mehr Musik, mehr Familie

Gute Vorsätze fürs neue Jahr sind schnell ausgesprochen, aber nicht ganz so einfach umzusetzen. Die MAZ hat sich umgehört, was sich Havelländer für 2016 vornehmen oder wünschen. Die guten Vorsätze sind jedoch nicht für alle eine Option.

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In der Bäckerei Ziehm in Falkensee ist Nancy Hedrich auf die Pfannkuchenfreude vorbereitet.

Quelle: Peter Paul Weiler

Havelland. „Ach, das mit den guten Vorsätzen hat doch schon vor Jahren nicht geklappt“, winkt Gisela Dittmer ab. Die Falkenseer Pfarrerin der Seegefelder Kirchengemeinde nimmt sich deshalb nicht extra etwas zur Persönlichkeitsverbesserung vor. Und wenn, wäre es wohl nicht an den 1. Januar gebunden.

„Für 2015 hatte ich mir etwas vorgenommen“, sagt Heiko Müller rückblickend, „ich wollte wieder Bürgermeister werden.“ Das hat der Falkenseer mit Hilfe der Wähler geschafft. Ansonsten hält er es mit den Vorsätzen für 2016 ganz privat. Er will ein bisschen mehr an sich denken: „Ich will mehr Zeit finden, um Musik mit anderen zu machen. Das macht mir große Freude und entspannt.“ Die Bassgitarre soll nicht im Schrank verstauben.

So eine Wiederwahl wie Heiko Müller hat auch Christian Pust im Blick. Der Amtsdirektor aus Friesack hat sich das beruflich vorgenommen. „Direkte Vorsätze habe ich ansonsten nicht“, sagt er, hat ich auch noch nie gehabt. „Veränderungen haben sich bislang immer aus konkreten Situationen heraus ergeben. Ich hoffe auf das ein oder andere sehr gute Gespräch mit Menschen, bei denen man den eigenen Standpunkt überprüfen kann oder eine neue Sicht auf Dinge erlangt. Ich wünschte, dass auch Dritte bereit sind, ihren Standpunkt zu überdenken und nicht zu oft darauf beharren, sie hätten Recht“, spricht er Hoffnungen für 2016 aus.

Kurz und knapp äußert sich Wilhelm Garn zu dem Thema Vorsätze: „Auf die Gesundheit achten“, ist dem Brieselanger Bürgermeister wichtig.

Gesundheit ist auch für Lutz Gündel wichtig. Der Leiter der Polizeiinspektion Havelland blickt bei all dem Vielen, das im Jahr 2016 vor ihm liegt, sehr zuversichtlich ins neue Jahr. „Mit Tatkraft, Freude und ein wenig Gelassenheit sind die Aufgaben zu meistern“, ist er sicher. Ganz privat wünscht er seiner Familie vor allem Gesundheit. „Für mich persönlich wird mit einer Urlaubsreise in den Süd-Westen der USA ein lang gehegter Wunsch hoffentlich in Erfüllung gehen.“

„Meistens startet man mit den privaten Vorsätzen zu Silvester und vernachlässigt diese schon wieder im Januar“, hat Holger Schreiber beobachtet. „Aber man kann es ja besser machen“, sagt der Bürgermeister von Wustermark. Deshalb hat er auch einige guten Vorsätze: „Ich wünsche für die Familie vor allem Gesundheit und dass wir viel zeit miteinander verbringen können und wieder schön gemeinsam in Urlaub fahren werden.“ Und wenn schon ein Vorsatz gefasst werden soll, dann der, selbst mehr Sport zu treiben. „Und dann habe ich mir einige Umbaumaßnahmen auf meinem Grundstück vorgenommen“, sagt er, „aber das muss ich erst noch mit meiner Frau abstimmen.“

Kranichexpertin Anke Goersz hat für das neue Jahr persönlich keine guten Vorsätze. „Ich bin total zufrieden und nehme mir schon lange nichts mehr vor. Wichtig ist mir nur, dass sich auch im kommenden Jahr Menschen für die vielen Flüchtlinge in der Region einsetzen.“ Ihr Engagement möchte sie auch 2016 fortsetzen.

Glücklich und zufrieden mit seinem beruflichen Start im Havelland in diesem Jahr zeigt sich auch Johannes Funke. Der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Havelland würde sich deshalb freuen, wenn sich die gute Zusammenarbeit mit den Landwirten in 2016 fortsetzt. „Ich wünsche ihnen Regen immer zur richtigen Zeit, bessere Preise für Milch und Fleisch und ein unfallfreies Jahr. Von schrecklichen Ereignissen mit Jagdwaffen möchte ich möglichst nie wieder etwas hören.“Privat plant er, im kommenden Jahr etwas sportlicher zu werden. „Genügend Radwege gibt es ja im Havelland, auf denen ich das umsetzen kann.“

Die klassischen guten Vorsätze wie Nicht-Rauchen oder Abnehmen sind für Heiko Richter aus Falkensee uninteressant. Der Mann raucht nicht und ist schon schlank. „Ich bin nicht abergläubisch genug, um an den 1. Januar als Tag für gute Vorsätze und gutes Gelingen zu glauben“, sagt der Erlebnisgastronom. „Mancher braucht vielleicht so einen Tag, so ein markantes Datum als Anregung. Soll er.“ Für alle, die früh merken, die Vorsätze sind Murks, hat er ein aktuelles Angebot: Beim Frühschoppen am 1. Januar können die falschen-guten Vorsätze in der Musikkneipe „Schrääg rüber“ gleich wieder über Bord geworfen werden.

Kreishandwerksmeister Michael Ziesecke ist kein Freund von besonderen Vorsätzen zum Jahresbeginn. „Wenn die Zeit reif ist, kommen bestimmte Dinge von ganz allein“, ist er überzeugt. Aber er hat trotzdem 2016 seine ganz persönliche „Himalaya-Besteigung“: den Umzug des Familienbetriebes ins Gewerbegebiet, den Abriss des alten Firmenstandortes und den Neubau des Wohn- und Geschäftshauses an dieser Stelle im Falkenseer Zentrum. Trotzdem soll 2016 auch noch Zeit zum Segeln sein. Ansonsten wünscht sich Michael Ziesecke Gesundheit, um immer für die Familie, Freunde und seinen Betrieb sowie seine Angestellten da zu sein.

2016 wird für den Ketziner Torsten Augustiniak ein spannendes Jahr, wie er sagt. Als Vorsitzender des Heimatvereins Ketzin und Tanzlehrer des Paretzer Liebhabertheaters, die beide im nächsten Jahr ein Jubiläum feiern, ist er natürlich in die Vorbereitung der Feste eingebunden. „Soviel zu dem Vorsatz, mehr Zeit mit der Familie verbringen zu wollen“, sagt er. „Mit dem Rauchen aufhören, muss ich nicht, weil ich Nichtraucher bin. Also bleibt nur, meine regelmäßigen Besuche im Fitnessstudio nicht unter den Tisch fallen zu lassen.“

Arbeit ist seine Passion und deswegen nimmt sich MAFZ-Geschäftsführer Steffen Krebs für das kommende Jahr vor den Erlebnispark weiter nach vorne sowie seinen Beruf und die Familie stärker in Einklang zu bringen.

Von MAZonline

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